Frühling und Sommer 1126

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Mo 30 Nov 2009, 17:33

Um Risako zu helfen und natürlich um mich zu verteidigen schwinge auch ich Fäuste und andere Gliedmaßen: Ich eile zu ihr und versuche Rücken an Rücken mit ihr gegen die Heimin zu bestehen.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Di 01 Dez 2009, 20:21

Der Kampf dauert eine Weile, aber am Ende, liegen mehrere geschlagene Trunkenbolde bewusstlos auf dem Boden. Risako und Kayoto sind die letzten stehenden. Beide atmen heftig, schwitzen aus allen Poren. Lässig dreht sie sich zum Kellner um, wirft ihm ein Koku in die Hand und sagt nicht ohne einen ironischen Unterton: "Tut mir leid, die Sauerei."
Kayoto geht gerade viel durch den Kopf, besonders die letzten drei Faustschläge, die er abbekommen hat. Voll mit blauen Flecken, steht er immerhin noch aufrecht. Risako geht zum Krug an ihrem Tisch und leert den Saké auf einen Zug aus.
"Komm, wir gehen Kayoto-chan."
Keine Widerrede wagend, eilt er ihr hinterher. Weiter durch die beleuchteten Gassen. Endlich erwacht er aus seiner Grübellei und fragt seine Begleiterin neugierig:
"Wieso tut ihr das alles, Risako-sama? Ihr seid doch von höherem Standt als all diese hier. Warum lasst ihr euch so weit herab?"
Sie bleibt stehe, dreht sich um und blickt ihn mit etwas abschweifenden Blick an.
"Weisst du, kleiner Mann," bei diesen Worten zuckt er gekränkt zusammen, "was sind schon Ehre und Gold, wenn man nicht einmal die einfachen Freuden des Lebens genießen kann? Sie dich hier um, was siehst du?"

Er blickt in offene Fenster, in denen Köche Essen zubereiten für hohe Gesellschaften, an Straßenecken, wo alte Männer Go und junge Männer Glücksspiele spielen und erspäht Boten, die mit ihrem Clansmon auf der Brust, Nachrichten überbringen.
"Ich sehe, beschäftigte Menschen. Das sind die Heimin, die die arbeiten! Sie sind die Stützpfeiler unserer Gesellschaft und allesamt dienen sie dem Kaiser. Aber was hat das mit den Samurai zu tun?"
Sie blickt ihm tief in die Augen, dann sagt sie: "Sieh noch einmal hin. Diesmal genauer!"
Er folgt ihrer Anweisung und wieder blickt er auf die selben Dinge und Personen. Er schüttelt den Kopf. "Was soll ich den sehen?"
"Sie dir ihre Gesichter an! Was fällt dir auf?"
Zum dritten mal, blickt er auf die Menschen...und versteht.
"Sie alle sehen so glücklich aus."

"Genau. Denkst du das ein Samurai glücklicher ist als ein einfacher Bauer? Denkst du das der Daimyo, der in seinem großen Palast residiert, umgeben von Reichtum und Glanz, wirklich glücklich ist?"
Verwirrt, stammelt er: "Äh, nun ja, ich...sie haben doch alles was sie brauchen. Besitz, Komfort, Geld und vor allem Ehre! Wie kann man da nicht glücklich sein?"
Sie schüttelt langsam den Kopf, eine Hand auf seiner Schulter.
"Glück hat nichts, mit materiellen Dingen zu tun, Kayoto-chan. Sicherlich, machen uns solche Dinge glücklich, aber nur für kurze Zeit. Was wollen diese Menschen denn noch erreichen, wenn sie schon alles haben? Was sollen sie tun, wenn ihre Position in der himmlischen und kaiserlichen Ordnung doch vorherbestimmt ist? Das einzige, auf das sie hoffen können, ist entweder für den Kaiser oder seinen Daimyo zu sterben, oder ruhmreiche Siege auf dem Schlachtfeld zu erkämpfen. Warum denkst du wohl, müssen sich Samurai ständig auf dem Schlachtfeld messen und Daimyos ihre kindischen Kriege führen? Nur wenige, arbeiten auf eine höhere Aufgabe hin, wie zum Beispiel die Harmonie der vier Elemente, oder geistige Erleuchtung. Bist du dir sicher, dass du dir all die Bürde, die Glücklosigkeit auferlegen willst, nur um von anderen als ein besserer Mensch angesehen zu werden? Damit man dir Respekt zollt? Weisst du, hier unten bei den Heimin, zollen sie sich gegenseitig Respekt, denn sie wissen, dass sie nur einander haben. Und desswegen sind sie glücklicher, als jeder ander Samurai, auf dieser Welt. Und ab und zu, will auch ich bei all meinen Pflichten, etwas von diesem Glück borgen."

Er hatte gar nicht bemerkt, dass sie bereits so weit gegangen sind, als sie vor einem großen Gebäude zum stehen kommen. Sie lacht auf.
"Hah, wiedereinmal haben mich die Kami in die richtge Richtung geführt! Komm mit, wir waschen uns den Schweiß ab und trinken noch etwas Saké...obwohl ein Bambusschnaps jetzt auch gut wäre."
Wieder ist Kayoto in tiefes Nachdenken versunken. Risako-chan, wie er sich im Geiste bereits entschlossen hat, sie heimlich zu nennen, hat ihm viel zum nachdenken gegeben. Das Badehaus ist genau der richtige Ort. Unter heißen, dampfenden Steinen und klarem, noch heißerem Wasser, entspannt sich Kayoto zum ersten mal, seit Ewigkeiten wieder. Sein Geist ist so voller Gedanken, die er Ordnen muss. Dann bringt ihm eine Bedienstete noch mehr Alkohol, im Namen von Risako-sama. Er traut sich nicht das Angebot abzuschlagen. Langsam versinkt er in eine leichte Trance, in der er Zeit findet seine Gedanken zu ordnen...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Mi 02 Dez 2009, 19:46

In den warmen Dämpfen der Therme ist es angenehm und behaglich. Ich gehe noch einmal den Gedankengang durch, den Risako-chan in mir zum rollen gebracht hat. Ein Samurai zu werden, das war mein Traum, schon seit ich denken kann. Meinen Vater finden. So werden wie er. Berühmt. Ehrenhaft und voller Stolz. Das sind Werte mit denen ich mich identifizieren kann. Oder konnte. Ein Heimin glücklicher als ein Diener des Kaisers? Das wäre absurd, wenn ich nicht gesehen hätte, dass Risakos Auffassung von Glück sich sehr von der Bedeutung unterscheidet, die man normalerweise gebraucht. Wenn ich einen Heimin frage, ob er glücklich ist, wie wird er antworten? Meine Mutter schien glücklich zu sein, fällt mir ein. Alles was sie dazu brauchte war ich, so sagt sie immer lachend. Sie hatte immer Grübchen, wenn sie lachte. Ob sie mir eine Antwort auf die Fragen geben könnte, die mich im Moment beschäftigen?
Welchen Weg werde ich einschlagen? Will ich wirklich die Verpflichtungen eines Samurai und die Verantwortung haben? Kann ich dann nicht glücklich sein? Ein Heimin zu sein bedeutet nicht respektiert zu werden. Doch wozu der Respekt, wenn man dafür auf die Freuden des Lebens verzichten muss?
Ich trinke weiter den Bambusschnaps.
Ein Kompromiss wäre das Richtige. Geehrt zu werden und trotzdem das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren. Risako macht das ganz gut. Sie wird respektiert und erfreut sich ihres Lebens. Vielleicht finde ich im Glauben des Shinsei Antworten. Und wenn nicht? Dann gehe ich meinen eigenen Weg. Ohne Samurai. Ohne vermeidbare Schlachten. Ich werde Kayoto sein. Und jeder wird meinen Namen kennen. Die Samurai genauso wie die Heimin...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Do 03 Dez 2009, 18:17

Mit dieser Entscheidung, erhebt er sich aus dem entspannenden Becken und beginnt sich abzutrocknen. Eine Bedienstete bringt dem Nackten frische Tücher. Kayoto schämt sich ein bischen. Angezogen, geht er nach draußen und wartet vor dem Haus. Es ist inzwischen spät in der Nacht und der Tumult der Straßen hat sich gelegt. Lange Zeit später, tritt Risako aus dem Haus. Sie schwankt leicht und hält sich ein wenig an ihm fest. Er riecht ihren frischen, leich parfümierten Duft, fühlt ihre Seidig glatte Haut und lauscht ihrem leisen kichern, als sie den Weg zurück antreten. In wechselnder Lautstärke erzählt sie dem immer wieder zischenden Ronin, wie man mit einer Frau umzugehen hat, wie leicht doch eine Heimin oder gar Hinin herumzukriegen ist und wie schrecklich prüde man als Samurai-ko sein muss. Der Beschämte versucht alles, um sie zur Raison zu bringen, doch vergebens. Ein genervt wirkender Samurai zieht an ihnen vorbei. Kayoto flüstert ihr mit erstickter Stimme ins Ohr: "Risako-sama, ihr habt euch gerade sehr unehrenhaft verhalten und ein Samurai hat es gesehen! Ihr werdet euer Gesicht verlieren." Auch er bemerkt das er schwierigkeiten mit dem gehen bekommt. Der Schnapps ist ihm zu Kopf gestiegen. Sie bekommt nur einen Kicheranfall und säuselt ihm zu: "Aber woher soll er den wissen das ich eine Samurai-ko bin, wenn ich doch wie eine Heimin aussehe?"
Wie ein schwerer Vorhang der sich langsam hebt erinnert er sich wieder. Denken fällt schwer, wenn man betrunken ist. Endlich erreichen sie das Gasthaus. Sie schleichen sich an einem eingenickten Hausbesitzer vorbei, der leise durch seine schiefen Pferdezähne pfeift. Kayoto strengt sich an, die fast schon bewusstlose in ihr Zimmer zu schleppen und muss dabei öffters hart auf den Holzboden stampfen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Endlich hat er sie zu ihrem Futon gebracht und lässt sie sanft hinuntergleiten. Ihr Oberteil ist ihr von einer Schulter gerutscht, der glatte Bauch liegt frei und der Bauchnabel glänzt im Mondlicht, so wie ihre Haare, die breitgefächert auf dem Boden liegen. Sie schnappt sich das Kissen und lümmelt sich genüsslich schnaufend unter die Decke. Kayoto gehen viele Dinge durch den Kopf, doch die meisten scheinen sehr dumme Ideen zu sein. Er beobachtet sie noch eine weile, dann...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Do 03 Dez 2009, 20:10

...verlässt er das Zimmer und geht unter schwieriger Anleitung seiner Augen, die ihm immer wieder den Weg vernebeln, in das seinige. Im Mondlicht, das auf sein Nachtlager fällt wird ihm eines klar: Er ist in diese Frau verliebt. Es muss Liebe sein, die er für Yoritomo Risako empfindet. Lange noch grübelt er vor sich hin. Sie jetzt mit seinen Gefühlen zu überfallen und ihr die Leben gestehen, das wäre nicht wirklich sehr ehrenhaft gewesen. Doch Ehre hat seit heute einen anderen Stellenwert für ihn. Ehre ist, was er als ehrenvoll betrachtet. Was andere denken, kann ihm egal sein. Mit diesen Gedanken schläft er ein, nicht ohne vorher noch "Aishiteru" zu flüstern. Ich liebe dich.

Der nächste Morgen gestaltet sich schwieriger als die letzten. Risako und Kayoto sind diesesmal nicht die ersten, die aufstehen, obwohl es ihre Pflicht gewesen wäre. Kubiki ist nicht gerade erfreut, als er die beiden sieht...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Do 03 Dez 2009, 22:30

Die Kopfschmerzen sind schlimmer, als jeder vorwurfsvolle Blick, den der Händler ihm zuwerfen kann. Risako bleibt natürlich völlig ungeschollten. Der Boden schlägt Wellen wie auf dem Meer, das Vogelgezwitscher ist eine Kakophonie des Wahnsinns in den Ohren des gepeinigten Kayoto. Er hat es gestern definitiv übertrieben, mit dem Feiern. Er fühlt sich schwach, ausgelaugt und müde. Ching-Tsu kichert leise vor sich hin über den immer wieder wankenden Ronin und hällt ihn manchmal fest, wenn er wieder wankt und der Reiseleiter hinübersieht. Dann tut er so, als ob er seinem Herren etwas zuflüstert, doch in wirklichkeit kann er sich das Lachen kaum verkneifen. Die scheinbar Alkohol gewohnte Risako, zeigt keinerlei Probleme. Die reise geht still von statten. Am späten Abend, erreichen sie Oiku, ein Außenposten der Löwen, der voll bemannt auf den Befehl zum Aufmarsch wartet. Wieder stundenlange Überprüfung. Anstrengende Überzeugungsarbeit Risakos. Der Tag ist vergangen und die beiden Feierlustigen haben kein einziges Wort miteinander gewechselt. Morgen soll es nach Norden gehen, nach Toi Koku, einer Handelsstadt der Drachen, wo Risako dann die Truppe verlassen wird, vier Tage gehandelt wird und dann weitergezogen in die Lande der Einhörner. Regen zieht auf und macht die Nacht ungemütlich.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Sa 05 Dez 2009, 21:59

Der nachfolgende Tag ist nass, ungemütlich und kalt, für einen Sommertag. Eine Große Brücke, führt die Gruppe über einen Fluss. Immer weiter nach Norden ziehend, nimmt der Regen ab, bis er schließlich auf wunderbaren, grünen Feldern ganz aufhört und der Sonne erlaubt, mit ihren wärmenden Strahlen die Reisegruppe zu trocknen. Schon bald, ziehen sie an hohem Gras, großen Geröllhaufen und kleinen Wäldchen vorbei, auf die Berge zu. Gege Abend, machen sie endlich halt um ihr müden Knochen etwas auszuruhen. Nebel ist aufgezogen und schränkt die Sicht in einige Richtungen ein. Ein paar Männer tauchen in der Ferne aus dem hohen Gras aus. Sie sehen wie bewaffnete Ronin aus. Risako sieht sie auch. "Wir bekommen Besuch! Ganko-san, Ashigaru, aufstellen!"
Die Männer kommen gemütlich schlendernd näher und bleiben wenige Meter vor der sich aufbauenden Risako stehen. Ganko und die bewaffneten stellen sich in einer Reihe vor dem Wagen auf, den sie in Oiku mitgenommen haben. Der Händler verschwindet darunter. Einer der drei tritt vor.



Prahlerisch schwenkt er sein Schwert umher. "Konbanwa, Samurai-ko-san. Wohin des Weges?"
Wütend verzerrt Risako das Gesicht. Das riecht nach Ärger.
"Das geht dich nichts an Ronin! Ihr könnt an uns vorbei, doch nur ohne Ärger! Wenn ihr euch nicht benehmt, werde ich euch Manieren beibringen!"
Der eingebildete schüttelt langsam, grinsend den Kopf.
"Ja, aber was wenn wir gar nicht vorbei wollen?"
"Dann kehrt um! Aber hier bleiben könnt ihr nicht."
Der Ronin spielt belustigt mit seiner Schwertspitze, während von hinten ein weißgewandeter anderer Ronin sagt: "Jetzt mach schon, Uji!" Er blickt Risako in die Augen:
"Ich würde vorschlagen ihr gebt uns eure Ware und die Tiere und wir lassen euch am Leben."
Risako schnaufft aus. "Drei Ronin gegen uns? Selbst wenn ich keine Ashigaru und den andern Ronin dabei hätte, wäre ich noch in der Überzahl. Du überschäzt dich, Ronin!"
"Das werden wir ja sehen." grinst der Sprecher und hebt sein Schwert über den Kopf. Was erst wie eine Herausforderung ausgesehen hat, stellt sich nach einem Augenblick als Signal heraus. Zwei Pfeile schwirren heran und töten die beiden Bauernjungen. Schockiert gehen die Ashigaru in Deckung. Risako stürmt wutentbrannt auf den ersten Ronin zu, Kayoto zieht sein schwert, als der weißgewandete auf ihn los stürmt.




Der dritte, vermumte zieht ein paar Wurfmesser und wirft sie der anstürmende Risako entgegen. Doch sie pariert gekonnt. Auf einen Pfiff hin, treten plötzlich mehrere, maskierte Männer aus dem hohen Gras um sie herum.



Sie stürzen mit sich gnadenlos auf die Ashigaru die sich tapfer zu verteidigen wissen. Der Kampf beginnt. Doch der Handelszug ist zehn zu vier unterlegen.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Mo 07 Dez 2009, 01:14

Der erste Angriff kam unerwartet für mich. Das Schwert des Gegners saust nur wenige Millimeter an meinem in Blockhaltung gesenktem Katana vorbei und gleitet mühelos durch die leichte Rüstung. Schmerz durchfährt mein Körper und brennt sich ein wie Feuer.



Ich versuche einen klaren Kopf zu bewahren und ziehe aus der Haltung heraus mein Schwert mit der Schneide nach oben durch. Ein Schmerzensschrei verrät mir, dass auch ich einen Treffer gelandet habe. Erst jetzt merke ich, wie mir das Blut den Kimono entlangrinnt und den Obi rot tränkt. Die Sicht verschwimmt etwas, als ich mit einem gezielten Hieb auf die Beine meines Gegners den Kampf beenden möchte. Das Manöver schlägt fehl. Zu unpräzise war der Stoß, doch meinem Kontrahenten ergeht es nicht besser. Sein linker Arm scheint unbrauchbar zu sein und sein Gesicht ist voller Schmerz. Taihenoyi. Mir ergeht es nicht besser, doch versuche ich meine Gefühle zu verstecken. Für Schwäche ist keine Zeit, das habe ich in den Schlachten der Löwen gelernt. Im Kreis gehend beobachtet mich mein Gegner, so wie ich ihn. Immer wieder starten wir Angriffe auf die Schwachstellen der gegnerischen Abwehr, sobald wir glauben eine gefunden zu haben. Die Sekunden voller Konzentration vergehen wie Stunden. Plötzlich sehe ich meine Chance gekommen: Ich gebe meine Deckung auf und springe mit hoch über dem Kopf erhobenen Schwert und lautem Kampfschrei auf den Gegner zu.



Überraschung gepaart mit Angst ist die letzte Emotion, die ich auf dem Gesicht des weißgewandeten sehe, bevor sein Schädel gespalten wird. Ich sehe mich um. Die Ashigaru bräuchten Hilfe, doch Risako wird ebenfalls bedrängt, wenn sie sich auch noch gut zu wehren weiß. Ich fasse einen Entschluss. Noch bevor der Körper des Verlierers auf den Boden aufschlägt sprinte ich los. Ich muss Risako helfen. Ihr darf nichts passieren...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Mo 07 Dez 2009, 23:29

Die Verletzung lässt ihn nur langsam voran kommen und so erreicht er Risako erst nach mehreren Augenblicken, in denen sie einen berauschenden Kampfstil mit dem Katana, gepaart mit dem Kama vollführt hat. Zwar wird sie von zwei Seiten bedrängt, doch hällt sie gekonnt durch und treibt die beiden Ronin, die Sie angreifen gekonnt zurück. Ein glatzköpfiger Ronin stürmt nun auf Kayoto zu, von der Flanke und Ronin Ganko hat Schwierigkeiten dem unverletzten Mann zu kontern.




Er hat keine Wahl und muss in die totale Verteidigung gehen. Risako rammt dem einen Ronin ihr Kama ins Gesicht und noch bevor er auf dem Boden aufschlägt, hat sie ihr zweites Kama gezogen und pariert die wütenden Angriffe des verbelibenden Mannes.
Während Kayoto unter schwerster Bedrängnis steht, sieht wie noch mehr bewaffnete Anstürmen und Risako einen Pfeil in ihr Bein bekommt und auf ein Knie stürzt, stellt er fest das die Lage ausweglos ist. Wütend drischt der Glatzkopf auf ihn ein und nur enfernt vernimmt er die Schreie der anderen. Dann ist es soweit. Ein Fußfeger seines Kontrahenten schickt Kayoto zu Boden und er verliert sein Katana aus den Händen. 'Die Kami haben entschieden', fährt es ihm durch den blutbespritzten Kopf, als er den finalen Streich erwartet.
"Zeit zu sterben kleiner Mann!" grinst der Glatzkopf.
"Für dich, ja!" antwortet ihm ein hinter ihm heran getretener Schatten und Blut spritzt auf.


Sazuke lässt sein Schwert gnadenlos den überraschten Kämpfer zerschneiden. Kayoto kann weder sein Glück, noch das Gesicht von Sazuku fassen, welches ihm grimmig, doch mit einem Funken Freude entgegenblickt. Der Glatzkopf haucht unter krampfhaften Zuckungen seine letzten Atemzüge aus und der Ronin-Gunso schneidet ihm den Kopf ab um die Sache zu beenden. Kayoto sieht sich um. Eine Frau in einem weiten Kimono wischt gerade ihr Katana am fetzen eines Kimonos der Angreifer ab. Ein Mönch, versorgt gerade einen verletzten Ashigaru. Risako zieht ihr Kama aus dem Gesicht des Toten.
"Muss ich dir eigentlich immer das Leben retten, Ganko? Oder bist du vom Gedanken besessen dich selbst umzubringen?" grinst ihm Sazuke ins Gesicht.
"Ich fasse es nicht." stammelt Kayoto nur.
"Ich auch nicht. Dachte du wärest im Feld gestorben oder endlich anch Hause gegangen um diesen Blödsinn mit dem Samurai werden zu vergessen. Aber wie ich sehe bist du tatsächlich ganko!"
Die Frau kommt näher.



"Das hier ist Miyahara-sama. Miyahara, das hier ist Ronin Ganko."
Sie verbeugen sich voreinander. Kayoto so tief wie nur möglich.
"Der Mönch da hinten, ist Togashi Kanaye-sama, von den Drachen in den Bergen. Wir haben schon einige Zeit diese Banditen gejagt, die hier die Rechtschaffenden Bauern terrorisiert haben. Danke übrigens das ihr sie beschäftigt habt, das hat uns den Angriff erleichtert. Sonst fliehen sie immer wenn sie uns sehen."
Kayoto begreifft immer noch nicht und ihm brennen ein paar dringende Fragen auf der Zunge. Doch zuerst muss sich der Mönch um seine Wunden kümmern. Danach, kann er ja reden.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Do 10 Dez 2009, 01:00

Ich lasse mich von dem Mönch behandeln und bereits am Abend sitze ich bei den anderen am Lagerfeuer, das zum Schutz der nächtlichen Kälte entzündet worden war. Interessiert beobacht ich den Mönch des Drachenclans, da er das repräsentiert, wo ich hin möchte: In die Berge, um mir die Weisheit der Drachen anzueignen, das Tao des Shinsei zu verinnerlichen und es mit der Kampfkunst der Löwen zu verbinden. So ist mein Plan. Mögen die Kami mich unterstützen.
Schließlich frage ich aber doch, was mir seit dem Kampf auf der Zunge liegt: "Sazuke, habt Ihr etwa schon genug von den Schlachtreihen der Löwen? Mir war, als wenn ihr dort nie mehr weg wolltet..."

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Do 10 Dez 2009, 02:20

Sazuke nippt gerade an einem heißem Tee, den der Mönch Kanaye frisch gebrüht hat und sieht Kayoto unter seinen buschigen Augenbrauen amüsiert an.
"Jeder braucht etwas Geld zum Leben, auch wenn es die meisten Samurai," er wirft dabei Myahara einen viel sagenden Blick zu, "nicht wahr haben wollen, doch so ist es nun mal. Aber auf dem Schlachtfeld war ich aus anderem Grund, der dich aber nicht weiter interessieren sollte. Aber nun habe ich eine neue, wichtigere Aufgabe gefunden. Nicht wahr Myahara-sama?"
Er wirft ihr ein verschmitztes Lächeln zu. Sie, nickt nur ohne ein Wort zu sagen, erwiedert weder sein Lächeln, noch seine Blicke. Seit ihrer Ankunft, hat diese Frau keinen Ton gesagt.
"Und wie du der eifrigen Konversation meiner ehrenwerten Begleitung entnehmen kannst," setzt Sazuke wieder an, der scheinbar etwas anderes als nur Tee in seinem Tee zu haben scheint, "ist es uns ein großes Anliegen, die Gegend hier herum von Banditen und Marodeuren frei zu halten.
Der Händler meldet sich nun zu Wort. Er hatte sich unter seinen Wagen verkrochen um dem Kampf zu entgehen.
"Eine sehr ehrenhafte Aufgabe, Ronin-sama wie ich anmerken darf. Doch möchte der ehrenwerte Ronin Ganko seine Aufmerksamkeit schenken, für einen kurzen Augenblick? Ich glaube da kommt euer treuer Diener wieder."
Er deutet in den Wald. Tatsächlich trottet der seit Stunden fehlende Chiang-Tsu gemütlich aus dem Wald zum Feuer hin. Kayoto springt entgeistert auf. Er hatte die Hoffnung bereits aufgegeben.
"Chiang-Tsu, wo warst du? Ich dachte die Angreifer hätten dich verschleppt!"
Der alte sieht seinen Herren im schein des Feuers etwas unverständlich an, kratzt sich am Kopf, zeigt einen Stock voll mit Fischen und sagt: "Angreifer? Welche Angreifer? Ich war angeln Herr, damit alle was zu essen haben, wenn ihr ausgeruht seid. Oh, Samurai-samas, verzeiht!" Schnell wirft sich der Alte vor den anderen Ronin auf die Knie. Der Mönch lässt ein freundliches Lächeln über seine Lippen laufen, Sazuke sieht ihn irritiert an, Myahara sieht mit weiterhin unveränderter Miene ins Feuer.
"Ich habe die Fische bereits ausgenommen und entschuppt. Sie müssen nur gebraten werden, Herr."
Gröllend lacht Sazuke. "Na dann her damit, lasst uns was ordentliche essen!"
Ein unterdrückter Aufschrei von weiter hinten, wo der Mönch vor einem Bündel im Gras sitzt. Risako, hatte doch mehr Wunden davongetragen, als gedacht. Und die Pfeile waren vergiftet. Der Mönch hällt ihr die Hand beruhigend auf die Stirn, während sie durch zusammengepresste Zähne Flüche ausspuckt. Bedrückende Stille senkt sich wieder über das Lager.

Der Fisch brutzelt eine Weile über dem Feuer, bis er dann von den Anwesenden dankbar verspeisst wird. Mit einigen Kreutern, von Chinag-Tsu ist er sogar noch besser. Zum ersten mal bemerkt Kayoto was er an seinem Diener hat. Auch wenn er offensichtlich ein Feigling ist, denn er war sich sicher, den Alten vor dem Angriff noch hinter ihm gesehen zu haben. Morgen wollen sie eine Trage bauen, für die verwundeten Ashigaru und Risako. Den Bauernjungen war leider nicht mehr zu helfen.

Jung legt sich die aufgehende Amaterasu über den warmen Reisfeldern der Bauer und das Tau im Gras funkelt fröhlich den singenden Vögeln. Die arme Risako hat die ganze Nacht vor Schmerzen gestöhnt und so war an viel Schlaf nicht zu denken. Die Sonne erhebt sich tröstend über eine endlich eingeschlafene, aber blasse Risako. Chiang-Tsu hat die Tragen bereits gebaut, ohne Aufforderung oder Hilfe. Wieselflink wie man es ihm niemals in seinem fortgeschrittenen Alter zugetraut hätte.
Sazuke erhebt sich leise von seiner Schlafstätte, auf der er scheinbar als einziger genüsslich schnarchend schlafen konnte und macht sich auf den Weg in Richtung eines Gebüsches. Kayoto folgt ihm, den auch er verspürt ein dringendes Bedürfnis. Während sie nebeneinander in der frischen Morgenluft die Blumen bewässern, fragt der alte Ronin den jungen, nach seinen nächsten Zielen. Kayoto berichtet, dass er vor hat, das Tao des Shinsei genauer zu studieren, nachdem er diesen Auftrag hinter sich gebracht hat. Abermals, empfielt Sazuke dem Jüngling, nach Nanashi Mura zu kommen, da es ihm dort sicher gut ergehen werde. Er antwortet, dass er es sich überlegen möchte, wenn er seinen Auftrag beendet hat.
"Gut so Junge," antwortet der noch einmal abschüttelnde Sazuke und spuckt ins Gras, "aber lass dir nicht zu viel Zeit. In Nanashi Mura, gibt es viel zu tun und es werden tapfere Ronin gebraucht, den bald ziehen dunkle Zeiten auf. Und ich würde dir empfehlen, dann entweder hinter dicken Mauern zu sitzen, oder in der richtigen Armee zu dienen. Und in Rokugan gibt es nur noch ein paar Armeen, in denen es sich lohnt zu dienen. Dieser dämliche Löwen-Kranich-Streit, ist sicher kein Platz für einen ehrenhaften Mann."
Sie kehren zum Lagerplatz zurück...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Di 15 Dez 2009, 15:02

Die nächste Zeit, genauer bis zur Ankunft in der Drachenstadt, halte ich mich bewusst in Risakos Nähe auf. Zum einen, weil ich mir große Sorgen um ihre Gesundheit mache. Zum anderen, weil meine Gefühle für sie nach wie vor sehr stark sind, was ihren Ablick für mich nur noch unerträglicher macht.
In der Stadt angekommen bemühe ich mich, wie andere auch, einen guten Heiler zu finden, wenn es sein muss einen Shugenja. Was er haben will ist mir egal, ich würde mein letztes Hemd für Risako-chan geben. Da Risako aber viel Ruhe braucht und die Gruppe schon nach kurzer Zeit weiterzieht, bleibt eine rührselige Abschiedsszene aus. Ich hoffe und bete, dass ich sie eines Tages unter glücklicheren Umständen wohlbehalten wiedersehe.
Sazuke und seine Ronin sind längst ihren eigenen Weg gegangen, ohne mich. Doch ich versprach, ja schwor ihm sogar, dass wir uns in Nanashi Mura wiedersehen. Mit einem Handschlag und einer kleinen respektierenden Verbeugung trennte sich unser Weg.
Kubiki, der Händler derweil ist sehr in Sorge um seine Sicherheit. Der Überfall hat ihm sehr zu denken gegeben und jetzt, wo Risako auch noch weg ist, wirkt er nervöser denn je.
Ich mache mich während der 5 Tage Aufenthalt mit den Gegebenheiten der Stadt vetraut. Besonders die Menschen in hellgelben Kimonos haben meine Aufmerksamkeit. Wo gehen Sie hin? Wie bewegen sie sich? Ihre Lebensphilosophie klang so einleuchtend, so unerschütterlich...
Ich fasse einen Entschluss. Ich erinnere mich an den Tag im Teehaus, in dem ein aggressiver Löwe Haru und mich zerquetschen wollte und dies auch sicher ohne jeden Zweifel mit einer Hand geschafft hätte. Diesmal soll es anders werden. Ich sehe mich nach einem Teehaus um, in dem sowohl Ronin als auch Samurai der Drachen geduldet werden. Jetzt kommts drauf an...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Mi 16 Dez 2009, 17:20

Das kleine Teehaus steht auf einem Marktplatz, der verglichen zu dem in Toshi Ranbo winzig ist. Tatsächlich gibt es nicht einmal große Wohngegenden, sondern nur ein paar kleiner Häuser für die Beamten des Daimyos und um das Dorf herum Bauernhäuser mit riesigen Reisfeldern. Eine kleine Residenz lässt sich über einen steilen, steinigen Weg vom Marktplatz aus erreichen. Idylisch geht es hier zu. Bei strahlender Sonne und singenden Vögeln gibt es hier keine Marktschreier, die die Ruhe stören könnten. Die ein oder andere Bauersfrau kommt her um mit ihren Kindern günstige Stoffe zu erstehen, Mönche ziehen in Grüpchen durch die Straßen im leisen Singsang ihrer Gebete und bekommen Almosen von den Bürgern. Ein Viehzüchter feilscht gerade mit einem Bauern, der sich mit seinem ältesten Sohn berät und ein paar alte Männer schnitzen Skulpturen auf der Veranda ihrer kleinen Häuser. Herrlich frisch weht die Luft durch die breiten Straßen und kühlt ein wenig den Schweiß, der bei der Tageshitze allen auf der Stirn steht. Kayoto betritt das Teehaus mit Schlafgelegenheiten, ein eher schlichtes und nicht übertrieben geschmücktes. Die Papierwände sind mit weißen Blüten und grünen Blättern bemahlt, während das einfach dunkelbraune Holz der Stützen und des Bodens schmucklos von einem Lack überzogen ist um vor Witterung zu schützen. Der Laden ist ausser einer alten Frau leer, die freudig zur Begrüßung eilt, sich verbeugt und wartet bis Kayoto sie anspricht.
"Konichi-wa. Ich hätte gerne eine Tasse Tee und etwas Reis."
"Sehr wohl ehrenwerter Ronin. Sie können sitzen wo immer sie hier im Raum wollen. Ich werde ihnen gleich alles bringen." Damit verbeugt sie sich noch einmal und eilt flink in den Küchenbereich. Schon nach kurzer Zeit, dampft ein frischer Tee vor Kayoto und eine Schüssel warmer Reis wartet darauf genüsslich von ihm verschlungen zu werden. Die Ruhe und der Frieden des Teehauses lassen den jungen Ronin endlich wieder etwas Ruhe finden. Hier denkt er entspannt darüber nach, was er die letzten Tage erlebt hat.
Dann betritt ein junger, muskulöser Mann mit Glatze den Raum. Auch er wird begrüßt und zu einem Platz begleitet. Kayoto fällt auf das der Mann ihn nervös mustert und auch sonst scheinbar sehr nervös zu sein scheint. Unregelmäßig lässt er seine Finger auf den Tisch trommeln, bis die Alte ihm endlich den Saké bringt, nach dem er ziemlich forsch verlangt hat. Er trägt keine Waffen, ist also scheinbar nicht aus der Samuraikaste. Ein echter Samurai hätte sicher Anstoß darauf genommen so unverschämt direkt von einem Heimin angestarrt zu werden, aber Kayoto sieht das natürlich nicht so eng.
Erneut tritt jemand in das Teehaus. Zwei Männer in roten Gewändern mit Daishos und einfachen Sandalen betreten den Raum. Sie blicken sich mit einem unverschämten, prüfenden Blick im Raum um. Ohne auf die Begrüßung zu warten nehmen sie sich einen Platz und bestellen Tee. Während sie warten mustern sie Kayoto und den Neuankömmling sehr genau. Die Samurai tragen ihr Haar lang und etwas ungepflegt. Sie murmeln miteinander und zeigen abwechselnd auf den jungen Mann und den Ronin. Urplötzlich erheben sie sich und treten auf den jungen Mann zu der krampfhaft versucht sie zu ignorieren und in seinen Saké starrt. Langsam ziehen die beiden Männer ihre Katanas. Nun hört der Junge auf zu zittern. Er springt auf und zieht aus seinen lockeren Gewändern zwei Jitte hervor. Auch wenn der Mann vielleicht kampfsportlich geschult sein sollte, sieht es nach einem unfairen Kampf für ihn aus. An Entspannung ist für Kayoto nun leider nicht mehr zu denken. Die Alte Frau lässt sich auch nicht mehr blicken...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Do 17 Dez 2009, 01:53

Ich erhebe mich mit Bedacht ruhig und versuche gelassen, selbstsicher aber bestimmt zu wirken, als ich den beiden zurufe: "Vielleicht solltet Ihr das lieber sein lassen, ehrenwerte Gäste dieses Hauses. Es sieht mir nicht nach einem Kampf aus, der allzu ausgeglichen ist. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass Ihr so weise seid die Frau, die Euch eben bedient hat kein Unglück ins Haus zu bringen." Gespannt und jederzeit zum ziehen meines geerbten Katanas bereit erwarte ich die Reaktion der beiden. Ich versuche es immer erst mit diplomatie und dann erst greife ich zum Schwert. Ich töte nur ungern und nur wenn es sein muss. Mögen die Kami mir Kraft geben auch diese Auseinandersetzung zu überstehen...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Do 17 Dez 2009, 18:30

Wieder einmal befindet sich Kayoto in der Position eines Retters, als ihm der Heimin einen flehentlichen Blick zuwirft. Gäbe es im rokuganischen ein Wort für 'Deja vu', so würde es ihm jetzt durch den Kopf gehen. Die beiden Männer starren Konzentriert zu dem Mann hin, und einer knurrt durch geschlossene Zähne:
"Halt dich da raus, Ronin."
Dann macht der Heimin den ersten Schritt und greift an. Unter dem Schlaghagel der Schwerter parriert er mit großer Schnelligkeit, die ihm aber auf Dauer leider nicht retten können wird. Er scheint während des Kampfes irgendetwas sagen zu wollen, vielleicht um Gnade oder Hilfe zu flehen, doch kann es Kayoto nicht verstehen. Einer der Samurai schleudert plötzlich einen Feuerball aus seiner Faust, der den Bauern nur knapp verfehlt. Doch der Balken hinter ihm fängt sofort Feuer. "Toku, nein!" bellt der andere noch, doch es ist zu spät. Das Feuer ignorierend, kämpfen sie weiter. Kayoto muss jetzt eingreifen, oder fliehen. Jetzt oder nie!

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am So 20 Dez 2009, 23:06

Ich springe über einen Tisch und ziehe dabei das Katana. Das sirren meiner Klinge ist unter dem Schwelen und Knistern des Feuers nicht mehr zu hören. Mein Angriff kommt unerwartet, doch der Kampfstil meiner Gegner beweist es: Ich habe keine Anfänger vor mir...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Mo 28 Dez 2009, 17:58

Im Gegenteil. Der Mann weiss sein Schwert zu führen doch schon hat der Bauer bessere Chancen. Während Kayoto seine Klinge mit dem Samurai kreuzt der sich Toku nennt, hat sich der Heimin zum Ausgang vorgearbeitet und verpasst nun dem Samurai vor ihm einen saftigen Tritt, der ihn gegen seinen Kumpanen schleudert und beide stürzen zu Boden. Schnell springt Kayoto über die beiden hinweg, als bereits der erste Stützbalken des Hauses herabbricht und auf die Stelle an der er gerade noch stand schlägt. Weiter sprintet er durch die Tür des Hauses, wo bereits von draußen heftiges Geschrei zu hören ist. Das Feuer hat sich in wenigen Augenblicken über das ganze Haus ausgebreitet und der Rauch nimmt Atemluft und Sicht weg. Hustend rettet sich der Ronin nach draußen, wo der Heimin wartet. Er hat ein merkwürdiges Grinsen auf dem Gesicht als er ihm dankend zunickt und "Domo, Ronin!" zuruft. Dann verschwindet er unter den herströmenden Massen, die mit Wassereimern bewaffnet versuchen dem Feuer Herr zu werden. Nun rührt sich etwas im Haus und die Flammen fangen plötzlich an sich langsam zurück zu ziehen, während ein Wirbelwind, den ganzen Rauch aus dem Haus zu saugen scheint.
Die beiden rotgewandeten treten hustend aus dem inzwischen kaum mehr brennenden Gebäude heraus, das allerdings schwer mitgenommen aussieht. Während sich der eine verärgert den Ruß vom Kimono streicht, suchen die Augen des anderen nach demjenigen, der ihnen ihre Beute abspänstig gemacht hat. Inzwischen sind auch die Doshín des Dorfes und ein paar Samurai herbeigeeilt.
"DU!", kreischt Toku, "Du hast ihn entkommen lassen du verdammter Hund!"
Kayoto will sich diese Beleidigung nicht gefallen lassen:
"Einen wehrlosen Heimin angreifen? Was hat der Mann den getan?"
Ein Drachensamurai tritt hinzu.
"Was ist hier los? Wer hat das mit dem Teehaus zu verantworten?"
Der andere Samurai tritt nun vor, verbeugt sich kurz etwas ruhiger als sein Kumpane und spricht:
"Konichi-wa, Samurai-san. Ich bin Isawa Uichi, vom Clan des Phönix. Mein Partener und ich sind Hexenjäger. Wir jagen einen Hexer."
Augenblicklich geht ein erschrockenes raunen durch die Menge. Selbst der Samurai hebt etwas überrascht die Augenbraue.
Toku tritt vor und zeigt drohend mit dem Finger auf Kayoto: "Und dieser Dummkopf hat ihm gerade die Flucht ermöglicht!"
Die Blicke der Menge verdichten sich zu seinem düsteren aufziehen von wütenden Regenwolken, dessen Zentrum Kayoto ist.
Auch der Drache blickt ihn finster an: "Ist das wahr Ronin? Sprich!"
Kayoto muss schwer schlucken. Er weiss, er ist jetzt in großen Schwierigkeiten.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Di 29 Dez 2009, 02:43

Ich verbeuge mich ebenfalls vor dem Drachen, allerdings etwas tiefer: "Ehrenwerter Samurai-san. Es stimmt, was Isawa Uichi-san gesagt hat. Ich habe diesen Mann in Schutz genommen." ich richte mich wieder auf und sehe dem Samurai in die Augen. "Allerdings führte nicht die Bosheit mein Schwert, sondern die Unwissenheit." Jetzt sehe ich umher als wolle ich eine Rede halten. "Ist es nicht die Pflicht eines jeden Menschen seinen Nächsten zu schützen? Sollte man nicht alles in seiner Macht stehende tun, um das Leben als solches zu bewahren? Ich könnte in der Nacht nicht mit ruhigem Herzen die Augen schließen, wenn ich unbeteiligt einem Mord zugesehen hätte, ob Hexer oder nicht. Könntet Ihr es? Oder Ihr?" Ich deute in die Menge und wende mich dann schließlich dem Phönix Uichi zu. "Mir bleibt nur noch Euch um Verzeihung zu bitten und Euch gleichsam weiterhin eine gute Jagd zu wünschen. Wenn sich etwas in meinem bescheidenen Besitz befindet, das ihr als wert erachtet meine Schuld zu begleichen, so soll es rechtmäßig Euch gehören, mit Ausnahme meines Schwerts." Ich senke meinen Blick und warte auf die Antwort des Angesprochenen.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Di 29 Dez 2009, 17:45

"So leicht, kommt ihr mir nicht davon, Ronin!" brüllt Toku sofort empört. Auch Uichi schüttelt den Kopf: "Euer Akt kommt der Ketzerei gleich. Ihr habt nicht nur einen Feind der Himmlischen Ordnung die Flucht ermöglicht, sondern auch noch aus einer Position heraus gehandelt, die euch nicht zusteht, Ronin!" Er betohnt das letzt Wort besonders stark.
"Vielleicht, ist es ein Überbleibsel aus eurer Zeit in irgendeinem Clan, aber jetzt habt ihr nicht mehr das Recht, gegen einen Samurai ungestraft vorzugehen. Man wird euch hinrichten lassen, sobald der Magistrat hier ist!"
Auch die Menge blickt boshaft zu Kayoto. In ihren Augen liegt Abscheu und Verurteilung. Der Zweifel macht sich in seiner Seele breit. Hat er tatsächlich falsch gehandelt? Sein Herz sagt ihm er habe nur das Richtige tun wollen, sein Verstand jedoch bring das Herz zum Schweigen. Er hat einen schweren Fehler begangen, weil er nicht nachgedacht hat.
Der Drachensamurai hebt beschwichtigend die Hände:
"Der Junge, hat sich nur an ein paar Aspekte des Bushído gehalten, wie es aussieht. Mut und Aufrichtigkeit beherrscht er schon einmal. Sehen wir, ob er auch die anderen Aspekte erlernen kann. So jung wie er ist und so wie er sein Schwert trägt, möchte ich meinen, dass er ein wahrer Ronin ist. Er bereut seine Tat sicher bitterlich. Soll er zeigen, was er wert ist. Soll er nun euer Diener sein, bei der Jagd. Habt ihr den Bluthexer innerhalb von drei Tagen gefangen, so ist er wieder frei. Wenn nicht, so habt ihr das Recht ihn hinzurichten."

Toku schüttelt sich wütend: "So etwas darf nur ein Magistrat entscheiden, Samurai-san!"
Der Drache bleibt gelassen: "Dann trifft es sich ja gut, dass ich ein Magistrat bin. Togashi Kujo, Magistrat vom Clan des Drachen."
Mit knirrschenden Zähnen verbeugen sich die beiden Inquisitoren vor dem höher gestellten. Auch der Rest des Dorfes fällt auf die Knie, als ob sie vergessen hätten, wie man sich in Gegenwart von Samurai zu verhalten hat. Zuletzt sinkt auch Kayoto auf die Knie.
Zufrieden blickt sich der Magistrat um.
"Der Hexer kann noch nicht weit sein. Stellt ihn, bevor er Ärger macht. Ihr habt eure Befehle Ronin. Ihr tut alles, was die beiden von euch verlangen. Kehrt zurück, wenn der Auftrag erledigt ist. Ansonsten, betet zu den Kami, das ich euch nicht finde! Jetzt gehen alle wieder an die Arbeit! Ich schicke einen Brief an euren Daimyo, Hexenjäger. Er hat für das Teehaus aufzukommen."

Die Menge entfernt sich und so auch der Magistrat. Toku sieht aus als würde er gleich explodieren und auch Uichi sieht nicht glücklich aus. "Du kostest uns einiges an Zeit und Ehre, Ronin! Bete das wir den Hexer finden! Nun komm, er kann noch nicht weit sein."

...

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Mi 20 Jan 2010, 16:08

Der Nachmittag hat sich bereits über das Dorf ausgebreitet und im prallen Schein der Sonne, schwitzen die Bauern auf ihren Feldern. Ochsen ziehen Karren an, Händler erreichen die kleine Stadt mit ihren Pferden und Gütern. Toku ist ein ausgezeichneter Spurenleser wie es scheint. Die beiden sind Halbbrüder, so viel hat Kayoto inzwischen mitbekommen. Die Spur des Hexers, führt sie in die Berge. Schon müssen die ersten Klippen erklommen werden. Nicht einfach ohne Sicherheitsausrüstung.

(*System: Agilität + Klettern; 3 mal bitte. SG 15. Wenn du nicht schaffst stürzt du ab und nimmst 1 W6 Schaden. Wenn dus schaffst, weiter in der Story.*)

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Do 04 Feb 2010, 20:10

>System: Agilität (3) + Klettern (3) = 6g3
>Ergebnis 1: 10+7+6= 23 (bestanden)
>Ergebnis 2: 10+9+9= 28 (bestanden)
>Ergebnis 3: 8+5+3 = 16 (bestanden)

Ich schaue zu den Klippen hinauf: "Da hinauf wollt Ihr, Toku? Der Hexer ist hier ebenfalls hochgeklettert?" Toku bedenkt mich nur mit einem bösen Blick. Stattdessen antwortet sein Bruder: "Toku weiß, was er tut. Ich an deiner Stelle wäre nicht so frech ihn in Frage zu stellen. Das könnte deiner Gesundheit sehr in Mitleidenschaft ziehen, Kayoto-san." Durch ein Kopfnicken zeige ich, dass ich verstanden habe.
Der Aufstieg ohne Sicherheitsausrüstung nimmt viel Zeit in Anspruch. Ein Fehltritt würde bedeuten seine Ahnen wieder zu sehen oder Schlimmeres. Nur durch ein Seil sind Toku, sein Bruder und ich gesichert und gleichzeitig unsere Schicksale aneinandergeknüpft. Wenn einer fällt, fallen alle. Doch die Kami sind uns hold. Obwohl immer wieder Steine unter den Füßen wegbrechen oder Staub und Kieselsteine vom Vordermann die Sicht erschweren gelangen wir sicher oben an. Das letzte Stück war das steilste und so ruhen wir uns kurz im Gras aus. Bald jedoch - zu kurz nach meinem Geschmack - ruft Toku zum Aufbruch. Ich nehme noch einen Schluck aus meiner Wasserflasche, dann folge ich. Wie schwer kann es schon sein einen Hexer zu jagen? Wie sich bald herausstellen sollte, ist diese Frage, die mir im Kopf herumschwirrt, mehr als töricht.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Mo 08 Feb 2010, 16:42

Endlose höhen grinsen den Samurai entgegen, kalter Wind fährt ihnen unter den Kimono brauner Fels und vereinzelte Grasbüschel zieren die Landschaft. An einigen Stellen krallen sich dürre Bäume in den Fels, blasse Nadeln fangen das Licht Amaterasus ein und ein feiner Duft geht von ihnen aus. Und dann und wann, blühen an bemosten Steinen purpur-rote Blüten. Die Samurai stehen nicht einmal annähernd an höhster Stelle. Nach Norden blickend, kann man die Bergspitzen sehen, die den Göttern selbst als Thron dienen könnten, bedeckt von leuchtend weißem Schnee, der selbst im Sommer nicht schmilzt. Irgendwo dort droben, liegen die großen Schlösser der Drachen und ihre Mönchskloser, uralt, voll mit Wissen.
Toku ist bereits weitergegangen, auf den Ballen seiner Füße gehend, die Nase nur ein paar Handbreit über dem Boden wirkt er wie ein Panther der seine Beute wittert.
"Ich spüre Magie, Toku!" entfährt es Uichi. Knurrend wie ein Hund hebt dieser den Kopf in die Richtung in die sein Bruder weist.
"Lass uns beten, das wir da sind bevor er irgendwelcher Oni beschworen hat!"
Im Eilschritt springen sie nun von Stein zu Stein über zum Teil hundert Ri tiefe Klippen. Die Wolken künden von einem Schauer, der bald heraufziehen wird und die frische Luft verwandelt sich langsam in kalter Hauch.
Gegen Abend hat sich der Himmel verdunkelt, doch nicht nur weil die Sonne tiefer gesunken, sonder auch der Himmel von blau-grauen Wolken durchzugen ist. Eisikes blau kennzeichnet Wolkengebilde in denen die Götter eifrig arbeiten. Schon bald wird es Regnen.
Die Gruppe hat inzwischen eine schmale Schlucht erreicht, durch die sich ein schmutziger Bach zieht. Die Wände der Schlucht sind sehr hoch und der Himmel ist kaum zu erblicken. Dunkle Löcher blicken wie dunkle Augen auf die Reisenden hinunter. Was sich wohl dahinter verbirgt?
"Er ist hier lang gelaufen. An seiner Schrittweite möchte ich meinen dass er mindestens 25 Ri pro Stunde rennt. Der Bastard hat eine Ausdauer wie ein Pferd." sagt Toku während er die Spuren am Rande des Baches untersucht. So sehr sich Kayoto auch anstrengt, die Spuren sind für ihn kaum sichtbar. Der Hauch eines Fußabdrucks lässt sich für ihn nur mit viel Mühe und Geduld erkennen. Toku weiss was er tut.
"Sieh nur Toku." meldet sich Uichi, der einige Ri weiter steht. Die beiden zurückgebliebenen nähern sich der Stelle des deutenden und erblicken etwas sonderbares. An einem Stock der aufrecht in den Boden gerammt wurde, befindet sich der fast komplett verweste Kopf von irgendetwas. Darunter hängen einzelne Knochenglieder und Federn.
Der Donner im Himmel unterstreicht die Nervosität die sich bei den Reisenden breit macht.
"Weiter." lautet Tokus murmelnde Antwort.

Dunkle Höhlen, tiefe Schächte aus schwarzem Nichts blicken anklagend auf die Samurai. 'Ihr habt hier nichts verloren' scheinen sie zu flüstern. Der aufgekommene Wind fliegt durch die Schlucht und erzeugt wunderliche Geräusche, von denen man nicht weiß ob sie auch tatsächlich vom Wind stammen. Knochensplitter und Totenköpfe von Tieren zieren immer mehr den Boden. Alle hallten ihre Hände an den Katanas. Ein gröllendes Geräusch fährt durch die Schlucht, wie von rasselndem Gestein, abgelöst durch das hohe Pfeiffen des Windes. Dann ein Donnergrollen und endlich setzt der Regen ein.
Die verdreckten und tropfenden Gesichter der Brüder blicken verärgert zu Kayoto. Es ist alles seine Schuld. Wäre er nicht, könnten sie jetzt entspannt einen Saké im Teehaus trinken. Wenn es nicht abgebrannt wäre.
Wieder dieses Grölen, abgelöst vom Wind. Der Bach fließt inzwischen einige stufenförmige Steine hinunter und sammelt sich in einem kleinen Becken, verstopft von toten Pflanzen und Steinchen. Eine Gesteinsformation bildet ein provisorisches Dach über den Wanderern. Tiefe Schatten liegen darin vergraben. Doch müssen sie durch, um weiter zu kommen.
Blitzende Augen starren sie aus der Dunkelheit an. Toku und Uichi gehen langsam weiter, als ob sie es nicht bemerkt hätten, doch ziehen sie vorsichtig ihre Schwerter. Nun kommen die Augen Näher, auch Kayoto zieht sein Schwert. Nun fällt das Licht eines Blitzes auf das Gesicht des Neuankömmlings. Das graue, narbige Gesicht einer knapp 3 Ri großen Kratur, deren Hauer aus den Mundwinkeln treten. Ein wneig Stoff bedeckt nur zum Teil seine Blöße, ein schwerer Baumstumpf hällt er in der Hand. Auch hier sind einige Totems zu erkennen.
"Wir sind am Ziel." tropft es Toku von den Lippen. Rauh und knurrend klingt seine Stimme.
Die Beiden heben die Schwerter in Richtung der Bestie, mit einem annähernd menschlichen, wenn auch etwas verkrümmten Äußeren.
"Er ist dort drinnen." bestätigt Uichi leise. Die Bestie mustert sie immer noch mit schiefem Kopf, macht aber keine Anstallten irgendetwas zu tun.
"Was jetzt?" fragt Kayoto.
"Wir müssen dort hinein, wenn wir ihn kriegen wollen." antwortet Uichi gelassen.
Doch seine Gelassenheit rührt nicht daher dass er den Gegner nicht respektiert, sondern das er sich zum Kampf bereit macht. Eisige Ruhe legt sich in die Augen der Beiden Hexenjäger. Auch ein Zeichen für Kayoto.

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Di 09 Nov 2010, 19:51

*Dieser Threat scheint tot zu sein....vielleicht sollte mal jemand ihn mit einem Stock anpiecken um zu sehen ob er sich rührt...oder atmet...oder furzt oder was weiß ich... scratch *

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Duncan am Do 30 Dez 2010, 02:37

Die Katanas der Hexer flimmern durch die Luft als einer Links, der andere Rechts angreifft. Die scharfen Schwerter schneiden in das speckige Fleisch des Ogers hinein, doch es rinnt kaum Blut. Das Biest blickt mit einem fast schon lächerlichen Blick auf seine beiden Arme, die rote Schnitte tragen. Dann stürmt Kayoto vor und sticht mit seinem Schwert zu. Die spitze seiner Klinge versinkt in dem Bein des Monsters, etwa drei Finger tief.
Nun blickt Es an sich herab an der Stelle wo Kayotos Klinge steckt, dann erfasst es den Verursacher. Ein fürchterlicher Schrei entrinnt seiner Kehle und er holt mit einem baumstammdicken Arm aus um Kayoto von sich zu schleudern. Der junge Ronin fliegt mehrere Schritt weit und landet schmerzvoll auf seinem Hintern.
Inzwischen dreschen die beiden Hexenjäger wie wild auf das Vieh ein, welches ebenso wild um sich schlägt. Kayoto kriecht zu seinem Schwert um es aufzuheben, wärend nur wenige Meter neben ihm ein felsgroßes Ding Steine aus dem Berg schlägt. Endlich bringt er das Schwert zu fassen, während Steine auf ihn hiabrieseln und beteiligt sich am Kampf. Uichi wird als nächstes von den Beinen geholt und als der Oger zum Endschlag ansetzt, fährt Kayoto mit seiner Klinge in die Armbeuge des Untiers. Es lässt ab und wendet sich ihm zu. Drei mal schlägt es daneben, drei mal fügt ihm Kayoto leichte Schnitte zu.
"Seine Haut ist zu dick Samurai! Sucht euch Schwachstellen!" brüllt einer der Jäger.
Erneut fegt der Arm der Bestie über Kayotos Kopf hinweg und landet im Stein. Kayoto nutzt geistesgegenwärtig die Chance und steigt auf einen Stein, dann auf den Arm des Monsters und springt auf sein widerwärtiges Gesicht zu.
Sein Katana sollte mitten durch das Auge fahren, doch stattdessen gleitet es an der dicken Hornhaut ab und schneidet ihm quer über die Nase und hinab in eines seiner vorstehenden Fänge. Kayoto landet ungeschickt hinter dem Ding und rollt sich ab, während Uichi sein Katana in die Kniekehle des Tiers rammt.
Wütendes Brüllen verwandelt sich in panische Angstschreie und das Ding stürzt an den Samurai vorbei, weg von der Höhle in prassenden Regen und unbekannte Schluchten.
Es ist vorbei. Zumindest für den Moment.

"Ist jemand verletzt?" keucht Toku.
"Iyé, Samurai-san." krächzt Uichi zur Antwort und nickt Kayoto zu.
"Das war ganz schön gewagt, Ronin. Du hast Feuer im Blut."
Kayoto bringt nur ein verschwitztes Nicken zu Stande.
Toku klopft seinem Waffenbruder und dann dem Ronin auf den Rücken.
"Sag, hast du so was schon mal gemacht? Oder hast du etwa gedient?"
Kayoto schüttelt nur den Kopf und antwortet: "Beim Sturm auf ein Schloß der Kraniche musste ich mal von einer Zinne in den Hof springen, aber das war was anderes."
Die beiden Männer grinsen wissend und säubern ihre Schwerter.
"Nun dann gedenkst du vielleicht mal bei der Inquisition zu dienen. Wir sind nicht so Vorurteil behaftet wie der Löwe."
Der Regen ist inzwischen sehr stark, so dass man kaum die Hand vor Augen sehen kann.
Endlich betreten sie die Höhle.

*System: Wurf auf Wahrnehmung bitte (bzw. das Äquivalent dazu) Beschreib auch ruhig deine Gefühle.*

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Re: Frühling und Sommer 1126

Beitrag von Tobi am Mo 24 Jan 2011, 10:21

Ein Lob. Das ist alles, was ich im Moment denken kann. Habe ich doch einmal etwas richtig gemacht? Schnell verliere ich mich in Gedanken. Vielleicht habe ich doch eine bessere Zukunft vor mir...
Toku weckt mich aus der Träumerei: "He, Kayoto-san. Wir müssen weiter! Konzentrier dich!"
Konzentration. Ja. Ich werde beweisen, dass ich nicht wertlos bin. Ich habe viel gelernt in den letzten Schlachten. Die Inquisition? Ich muss mich mehr informieren. Wenn mein Vater mich jetzt sehen könnte...
"Kayoto! Komm endlich! Oder sollen wir dich tragen?"
"Ich komme!"

*Habe meine Werte nicht da. Nehmen wir mal an ich habe es nicht geschafft?*

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