Der Herbst 1126

Seite 1 von 11 1, 2, 3 ... 9, 10, 11  Weiter

Nach unten

Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Do 17 März 2011, 16:23

Das Jahr 1126
Im Monat des Hundes.


Drei Samurai reiten der untergehenden Sonne entgegen. Shinjo Njan, Shinjo Yu-Pan und Otaku Kiku schwenken auf die Kaiserliche Straße nach Toshi Kaeru ein. Die Wolken ziehen schnell über sie hinweg und blass blinzelt die Sonne ein letztes Mal hinter den Bergen in Westen. Dann breitet sich das Zwielicht wie ein Leichentuch über das weite Feld aus hohem Gras und der kalte Wind weht zwischen den Halmen sein stilles Lied.

In der Ferne können die Samurai sehen, wie kleine Lichter entzündet werden und das Schloß im hellen Licht erstrahl. Sie ist nicht mehr fern.



Sie reiten an kleinen Menschen mit Karren vorbei, die sich artig vor den Samurai verbeugen als sie an ihnen vorbeipreschen und dann hurtig die Karren wieder aufnehmen und zur Stadt zu eilen, da sie die Dunkelheit nicht überraschen soll. Vögelschwärme ziehen gen Süden in die Lande der Krabbe und des Kranichs. Die Pferde schnaufen vom anstrengenden Ritt und auch die drei Samurai verspüren, wie sich die Müdigkeit auf ihre Augen senkt.

Eine Horde Reiter kommt ihnen entgegen. Kaum beachtend, ziehen sie durch das Gras an den Dreien vorbei und reiten nach Osten, dem Schlachtfeld entgegen, an den Grenzen zu den Löwen.



Die Stadt ragt nun groß über ihnen auf und der Fluß fließt still und klar seinen Weg durch die Stadt, wieder hinaus ins Feld, wo die letzten Mücken schwerfällig über das Wasser summen und Frösche nach ihnen schnappen.
Eine Horde Ashigaru steht mit erhobenen Yari vor der Stadt und empfängt Befehle von einem Taisen.



Nur wenige Blicken zu den Reitern, die durch das Tor in die Stadt reiten, dann ziehen auch sie nach Osten. Vor dem Tor endlich, werden sie aufgehalten. Zwei streng aussehende Metsuke (Inspektoren) halten die drei an.
Nach einer strengen überprüfung die Kiku trotz ihrer Übermüdung fast zur Weißglut treibt, wird ihnen Einlass gewährt. Sie reiten die lange Straße zum Schloß hinauf. Diener nehmen sie in Empfang und führen ihre Pferde sogleich zum Stall. Die Samurai werden von einem Kammerdiener unter eiligen Verbeugungen zum Empfangssaal geführt. Überall stehen schwer bewaffnete Wachen. Eine Unruhe ist zu spüren, die sich durch alle Gesichter schleicht. Die Samurai möchten zuerst ihre Pflicht erledigen, bevor sie sich etwas Ruhe gönnen.

Ein Mann erwartet sie, strenger Blick, Samuraiknoten, purpurner Kimono. Die drei verbeugen sich artig und knien sich hin. Er scheint gehezt und nicht besonders aufgelegt für unwesentliches.
"Ich bin Otaku Buraij, Karô des ehrenwerten Daimyos Otaku Haruto. Wer seid ihr und was wollt ihr?"

*SL: Am besten ihr stellt euch vor und erzählt was passiert ist. Wenn ihr fragt was los ist, wimmelt er erst mal ab und der Daimyo ist nicht zu sprechen, weil er sich nicht wohl fühlt. Er ist nur minder Beeindruckt von den Problemen im Dorf und beim Oni hebt er mal kurz etwas überrascht die Augenbrauen, mit einem Zweifelhaften Blick. Er lässt Eta kommen, die den Kopf abholen sollen und erst einmal wegbringen werden. Wenn er echt ist, bekommt ihr ihn präpariert wieder. Danach übernehme wieder ich.*


Zuletzt von Duncan am So 01 Mai 2011, 18:38 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Sa 19 März 2011, 17:59

Ich lasse Kiku mit ihrer Vorstellung den Vortritt, zusätzlich will ich sie nicht reizen … zumindest nicht im Moment. Dann folge ich mit meiner Vorstellung und anschließend Yu-Pan. Keiner von den beiden scheint vorzuhaben, über unser Ereignis zu berichten, so trete ich erneut vor.

„Vor zwei Tagen ritten wir im Auftrag des allerehrenwertesten Khans gen Mura nisa Kawa Nemu. Wir hatten den Auftrag seltsame Vorkommnisse zu untersuchen, mit denen ich bereits vor einiger Zeit in Berührung kam. Ketzerische Umtriebe auf den Ländereien eures ehrenwerten Daimyos. Ich bin mir gewiss ihr wurdet bereits über das lästerliche Ritual unterrichtet, welches ich die Ehre hatte zu beenden?“ Der Buraij nickt und bedeutet mir mit einer gelangweilten Handbewegung weiter zu sprechen. „Wir kamen in das Dorf und uns wurde Unterkunft im Haupthaus gewährt. Schlaf blieb uns allerdings verwehrt… Otaku Karô- sama, ich bin mir sicher der ehrenwehrte Otaku-Haruto würde gerne erfahren, was wir in dieser Nacht sahen.“ – „Shinjo Njan-san, ich denke ihr werdet wohl mit mir vorlieb nehmen müssen. Der Daimyo fühlt sich nicht wohl, ich werde ihn vertreten, bis er wieder genesen ist.“ – Ich lege leicht resigniert die Stirn in Falten. Er fühlt sich nicht wohl…Was für ein Schlappschwanz: „ Nun gut. In der Nacht verließ ich das Gasthaus um den heidnischen Schrein noch einmal unter Augenschein zu nehmen, mir fielen allerdings keine Veränderungen auf, so kehrte ich zurück ins Dorf. Auf dem Dorfplatz sah ich einen einzelnen Bauern mit gesengtem Kopf. Ich fragte ihn was los sei, er sprach mich respektlos an und ich konnte erkennen, dass sein Gesicht eine widerliche Fratze des Zerfalls war. Ich tötete ihn ohne Probleme. Er war jedoch nicht die einzige seiner Art. Dutzende dieser verfluchten Kreaturen überschwemmten das Haupthaus. Trotz ihrer großen Zahl hielten wir jedoch Stand und vernichteten alle Angreifer. Als der Angriff vorüber war, durchsuchten wir das Dorf und fanden im Keller des Haupthauses einen seltsamen Jungen -Wir haben ihn mit und genommen- angekettet in einem Raum von unsäglicher Ketzerei. Unheiliges Blut begann den Boden zu überziehen und erweckte die hingeschlachteten und verstümmelten Leichen der Dorfbewohner zum Leben. In letzter Minute gelang es mir den Jungen zu befreien. Wir verließen das Haus und nahmen, wie uns der Junge riet, den Weg zum Schrein.
Als wir dort ankamen, hatte der, der der Anführer der Ketzer sein musste, inmitten seiner verderbten und entstellten Anhänger bereits ein Ritual begonnen. Er entweihte eine Art Ei und ihm Entstieg eine Abscheulichkeit, ein ekelhafter Oni. Ich entfalte die Decke, und lege sie dem Buraij zu Füßen. In dem erbärmlichen Gestank, der sich ausbreitet, stiert ihm mit gefletschten Zähnen die Fratze des Onis entgegen.
Der Buraji weicht leicht erschrocken zurück und winkt dann mit gehobenen Augenbrauen einen Diener herbei: „Lass überprüfen ob das echt ist und sorge dafür, dass es aufhört so grauenhaft zu stinken. “ Der Diener verbeugt sich, hebt die Decke mit spitzen Fingern auf und eilt davon. „Wenn es tatsächlich das ist, was es zu sein scheint, werdet ihr es zurück erhalten.“ Ich nicke schicksalsergeben und fahre fort: „Wir alle drei kämpften bis zum Ende unserer Kräfte. Als alles fast verloren schien und uns der Oni bereits schwer zugesetzt hatte, gelang Otaku Kiku-san der letzte Streich und sie rammte dem Ungetüm das Schwert in den Leib.“
Was dann geschah erscheint mir noch, als sei es ein Traum gewesen: vor dem Altar erhob sich aus der Erde eine Kreatur die uralt schien. Der Junge sprach in ihrer Sprache und rief sie, so wie es aussah aus der Erde hervor. Sie sagte, voller Bedauern, das Ei des Friedens sei zerbrochen und Schatten würden aufziehen. Fu-Leng würde gegen das Reich marschieren, er sei erwacht. Die Kreatur meinte noch, die Naga würden sich erheben und verschwand erneut in der Erde. Wir verarzteten unsere Wunden, sandten Nachricht an den Khan und ritten gen Toshi sano Kanemochi Kaeru. Nun stehen wir also vor euch.“

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Sa 19 März 2011, 20:47

Der Karô wendet seinen Kopf zu den Damen und fragt: "Könnt ihr die Geschichte so bestätigen, Samurai-ko?"
Nach Bestätigung suchend, blickt Njan ebenfalls zu seinen Begleiterinnen und erstarrt. Aschfahle Gesichter starren geschockt gerade aus und suchen nach Worten. Endlich, fasst sich Kiku und verbeugt sich tief vor dem Karô während sie antwortet:
"Verzeiht mein Herr die Geradlinigkeit des Shinjos, aber er hatte eine anstrengende Reise und hätte Beinahe sein Leben gelassen. Mein Name ist Otaku Kiku, ehrenwerter Karô, Tochter der ehrenwerten Otaku Sakura, Daimyo der nördlichen Provinz und das hier sind Shinjo Njan und Shinjo Yu-Pan, Samurai unter dem Kommando von Shinjo Ruas, dem ehrenwerten Karô des Khan und dem Daimyo der Shinjo."
Nun verbeugt sich auch Yu-Pan noch einmal sehr tief, geistesgegenwärtig schließt sich auch Njan an.
"Die Geschichte wie sie Shinjo Njan erzählt ist im großen und ganzen Richtig, bis auf die Tatsache dass nicht Ich den tödlichen Streich führen durfte sondern meine Schwertschwester Shinjo Yu-Pan. Es muss ihrem Bruder wohl im Eifer der Erzählung entschlüpft sein."
Missbilligend verengt der Karô die Augen und mustert Njan, während beide Frauen weiterhin den Kopf gesenkt haben. Nach kurzem schnalzen spricht er endlich:
"Ihr habt eure Arbeit sehr gut gemacht, der Daimyo wird zufrieden sein. Ich werde dem Karô des Khan eine Nachricht zukommen lassen, über euren Erfolg, aber auch über die Redeweise seines Sohnes und sein unehrenhaftes Verhalten. Eure Mutter wird ebenfalls informiert, Kiku-san, ihr dürft stolz auf euch sein. Ihr Yu-pan-san werdet den Kopf präpariert zurück bekommen auf das er an euren herausragenden Mut erinnert. Desweiteren sollt ihr alle drei neue Rüstungen bekommen und wenn nötig neue Waffen. Eure ruhmreiche Mission wird am Hof sicherlich Aufmerksamkeit erregen."
Er macht eine kurze Pause und sieht jeden noch einmal an. "Ihr dürft euch erheben Samurai! Ihr könnt nun dem Diener in eure Gemächer folgen. Zieht euch um und erholt euch von der Reise. Ich habe noch ein paar Aufgaben für euch, aber die bekommt ihr morgen. Meine offizielle Pflicht lautet Shinjo Njan nach erledigter Aufgabe zum Wachturm über den Schattenlanden zu schicken, sofern er nicht mehr gebraucht wird. Ich werde mir sorgfälltig überlegen, ob ich ihn in diesem unehrenhaften Zustand gehen lasse und die Schande die er heute seiner Familie gemacht hat berichte, oder ob ich ihn noch Aufgaben übernehmen lasse um sich zumindest teilweise von dieser Schmach rein zu waschen. Kiku-san ich ernenne euch zur Verantwortlichen über diese Beiden, während ihrer Aufenthaltes in der Stadt. Achtet darauf, dass er nicht noch mehr Schande über sich selbst und seinen Clan bringt, denn das würde den Ruhm den seine Schwester ihm gebracht hat trüben. Ihr dürft gehen."

Der Karô winkt mit der Hand und wieder verbeugen sich die Samurai und gehen hinaus. Ein Diener erwartet sie und bringt sie in einen Flügel des Palastes, in private Zimmer. Es ist nun vollends Nacht und tausende kleine Lampen erhellen die Mauern und die Stadt. Ashigaru patroullieren an den Mauern und in den Straßen und das Zirpen der Grillen ist bis hinauf zum Schloß zu hören.
"Wenn ihr wollt, edler Samurai, können wir euch noch ein Bad herrichten, das ihr euch vom Schmutz der Reise reinwascht."
Warum klingt reinwaschen für Njan im Augenblick nach einer ganz ausgezeichneten Idee? Seine Stimmung ist im Eimer.

*System:
1. Abzug von Ehrepunkte durch unehrenhafte Taten (nach Buch): Vertrauen missbraucht: -4; Etikette verletzt: -3; Beim Lügen erwischt(auch wenn unabsichtlich): -3; (-10)

2. Ruhmverlust: Verlust von Ehre: -10; öffentlicher Tadel: 4,7 - [dein Ruhmrang] = X Ruhmverlust; Freches Benehmen: -2; (Anmerkung: Du ziehst erst 10 Ruhm ab, dann rechnest du 4,7 minus deinen neuen Ruhmrang und das Ergebnis ziehst du wiederrum von deinem Ruhm ab und dann noch mal -2.)

3. Dann eine Prüfung auf Selbstbeherrschung (bzw. Ehre [nach Abzug deines Verlustes]) ob du dein Gesicht wahren kannst und nicht total auseinander fällst vor Schreck. Wenn du es nicht schaffst, verlierst du noch mal -2 Ehre und -1 Ruhm.

Wenn du auf diese Weise alle deine temporären Ruhmpunkte verlierst, sinkt automatisch der Rang um 1 und du hast wieder volle 10 Punkte. Dann wird weiter abgezogen, bis du alle Verluste berechnet hast. Du kannst auf diese Weise durchaus auch auf 0 Ehre/Ruhm fallen. Bitte gib deine neuen Ränge im nächsten Eintrag an oder informiere mich per Skype. Dieses System zeigt deutlich, wie äußerst pingelig die Rokuganer mit Ehre und Benehmen sind und auf diese Weise kann man auch auf nur wenige Minuten alles wofür man gearbeitet hat zunichte machen. Tut mir ehrlich Leid für dich.*

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 20 März 2011, 16:09

*Ich bin damit nicht einverstanden:

Wegen meinem etwas angekotzten Verhalten, kannst du mich gerne rügen, das ist mein Char.
Zum Rest habe ich folgendes zu sagen.

Ich habe die ganze Zeit gedacht, Kiku hätte den tödlichen Streich geführt, ich habe an dieser Stelle Yu-Pan überlesen und mich beim niederschreiben falsch erinnert. (Du hättest mich da vorher wirklich nochmal fragen können ob ich ganz sicher bin. Du weißt es ja selbst, wie es ist wenn man sich irgendwo verlesen hat und von völlig falschen Tatsachen ausgeht.) Mein Charakter weiß das intime besser und würde es auf keinen Fall vergessen, dass es Yu-Pan, die Ehre gebührt. Ich würde sie ihr sowieso lieber zugestehen und habe kein Bedürfnis, Kiku hier irgendwie besser hinzustellen.

Außerdem habe ich mich vorgestellt, ich hatte nur keine Lust auf diese ewige rumgeschreibe. Wenn ich mir das nicht alles rausklauben wollte, ist wohl verständlich. Du hast ja selbst oft genug keine Lust die alten Einträge zu durchforsten :

"Ich lasse Kiku mit ihrer Vorstellung den Vortritt, zusätzlich will ich sie nicht reizen … zumindest nicht im Moment. Dann folge ich mit meiner Vorstellung und anschließend Yu-Pan. Keiner von den beiden scheint vorzuhaben, über unser Ereignis zu berichten, so trete ich erneut vor."

Nachdem ich mich beim Khan schon so saublöd angestellt habe, werde ich jetzt auf jeden Fall vorsichtiger sein und die Sache korrekt wiedergeben. Das ist nicht die WoD Teo, sondern ein System in dem du mir auch mal einen Triumph gönnen oder bei nem Verschreiber (einem falschen Wort) ein Auge zudrücken kannst.

Wenn du dabei bleibst, weiß ich nicht mehr, was ich mit dem Charakter machen soll. Ich weiß nicht ob er überhaupt noch in irgendeiner Weise Bock hat und sich nicht lieber irgendwohin verpisst. Dann hättest du ihn ja da wo du ihn haben willst: Als Ronin. *

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am So 20 März 2011, 17:54

*SL: Hm, stimmt, als Ronin würde er mir sehr zu pass kommen. Aber der letzte Eintrag war auch ein kleiner Wachrüttler für dich. Du musst äußerst vorsichtig sein wenn du zu Höherrangigen sprichst und in einer Kultur in der Auftreten alles ist, musst dich stehts von der besten Seite präsentieren und das tun, was nicht für dich, sondern für deine Familie und deinen Clan gut ist.

Dein ganzes Denken und Auftreten in diesem Eintrag ist aggressiv und forsch gewesen, also dachte ich mir lass mal die Warnungen weg, er weiß scheinbar was er tut und lass ihn mal gleich die Konsequenzen sehen, die so etwas (auch nur der Kleinste Fehler) mit sich bringen kann. Manche hätte gesagt, dein Auftreten und deine Fehler waren schlimm genug um Seppukku von dir zu fordern, weil du deine Familie entehrt hast. Ich war der Ansicht, als Anfänger in diesem System, darf man sich solche Fehler schon mal leisten. Die Abzüge die du bekommen hast, waren auf deinen Clan zugeschnitten. In anderen Fällen wie z.B. Lion oder Crane, hättest du weit mehr verloren.

Ich empfehle dir dringend, dich mal etwas mit der Kultur auseinander zu setzen. Lies mal ein gutes Buch aus der Richtung (wie z.B. Shogun), oder seh dir mal Filme zu dem Thema an. Wenn dus besonders kurz haben willst, solltest du einfach den Abschnitt dazu im Regelwerk lesen.
Ich nehme an, dass es bei dir deshalb so schief gelaufen ist weil du einen schlechten Tag hattest, oder nicht in der Stimmung (was ich schade finde, weil ich mir wirklich Mühe gegeben habe diese richtig rüber zu bringen) und sich das eben in deinem forschen Text wiederspiegelt.

Das Yu-Pan den finalen Schlag gemacht hat dachte ich wäre auch gut rüber gekommen, schließlich hat sie noch einen coolen Actionman Spruch wie aus einem zweitklassiger Schwarzenegger oder Stalone -Film losgelassen, bevor sie es gekillt hat.
Aber ich hatte mich tatsächlich gewundert, wie du das vergessen haben konntest...

Zur Verbesserung:

1. Du willst keine alten einträge durchforsten. Das ist verständlich, darauf habe ich auch keine Lust. Nur das ich für den ersten Eintrag und für den darauffolgenden mit der Rügung jeweils etwa Eine Stunde zugebracht hatte, bis ich alle grammatischen, regeltechnischen und narrativen Fehler/Quellen/Stile herausgesucht hatte um ein möglichst beispielhaftes Stück zu vollbringen. Leider kann man da nicht immer aus und manchmal muss man etwas zurück blättern. Es ist nervig, aber auch hilfreich.

Aber, wenn du mal tatsächlich nicht die Zeit hast nach zu sehen, oder aber keine Einträge nicht finden kannst (man musste ich lange nach dem Namen deines Vaters suchen...) dann schreib das bitte so hin wie ich auch in anderen Einträgen, wenn mir Quellen fehlen und ich nicht direkt fragen kann: [X,Y,Z bitte vom SL einfügen!]. Das kann ich verstehen, wenn du nich sofort alles parat hast.

Präsentation ist aber wichtig. Jedesmal, wenn du einem neuen Char begegnest, solltest du dir die Zeit nehmen, dich (und evtl. Begleiter) vorzustellen mit allem drum und drann und was du für nötig hällst. Nur so kann ich als SL auch wissen, was du von dir offenbahren möchtest und ob in deiner Vorstellung Ehrehrbietung, Beleidigung, Bedrohung etc. steckt. Wenn du das nächste mal beim Khan oder deinem Vater bist, kannst du gerne auf eine Seitenlange Vorstellung verzichten, besonders wenn man dich kennt. Aber bei neuen Gesichtern ist es Pflicht!

2. Dein Char hat keinen Bock mehr und verpisst sich. Teil der Story (und der Welt Rokugan) ist es nunmal, sich mit Menschen auseinander zu setzen, die man nicht mag, zu denen man aber dennoch freundlich sein muss. Es ist für Jungs wie uns unverständlich, warum man die Inkompetenz eines Anführers nicht einem Höherrangigem melden sollte, statt zu tun was der Idiot sagt und dafür auch noch draufgehen. Unter anderem spielt es eine Rolle, das wir durch a) moderne Denkstrukturen zu Freiheit und Demokratie vorbelastet sind, und b) durch Spiele wie DSA und Vampire zu selbstsüchtigen Individuen gemacht wurden, die nichts mehr hassen, als seine Freiheit zu verlieren. Aber das ist unter anderem Thema der Welt. Stell dir vor du bist ein Camarilla-treuer Vamp und musst die Inkompetenz des Prinzen ertragen, weil du auch nicht die Macht hast, ihn zu stürzen. So ähnlich läuft das auch in Legend. Wenn du den falschen Machthaber auch nur blöd ansiehst, kann es sein dass er dich fertig macht, nach allen Regeln der Kunst. Und du kannst nicht mehr machen, als es demütig hin zu nehem. Das ist der Weg der Samurai, der Diener! Um das zu verstehen, rate ich dir mal dich damit auseinander zu setzen wie oben schon gesagt. Dann fällt es viel leichter.
Aber nebenbei: Ronin haben es auch nicht leichter. Sie zahlen einen hohen Preis für ihre Unabhängigkeit und sind Ausgestoßene der Gesellschaft. Sinn und Zweck der Kampagne ist es auch, zu testen ob du stark genug bist ein Samurai zu sein und auch alles dafür tust, egal wie sehr es ankotzt.

3. Frechheit uns Selbstpräsentation. Was ich zum Teil gut fand, war der Ansatz wie du die Geschichte dem Daimyo vorgebracht hast. Ein Samurai darf ruhig übertreiben, um sich und seinen Daimyo alle Ehre zu machen. Das wird sogar erwartet. Man muss dabei aber auch den Tonfall beachten. Obwohl dein Vortrag durchaus korrekt und aufgeplustert war, schien mir der Ton viel zu selbstgefällig und arrogant. Dies schmählert meist den Gewinn an Ruhm den man bekommt. Schade eigentlich, das hättest du besser können. Gut Vortragen will gelernt sein und wenn du dir mal nicht sicher bist, ob dein von dir verfasster Text auch gewollt rüberkommt, schreib ne Anmerkung und würfle drauf. Aber Frechheit kann auch in sowas reininterpretiert werden, wenn dein Gegebüber das möchte. Ehre und Ruhm sind zwei schwankende Werte und es ist schwer sie zu halten. Man gewinnt nur selten viele Punkte, aber man verliert sehr schnell viele!

4.
Nachdem ich mich beim Khan schon so saublöd angestellt habe, werde ich jetzt auf jeden Fall vorsichtiger sein und die Sache korrekt wiedergeben.

Naja, also korrekt wiedergeben glaube ich dir, aber Vorsicht hast du definitiv nicht an den tag gelegt!

Schlussendlich: Was machen wir nun? Ich denke wir lassen erst einmal den Eintrag stehen als Erinnerung, was passieren kann, wenn man nicht aufpasst, aber wir werten ihn nicht. Ich kennzeichne beide Einträge so, dass man weiß, dass sie Alternative Texte sind, die nicht gelten.

Was lassen wir stehen? Da du jetzt weisst was dir blüht, weisst du auch wie du das vermeidest. Alles korrigieren läuft aber nicht, weil deine Absicht im Text ziemlich klar herüber gekommen ist. Also: Das mit Final-Cut (Yu-Pan) darfst du ändern! Wenn du noch etwas gravierend ändern möchtest, dann frag vorher und wir besprechen das. Ich berechne die Abzüge dann nach deinem neuen Text aufs neue. Das mit dem Vorstellen. Stimmt, das hast du gesagt, aber da du dich kurzgefasst hast, bin ich davon ausgegangen, dass du nur das minimalste sagst. Das werte ich Zukunft auch so, wenn du es nicht anders machst/kennzeichnest. Hierzu modifiziere ich den Text. Ich schlage vor, du kopierst deinen alten Text in eine neue Antwort und veränderst dann, dass wir die alte Vorlage noch haben. Ich antworte dann auf deinen neuen Text. Und wir sehen weiter. Ich werde dich in Zukunft schon ab und zu vorwarnen, wenn mir etwas unverständlich ist, genau wie in den anderen Systemen und so wie ich es auch davor schon gemacht habe. Aber wenn du sehr selbstsicher klingst, gehe ich davon aus, dass du es so meinst (der Eintrag lag ja nicht all zu lang zurück). Aber da das Forenspiel ist, kann man ja immer noch einen Schritt zurück machen, wenns ganz aus dem Ruder läuft. Wink *

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 20 März 2011, 20:09

*Also erst mal danke, dass du mir zugestehst, da noch was zu ändern!

2. Dein Char hat keinen Bock mehr und verpisst sich. Teil der Story (und der Welt Rokugan) ist es nunmal, sich mit Menschen auseinander zu setzen, die man nicht mag, zu denen man aber dennoch freundlich sein muss. – XXD Teil der Story? Teil des verdammten wirklichen Lebens^^

Es folgt der neue Eintrag. Ich versuche ihn etwas geschickter hinzubekommen. Gestern war ich tatsächlich nicht auf der Höhe. Sage mir, wenn dir etwas nicht passt. Ich feile jetzt trotzdem nicht stundenlang an meinem Vortrag, der Charakter hat schließlich zum ersten Mal sowas geleistet und ist zudem ziemlich erschöpft.*

‚Wenn ihr euer Maul schon so gerne aufreißt, dann dürft ihr es jetzt tun. ‘ –So waren Kikus Worte, als wir den Palst betraten. Fein, dann auf in die Schlacht:
Mit gesenktem Kopf beginne ich zu sprechen:
„Ich bin Shinjo Njan, ehrenwerter Karô, Sohn des ehrenwerten Shinjo Ruas-sama, Karô des Khan und Daimyo der Shinjo, auch bin ich Donnerreiter dieses Jahres. Dies sind Otaku Kiku-san, Tochter der ehrenwerten Otaku Sakura, Daimyo der nördlichen Provinz und meine Schwester Shinjo Yu-Pan-san, ebenfalls Tochter des ehrenwerten Shinjo Ruas-sama.

Vor zwei Tagen ritten wir im Auftrag des allerehrenwertesten Khans gen Mura nisa Kawa Nemu. Wir hatten den Auftrag seltsame Vorkommnisse zu untersuchen, mit denen ich bereits vor einiger Zeit in Berührung kam. Ketzerische Umtriebe auf den Ländereien eures ehrenwerten Daimyos. Ich bin mir gewiss ihr wurdet bereits über das lästerliche Ritual unterrichtet, welches ich die Ehre hatte zu beenden?“
Der Karô nickt und bedeutet mir mit einer Handbewegung weiter zu sprechen. „Wir kamen in das Dorf und uns wurde Unterkunft im Haupthaus gewährt. Schlaf blieb uns allerdings verwehrt… Otaku Buraij-sama, ich bin mir sicher der ehrenwehrte Otaku-Haruto-sama würde gerne erfahren, was wir in dieser Nacht sahen.“ – „Shinjo Njan-san, ich denke ihr werdet wohl mit mir vorlieb nehmen müssen. Der Daimyo fühlt sich nicht wohl, ich werde ihn vertreten, bis er wieder genesen ist.“ – Ich lege leicht resigniert die Stirn in Falten, beuge mein Haupt in einer Geste der Demut. Er fühlt sich nicht wohl…Er fühlt sich nicht wohl und ich stehe hier schon fast so Leiche, wie die Kreaturen, die wir hingemetzelt haben…Was für ein Schlappschwanz:

„ Nun gut. In der Nacht verließ ich das Gasthaus um den heidnischen Schrein noch einmal unter Augenschein zu nehmen, mir fielen allerdings keine Veränderungen auf, so kehrte ich zurück ins Dorf. Auf dem Dorfplatz sah ich einen einzelnen Bauern mit gesenktem Kopf. Ich fragte ihn was los sei, er sprach mich über alle Maßen respektlos an und ich konnte erkennen, dass sein Gesicht eine widerliche Fratze des Zerfalls war. Ich tötete ihn ohne Probleme. Er war jedoch nicht die einzige seiner Art. Dutzende dieser verfluchten Kreaturen überschwemmten das Haupthaus. Trotz ihrer großen Zahl hielten wir jedoch, in erbittertem Kampfe Stand und vernichteten alle Angreifer. Es muss die schützende Hand der Ahnen gewesen sein, die uns vor schlimmerem als ein paar Kratzern bewahrte.
Als der Angriff vorüber war, durchsuchten wir das Dorf und fanden im Keller des Haupthauses einen seltsamen Jungen -Wir haben ihn mit uns genommen- angekettet in einem Raum von unsäglicher Ketzerei. Unheiliges Blut begann den Boden zu überziehen und erweckte die hingeschlachteten und verstümmelten Leichen der Dorfbewohner zum Leben. In letzter Minute gelang es mir die morschen Ketten des Jungen aus der Wand zu reißen. Otaku-Kiku-san, hielt uns den Rücken, von den Monstren frei, während wir, ich den Jungen in den Armen, das Haus verließen.
Der Junge reit uns, schnell den Weg zum Schrein im Wald zu nehmen, bevor dieser entweiht würde. Dies taten wir.
Als wir dort ankamen, hatte der, der der Anführer der Ketzer sein musste, inmitten seiner verderbten und entstellten Anhänger bereits ein Ritual begonnen. Ihm gelang es, knapp bevor mein Speer ihn durchbohrte, eine Art Ei zu entweihen. Ihm Entstieg eine Abscheulichkeit, ein ekelhafter Oni.“
Ich entfalte die Decke, und lege sie dem Buraij zu Füßen. In dem erbärmlichen Gestank, der sich ausbreitet, stiert ihm mit gefletschten Zähnen die Fratze des Onis entgegen.
Der Karô weicht leicht erschrocken zurück und winkt dann mit gehobenen Augenbrauen einen Diener herbei: „Sorg dafür, dass das präpariert wird und gib es dann den ehrenwerten Samurai zurück. “ Der Diener verbeugt sich, hebt die Decke mit spitzen Fingern auf und eilt davon. „Fahrt fort, Shinjo-Njan-san.“ Ich nicke müde und gehe weiter in meiner Erzählung: „Der Kampf der folgte, brachte uns geradezu bis an das Ende unserer Kräfte vor allem mein Schwertarm, war bereits müde geworden. Fast schien es mir, der Kampf sei verloren und der Oni hätte mich wohl getötet, wenn nicht meiner Schwester Shinjo Yu-Pan-san den letzten Streich geführt hätt und dem Ungetüm den Kopf abgetrennt hätte. Ihr gebührt die höchste Ehre dieses Kampfes.“ In meiner Stimme liegt, trotz der Erschöpfung Stolz. Erst jetzt wird mir klar, was meine kleine Schwester geleistet hat.
„Was dann geschah erscheint mir noch, als sei es ein Traum gewesen: vor dem Altar erhob sich aus der Erde eine Kreatur die uralt schien. Der Junge sprach in ihrer Sprache und rief sie, so wie es aussah aus der Erde hervor. Sie sagte, voller Bedauern, das Ei des Friedens sei zerbrochen und Schatten würden aufziehen. Fu-Leng würde gegen das Reich marschieren, er sei erwacht. Die Kreatur meinte noch, die Naga würden sich erheben und verschwand erneut in der Erde. Wir verarzteten unsere Wunden, sandten Nachricht an den Khan und ritten gen Toshi sano Kanemochi Kaeru. Nun stehen wir also vor euch, ehrenwerter Karô und erwarten weitere Anweisungen.“

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mo 21 März 2011, 14:33

Der Karô wendet seinen Kopf zu den Damen und fragt: "Könnt ihr die Geschichte so bestätigen, Samurai-ko?"

Beide verbeugen sich. Kiku antwortet:"Hai Karô-sama. Yu-Pan-san und Njan-san haben sich ehrenhaft geschlagen und ihrer Familie alle ehre gemacht. Keine Kreatur der Schattenlande konnte gegen sie bestehen."

Yu-Pan schließt sich ein: "Hai, Karô-sama. Die Geschichte ist wahr. Aber die wirkliche Ehre gebühren meinem Bruder und Kiku-sama, die sowohl die Untoten niederschlachteten, wie auch den Oni schwer verletzten, so das ich den letzten Schlag führen konnte. Meine Schwertschwester erfüllt mich mit besonderen Stolz und mein Bruder genauso."

"Asô! Also hatte Otaku Kiku-san ebenfalls die Ehre einige Streiche gegen das Monster zu führen? Das kam nicht besonders gut heraus, Shinjo Njan! Ihr solltet vielleicht nächstes mal jemand anderen das Sprechen überlassen, oder aber ihr lernt es etwas genauer mit wichtigen und etwas nachlässiger mit unwichtigen Details zu sein. Ich habe nicht die ganze Nacht Zeit."
Er lässt die Rüge eine weile im Raum hängen um ihr Ausdruck zu verleihen.
"Nun gut, dennoch habt ihr eure Aufgabe sehr gut erfllt. Ich werde Samurai und Shugenja schicken um das Dorf zu reinigen. Wenn das stimmt was ihr sagt, müssen wir uns auf das schlimmste gefasst machen. Ich werde dem Khan von euren Taten berichten Samurai. Ihr habt eurer Familie Ehre gebracht."
Er nickt kurz, als Zeichen des Respekts.
"Ihr bekommt neue Rüstungen und Waffen wenn ihr benötigt. Meine offiziellen Befehle lauten: Njan-san zum Shadowlands-Wachposten zu schicken, sobald ich ihn nicht mehr benötige und die beiden Samurai-ko nach Norden zum Schloß der Shinjo schicken. Aber ich habe noch einige Aufgaben für euch, bei denen ihr mir helfen könnt, dazu erst morgen. Ihr dürft euch entfernen. Die Diener werden euch eure Gemächer zeigen. Geht."

Alle drei verbeugen sich noch einmal untertänigst und verlassen dann den Raum, folgen den Bediensteten in ihre jeweiligen, großzügig eingerichteten Zimmer. "Wünscht ihr noch ein Bad, Njan-sama?"
...

*SL: Wesentlich besser der Eintrag. Trotzdem hast du einen kleinen Fehler gemacht. Nicht weiter tragisch, aber du verliest ein wenig Ehre/Ruhm. Keine Angst, du kannst es dir wieder zurück verdienen, aber zur Zeit, muss ich dich wieder auf ein angemessenes Maß hinunterdrücken, da du so hohe Werte hast, dass du sie als Spieler nur schwer umsetzen kannst. Ausserdem hast du sie zu schnell erhalten. [Ja, auch mein Fehler.]

System: Ehre: Vertrauen missbraucht: -2; Beim Lügen erwischt(auch wenn unabsichtlich): -1; (-3)
Ruhm: Verlust von Ehre: -3; öffentlicher Tadel: 4,7 - [dein Ruhmrang nach dem Abzug durch Ehreverlust] = X Ruhmverlust; *

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 21 März 2011, 19:59

„Hai und bring mir Sake.“ Endlich Zeit für Entspannung , endlich Zeit dafür den ganzen Dreck der vergangenen Tage loszuwerden. Ich genieße es, in den Zuber mit warmem Wasser zu steigen, auch wenn einige der Wunden und Schnitte brennen, tut es meinem Körper gut, sich endlich wieder von den Strapazen des Kampfes und der Reise erholen zu können. Der Sake hilft mir die Rüge des Karô zu verdrängen… ‚Aber ich habe noch einige Aufgaben für euch, bei denen ihr mir helfen könnt, dazu erst morgen‘ – Wenn es dir beliebt ehrenwerter Herr, dann muss ich wenigstens nicht sofort in dieses verfluchte Loch von einem Wachposten. Ich bin zufrieden mit mir, verdammt. Ich…Ja in Ordnung wir haben gut gekämpft und ich habe die ganze Sache so erzählt, wie es mir vernünftig erscheint…Was sie wohl mit dem Jungen gemacht haben…Da muss es mich nur gering scheren, wenn einer meint, er müsse mir das verleiden. Ich werde mich bessern, gewiss, dazu sind die Fehler die ich mache da.

Ich verlasse das Wasser und trockne mich ab. Der frische Kimono trägt sich so angenehmer, als meine Rüstung. Ich überlege und dann fasse ich noch einen Entschluss. Heute werde ich sie schlafen lassen, aber morgen…morgen werde ich mit Kiku reden. Ich hab sie gern, verflucht irgendwie habe ich sie gern und ich hasse dieses nerv tötende gegenseitige Angestarre! Bevor ich in den Schlaf sinke huscht noch ein Bild an meinem inneren Auge vorbei…der Duft von Kirschblüten…weiße Haut, schwarzes Haar, rote Lippen. Aikiko, verzeih mir, wenn ich dich enttäusche…Was soll bloß geschehen?

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 22 März 2011, 12:34

Vogelgezwitscher und ein kühler Lufthauch wecken den jungen Shinjo aus seinem erholsamen Schlaf. Samt-warm, streichelt die Sonne über sein Gesicht und kitzelt in der Nase. Dem Sonnenstand nach, dürfte es schon zur Zeit des Drachen sein.
Er erhebt sich, streckt sich und geht zur bereitgestellten Schüssel Wasser um sich zu waschen.

Diener bringen ihm zu essen, Reißbällchen, Gemüse und Tee. Nachdem er sich genug gestärkt hat, tritt er hinaus auf die Veranda, von wo aus er einen guten Blick über die Gärten hat und hinter der Mauer die Stadt. Ein Reiher landet im Teich und beginnt zu fischen. Es ist angenehm warm und sonnig heute und ein laues Lüftchen weht die ersten braunen Blätter von den Bäumen.

Yu-Pan gesellt sich zu ihm, lehnt sich wie er an die Ballustrade und lässt ihren Augen über dieses friedliche Bild schweifen. Ein Bild, das nur hier so stimmt, nicht an den Grenzen zu den Landen des Löwen Clans.
"Das war vielleicht ein Abenteuer, was?"
Sie sieht ihn neckisch von der Seite an.
"Ja, das war es. Verstörend, aber interessant."
Njan wendet ihr den Kopf zu:
"Was meinst du, was dort passiert ist? Wie konnte so etwas böses geschehen?"
Sie schüttelt nur den Kopf: "Ich weiß es nicht, aber es beunruhigt mich. Der Taint der Schattenlande hat hier draußen nichts verloren."

Sie verbringen noch ein weilchen Schweigend nebeneinander, dann erscheint ein Diener und bittet sie, Ihn zu begleiten. Der Karô wartet auf sie.

...

Wieder sitzen sie vor dem Karô, wieder scheint er gehetzt und entnervt. Aber vielleicht ist es ja Besorgnis, die sein Gesicht zeichnet.
Kiku ist nicht zu sehen.
"Ich hoffe ihr habt eine erholsame Nacht verbracht?"
Beide nicken artig und antworten "Hai, Karô-sama. Sehr erholsam, arrigato."
"Gut.Ihr müsst noch eine Weile hier verbringen, bis eure neuen Rüstungen und das Geschenk des Khans hier sind. Derweilen könnt ihr ein paar Aufgaben für den Daimyo erledigen. Wir haben viele Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten auf zu nehmen. Diese brauchen Geleitschutz, gegen Banditen oder schlimmeres.
Ausserdem habe ich noch eine besondere Aufgabe für Njan-san. Ein hiesiger Shugenja braucht einen Champion für ein Duell und ich denke dass das genau das richtige für euch ist.
Für euch Yu-Pan, habe ich ebenfalls eine besondere Aufgabe: Ein Berater von mir braucht einen Yojimbo für eine kleine Erledigung in der Stadt. Hierfür möchte ich aber nur den besten haben. Und das seid ihr. Ihr nehmt diese Aufgaben an?"

...

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 22 März 2011, 13:56

Ja herrlich…Tatsächlich soll das wohl so viel heißen: Ihr sollt euch für jemanden prügeln, der wichtiger ist als ihr…Sollte ich auch mal versuchen. Gut, ich werde das Beste daraus machen und zusehen, dass ich mir Freunde mache.
Ein weiteres Geschenk des Khans? Für eine Strafmission? Das hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Hat er uns vielleicht sogar geschickt, weil er uns - mich - trotz allem für fähig hielt?
Diese Gedanken brauchen nur Sekundenbruchteile. Bedächtig senke ich mein Haupt:
„Hai, natürlich Karô-sama. Euer Vertrauen ehrt mich.“

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Fr 25 März 2011, 12:34

"Als erstes werdet ihr den Shugenja aufsuchen. Sein Name ist Moto Sashi, er bereitet sich im Tempel auf das bevorstehende vor. Sucht ihn auf und bietet ihm euch als Champion an. Ihr habt einen Oni bekämpft und überlebt, also nehme ich an ihr seid Fähig, die Ehre des Mannes zu verteidigen. Yu-Pan, mein Berater erwartet euch. Ein Diener wird euch zu ihm führen. Heute Abend zur Zeit des Affen, findet ihr euch wieder auf dem Schloß ein zur Eskortmission. Dazu müsst ihr fast bis an die Grenezen reiten und dort der anderen Eskorte die Flüchtlinge abnehmen. Ich erwarte dass alle unbeschadet ankommen. Am Tor werdet ihr dann von euren Pflichten entbunden. Ihr dürft gehen."

Beide verbeugen sich, ein Diener nimmt Yu-Pan mit und Njan hohlt seine Sachen aus dem Zimmer. Dann verlässt er das Schloß. Am Burgtor wird er plötzlich von einer kleinen, dürren Gestalt eingeholt, die sich vor ihm verbeugt und offensichtlich zu sprechen wünscht. Njan erkennt den Bauernjungen aus dem Dorf.
"Sprich Junge."
"Herr, da ich jetzt niemanden mehr habe und auch niergendwo hin kann erbitte ich untertänigst die Erlaubnis, euch zu folgen. Ich werde euch ein guter Diener sein, versprochen."
Der Samurai kneift die Augen zusammen, während er überlegt...

Spoiler:
*SL: Der Bauernjunge will sich deiner Gruppe anschließen. Nimmst du an? - Um es mal in Game-Terms zu sagen. Wink

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Fr 25 März 2011, 17:54

Ein guter Diener? Dieser Junge ist irgendwie eigenartig, dieses „Gespräch“ mit dem Schlangenmenschen...Diese komischen fremden Zungen, die er beherrscht. Aber er scheint mir ein kluger Bursche zu sein und er kann gut mit Kräutern umgehen und die Aussicht auf einen persönlichen Diener einfach irgendwie interessant. Wahrscheinlich werde ich diese Entscheidung noch irgendwann bereuen…Ich lächle:
„Gut, du kannst mich begleiten. Du musst dir bei der ganzen Sache allerdings im Klaren sein, dass mein Leben in Zukunft wohl ziemlich gefährlich sein wird…Wie ist eigentlich dein Name.“ Ich setze ich meinen Weg zum Tempel fort, so schnell,dass mein neuer Diener Schritt halten kann.

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am So 27 März 2011, 15:15

Der Junge verbeugt sich tief, während er gleichzeitig versucht Schritt zu halten.
"Mein Name ist Daisuke, Herr."
"Gut Daisuke. Wir gehen jetzt zum Tempel."

In der Stadt herrscht reges Treiben und auch wenn die Passanten breitwillig aus dem Weg springen und versuchen im Vorbeirennen sich zu verbeugen, so ist dennoch kaum Platz. Es ist Erntezeit und die Straßen sind voller Ochsen die Karren mit Reis, Hirse, Weizen, Soja und Gerste. Die kleinen Stände an den Häusern bieten frischen Flußfisch an, Süßwasser-Krabben und Muscheln, einige Früchte aus der Umgebung, Beeren und Pilze. Der Duft von frisch gekochtem Tee mischt sich mit dem penetrantem Gestank von Fischinnereien und Abfall. Der frische Wind weht die Gerüche der Straße selbst bis zum Schloß.
Dann mischt sich ein neuer Geruch hinzu, während Njan und Daisuke sich durch die Menge quälen: Weihrauch. Noch ein kleiner Hügel, ein paar kleine Gärten und Statuetten, dann ragt ein hübsches, etwa drei Stockwerke großes Gebäude mit glänzendem Dach vor ihnen auf.
Der Schnitt des Hauses ist viereckig, mit einem spitzen, aber weit auslaufendem Dach, das kupfern glänzt. Bambusrohre sind sorgsam gepflegt aufgestellt und umzäunen das Gelände, auf dem Grünes, frisches Gras wächst. Ein Kieselsteinweg führt zum offenen Eingang dessen schwere, Holzflügeltore weit offen stehen und aus dessen Tiefen die Schwaden aus Weihrauch ziehen. Einige Hinin pflegen sorgsam den Garten und bereiten ihn auf den Winter vor. Die Kieselsteine werden immer wieder kunstvoll mit einem Rechen aufgelockert und glatt gestrichen, so das geschwungene Linien entstehen. Einige Kerzen beleuchten das innere, wenige Sonnenstrahlen verirren sich nach drinnen und zeichnen rauchige Linien durch die Luft. Njan steigt ab, lässt das Pferd bei Daisuke.
"Warte hier."

Leise knirschen die Steine unter seinen Füßen, als er den Weg betritt und sich ins innere des Gebäudes aufmacht. Ein Mönch begrüßt ihn respektvoll im Vorbeigehen.
Das Innere ist weit und groß. Das Gebäude hat nicht drei Stockwerke, sondern ist lediglich so ausladend gebaut. An der Decke und an den vielen Säulen im inneren, sind Bilder gezeichnet von den Reisen des Ki-Rin Clans, den Vorfahren der Einhörner. Auch der große Donner Otaku hat hier seinen Platz. An einer anderen Stelle, weiter hinten im innerern, brennen hunderte von Kerzen in einer Treppenformation aufgestellt, darunter und daneben hängen hunderten von bunten Papierstreifen auf denen Gebete und Worte der Macht geschrieben stehen. Einige Männer knien dort und beten. Direkt gegenüber vom Eingang, ist ein buntes Glasfenster in die Mauer eingelassen, aus dicken Glasscheiben. Der Mosaik zeigt Shinsei, den Begründer der Rokuganischen Religion. Ein kleiner Mann kniet davor, in weiten, purpurnen Roben, sich abhebend von den schlicht gekleideten Mönchen in grau. Njan ist sich fast sicher den richtigen gefunden zu haben.
Njan stellt sich direkt hinter ihm und lässt erkennen, das er da ist.
"Verzeiht bitte, Moto Sashi?"
Der Mann dreht sich um und blickt zu dem Samurai hoch der sich verbeugt. Nun erhebt auch er sich.
"Das ist mein Name, richtig." Auch er verbeugt sich respektvoll. "Und ihr seid?"

Spoiler:
Kannst ein kleines Gespräch schreiben. Der Mann ist freundlich, nicht viel Älter als du und respektvoll. Er erzählt dir, dass ein Junger Samurai von den Shinjo, Shinjo Aori sich ihmgegenüber respektlos verhalten hätte, vor allem gegen religiöse Praktiken. Der Karô meinte, dass der Shinjo von einem Mitglied seiner eigenen Familie zur Vernunft gebracht werden sollte und meinte er würde einen Champion schicken. Es ist kein Kampf auf Leben und Tod, sondern nur bis aufs erste Blut, weil der Shinjo tödliche Beleidigungen gegen die Familie Moto gesrochen hätte, besonders was die Abtrünigen Moto der Schattenlande betrifft (hierbei ist er besonders aufgeregt und kanns kaum über die Lippen bringen, er ist schwer beleidigt). Der Shinjo wiederrum behauptet, der Shugenja hätte ihn als Ketzer beschimpft und sich über die Führung der Shinjo beschwert, was gar nicht wahr ist. So kam es zur Eskalation (wofür sich der Shugenja sehr schämt) und zur Herausforderung zum Duell. Die Genehmigungen sind bereits eingeholt.

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 27 März 2011, 17:08

„Ich bin Shinjo Njan, Sohn des ehrenwerten Shinjo Ruas-sama, Karô des Khan und Daimyo der Shinjo, auch bin ich Donnerreiter dieses Jahres. Ich bin am gestrigen Tage mit meinen Mitstreiterinnen Shinjo Yu-Pan und Otaku-Kiku aus Mura nisa Kawa Nemu zurückgekehrt, wo wir uns neben vielen unheiligen Kreaturen auch einem Oni stellen mussten. Ich hörte ihr, Moto Sashi-san, würdet einen Champion für ein Duell suchen. Es wäre mir eine Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen.“
Der Moto nickt und deutet noch einmal eine respektvolle Verbeugung an: „Mir ist es eine Ehre, Shinjo Njan-san. Ihr seid also einer der Neuankömmlinge. Ich hörte bereits von eurem ehrenhaften Kampf. Ich denke ich hätte mir, besonders den Umständen entsprechend, keinen Besseren wünschen können.“ Fragend sehe ich ihn an, er dürfte kaum viel älter als ich sein: „Den Umständen entsprechend, Moto Sashi-san?“ – „Nun ja, lasst mich euch die ganze Geschichte erzählen. Wollen wir uns dort drüben setzten?“ Ich nicke und wir setzen uns ein wenig abseits nieder um die Betenden nicht zu stören.

Der kleine Shugenja beginnt zu erzählen. Er scheint sich bei der ganzen Sache äußerst unwohl zu fühlen: „Ich muss euch sagen, dass mich der Vorfall, von dem ich euch nun erzähle mit Scham erfüllt, es hätte nicht so weit kommen sollen. Vor kurzem, geriet ich in Streit mit dem jungen Shinjo Aori. Er hatte sich mir äußerst respektlos genähert und spottete über die Art und Weise, wie ich meinen Dienst an den Ahnen und Göttern verrichte.“ Er zögert kurz. Ich nicke ihm zu und fordere ihn so auf weiterzusprechen. Ein junger Hitzkopf also…Werde ich am Ende gegen mich selbst kämpfen? Aber über einen Gläubigen zu spotten, traue ich nicht einmal mir zu.
„Natürlich habe ich geantwortet und wollte ihn von der Falschheit und Frechheit seiner Worte überzeugen, ich verlangte ihm eine Entschuldigung ab, doch er sperrte sich mir. Er ging dazu über, die Moto aufs Schändlichste zu beleidigen und schließlich, schließlich sprach er sogar, er spottete…“ Das Gesicht des Moto nimmt einen interessanten Rotton an. „Verzeiht, Moto Sashi-san, über was spottete er?“ – „Er erwähnte die…die Abtrünnigen unseres Hauses. Versteht ihr? So etwas konnte ich nicht dulden.“ Ich nicke erneut verständnisvoll. „Nun erzählt er überall, ich hätte ihn als Ketzer beschimpft und die Führung eurer Familie angezweifelt. Ich versichere euch tausendmal, dass mir derartiges nie über die Lippen gekommen wäre.“
„Ich verstehe euch sehr gut Moto Sashi-san. Derartige Respektlosigkeit, darf nicht ohne Folge bleiben. Was schwebte euch vor, wie soll das Duell ablaufen? Geht es um Leben und Tod?“ – „Nein, nein. Dieser Streit soll nicht noch weitere Wellen schlagen. Ich wollte niemals, dass es so eskaliert, doch nun gibt es keinen anderen Weg mehr, den ich kenne: Es soll bis zum ersten Blut gehen. Und ich dachte mir, es wäre besonders angemessen, wenn er durch ein Mitglied der eigenen Familie zurechtgewiesen würde. So wäre es mir eine großes Anliegen und ein Privileg, wenn ihr für mich streiten könntet.“ Ich lächle und beuge in einer Geste des Respekts und der Dankbarkeit das Haupt: „Mein Katana soll in dieser Sache das eure sein.“

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mo 28 März 2011, 11:31

"Gut. Ich danke euch. Da Shinjo Aori-san der Herausforderer ist, wird er Zeit und Ort bestimmen. Auch die Waffen wird er wählen. Ich nehme nicht an, dass ihr in Iaijutsu trainiert seid?"
Njan schüttelt den Kopf.
"Dann müsst ihr ihn davon überzeugen, dass eine andere Kampfform besser geeignet ist. Vielleicht ein Duel mit dem Yari, oder dem Bogen. Aber vielleicht seid ihr auch einfach nur schnell und lasst euch auf ein Iaijutsu Duell ein?"
Der Shugenja mustert seinen Champion.

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 28 März 2011, 23:30

Spoiler:
*Iaijutsu ist dieses besondere Duell-Talent ohne das man keine Chance hat, wenn man gegen einen Antritt ders hat oder? (Utagawa Crying or Very sad) Und wenn er fragt, dürfte es der andere wohl haben...*

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 17 Apr 2011, 19:22

Ich blicke einen Moment zu Boden und überlege…Wie kann ich meinen Namen am besten Ehre machen? Da fällt es mir ein: Ich bin der Donnerreiter oder? Entschlossen richte ich mich auf:

„Nun, ich denke ich werde ihm etwas anderes vorschlagen. Die Shinjo sind seit jeher gute Reiter. Ich werde versuchen ihn von einem Duell zu Pferde überzeugen. Wurde ein Zeitpunkt vereinbart, diese Dinge zu klären?“

Fragend blicke ich mein Gegenüber an.

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mo 18 Apr 2011, 19:14

"Nicht bevor ich einen Champion vereinbart habe. Nun seid ihr hier. Ihr geht mit mir zu ihm und wir vereinbaren einen Zeitpunkt."

Beide Samurai sind zufrieden und verlassen den Tempel. Auf der Straße unten wartet Daisuke bei Njans Pferd Akemi und flüstert ihm zu, während er eifrig sein Fell bürstet und ihm liebevoll über die Nase streichelt.
Njan hebt erstaunt eine Augenbraue, Daiskue schreckt zurück.
"Habe ich etwas falsch gemacht Herr?"
"Nein, ich bin nur überrascht dass du so gut mit Akemi auskommst. Normalerweise beisst er andere Leute, wenn sie versuchen ihn zu streicheln."
"Naja, er hat mich gebeten ihn zu kratzen, weil ihn die Flanke gejuckt hat und wo ich schon mal dabei war, hat er gemeint ein wenig bürsten wäre auch nicht schlecht."
Die Samurai blicken mehr als erstaunt.
"Er hat es euch gesagt?"
"Äh, ja."

Njan blickt den Shugenja verständnislos an. Dieser mustert den Jungen eingehend.
"Also, vielleicht steckt ja die Kraft der Kami in ihm. Es kommt vor, dass einige wenige Menschen mit dieser Gabe bereeichert wurden. Vielleicht, hat er ja die Fähigkeiten zum Mönch ausgebildet zu werden?"
Daisuke wirft sich eherenvoll auf den Boden.
"Samurai-sama?"
Njan ist verdutzt: "Ist das euer ernst, Moto Sashi-san?"
"Hai. Wenn ihr wollt, werde ich die Kami befragen und seine Tauglichkeit für euch prüfen lassen, wenn der Kampf vorbei ist."
"Hm, würde dir das gefallen Daisuke?"
"Herr, ich würde lieber bei euch bleiben, immerhin schulde ich euch mein klägliches Leben."
Der Moto Shugenja lächelt sanft: "Nun, er könnte einige Lehren aufschnappen, wenn er einige Zeit im Kloster verbirngt, solange ihr hier seid. Ihr könnt ihn auch in verschiedene Kloster schicken. Ein Mönch zu werden dauert viele Jahre und ist beschwerlich. Nur wenige Individuen zeigen ein so großes Talent, dass sie in wenigen Jahren ein ausgebildeter Mönch werden können. Aber ein Versuch wäre es wert. Er könnte euch sicher gute Dienste leisten."
"Ich werde darüber nachdenken. Aber jetzt suchen wir Shinjo Aori-san. Ich möchte die Sache schnell hinter mich bringen."
"Selbstverständlich."

Sie verlassen gemeinsam das Kloster und machen sich auf zum Schloß. Der Shinjo wartet in einem Teeraum auf sie. Man setzt sich um einen kleinen Tisch herum, auf dem der Samurai gerade eine Teezeremonie abhält. Es wird nicht gesprochen, bis sie beendet ist. Der Duft von frischem Blütentee erfüllt die Luft und selbst diejenigen die nicht an der Zeremonie teilnehmen, verfallen langsam in einen meditativen Zustand. Die Haut beginnt zu kribbeln, angenehm, warm und die Samurai spüren wie die Ruhe in sie hinein fließt. Als der letzte Tropfen getrunken ist und die Tasse den Tisch berührt, fällt der Schleier und die Samurai sind wieder vollends im hier und jetzt.
"Ihr seid also der Champion für Moto Sashi-san?"

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 18 Apr 2011, 20:41

Der Samurai, der mir gegenüber sitzt, ist nicht älter als ich. Seine Haare sind schwarz und zu einem Samuraiknoten zusammengebunden. Ein deutliche Narbe verunziert seine Wange. Derselbe Streich hat augenscheinlich ein Stück des linken Ohres abgetrennt. Er trägt einen bequemen Kimono.
Ich beuge respektvoll das Haupt:
„Hai, Shinjo Aori-san. Ich bin Shinjo-Njan, Sohn des ehrenwerten Shinjo Ruas-sama, Karô des Khan und Daimyo der Shinjo, auch bin ich Donnerreiter dieses Jahres. Ich habe die Ehre dieses Duell für Moto Sashi-san austragen und mich euch stellen zu dürfen.“

Ich wende mich zum Shugenja:
„Moto Sashi-san ich hoffe ihr erlaubt mir Shinjo-Aori san, zunächst noch einmal darum zu bitten, zu berichten, wie der Konflikt zwischen euch von Statten ging?“

Der Moto nickt, während er fahrig die Hände wringt. Er scheint sich in der Nähe seines Konkurrenten sichtlich unwohl zu fühlen.
Ich wende meinen Blick wieder meinem Familienmitglied zu:
„Shinjo-Aori san würdet ihr mir den Gefallen tun?“

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 19 Apr 2011, 20:05

Kurz, knapp, ruppig. Der andere Shinjo verbringt nicht viel Zeit damit, höflich zu sein oder eine bedachte Wortwahl zu benutzen. Während er spricht mustert er sein Gegenüber abschätzig und unverholen. Als er endet ist es fast klar. Aus seiner Sicht, hat er nichts falsches getan, doch seine Worte sprechen eine andere Sprache.

"Habt ihr noch weitere Fragen, Shinjo Njan-san, oder wollen wir nun einen Zeitpunkt vereinabern, damit recht gesprochen werden kann?"

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 19 Apr 2011, 20:20

Gute Götter, der ist ja schlimmer als ich vor fünf Jahren. Ich lächle betont sanft und freundlich: „Shinjo Aori-san, ich denke zunächst sollten wir noch über die Art und Weise sprechen, wie wir uns duellieren wollen.“

Ich lehne mich entspannt zurück: „Unsere Familie hat seit jeher ausgezeichnete Reiter hervor gebracht und ich bin mir sicher, mein Vorschlag ist in eurem Sinne: Ich schlage euch ein Duell zu Pferde vor, als Waffen sollen uns unsere Katana dienen.“

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 19 Apr 2011, 22:04

„Iye, ich kann eurem Wunsch nicht folgen. Ich bestehe auf ein Duell durch Iaijutsu.“ Der Samurai schüttelt heftig den Kopf.

Ich versuche möglichst ruhig zu bleiben und ihn nicht meinerseits auf seine Unhöflichkeit hinzuweisen. Ich verstehe, warum der Moto Satisfaktion gefordert hat:
„In der Tat gibt es mit dieser Art des Duells ein Problem. Ich wurde, so muss ich offen zugeben, niemals in der Kunst des Iaijutsu unterrichtet. So suchte ich nach einer Möglichkeit, auf der wir uns Auge in Auge gegenüber stehen. Ein Kampf zu Pferde, wie es doch der ureigensten Tradition des Clans des Einhorns entspricht, ja gewissermaßen sogar repräsentativ für ihn ist, schien mir also eine angemessene Lösung zu sein. Was ist euer Einwand gegen diese Art des Duells?“

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 20 Apr 2011, 18:50

"Wir tragen ein öffentliches Duell auf, bis zum ersten Blut. Die Regeln verlangen ein Duell der Schwerter. Und da ich der Herausforderer bin, bestehe ich auf Ijajutsu. Ich wurde ebenfalls nie unterrichtet, doch ich reiste lange genug mit einem Kranich um etwas lernen zu können. Etwas, das jeder Samurai können sollte, der Manns genug ist!" dabei sieht er eindringlich den Moto an.
"Mit dieser schwachen Ausrede, Shinjo Njan-san, habt ihr euch gerade nur selbst beschämt."
Angewiedert schüttelt er den Kopf.

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mi 20 Apr 2011, 22:01

Jetzt platzt mir fast der Kragen. Trotzdem versuche ich meine Stimme ruhig und freundlich zu halten:

„Shinjo Aori-san, dies war keine Ausrede. Ich habe lediglich aufrichtig gesprochen. Doch
verstehe ich mit jedem Wort, das eure Lippen verlässt, warum es zu diesem Ärgernis gekommen ist. Wenn ihr also nicht Willens seid, das Duell zu Pferde auszutragen, wie es dem Clan Einhorns und unserer Familie gebührt, wenn ihr nicht gewillt seid euch in dieser Sache zu erklären, so mag ich euch euren Willen lassen und eure Forderung nach einem Duell durch Iajutsu akzeptieren.

Doch lasst euch gesagt sein, auch Etikette und Höflichkeit, Ruhe und Beherrschtheit sind Tugenden, die jedem Samurai zu Eigen sein sollten, auch wenn es manches Mal schwierig sein will, sie zu wahren. Vielleicht werdet ihr ja eines Tages wieder mit den hochgeschätzten Kranichen reisen. Auch diese Tugenden, sollen sie ganz vortrefflich beherrschen.
Wann also, wollt ihr kämpfen, Shinjo Aori-san?“

Ich blicke ihm direkt in die Augen. Dieser Kerl ist nicht einfach nur ungehobelt, er kann nicht einmal aus seinen Fehlern lernen. Ich kann mir vorstellen, wie du enden wirst…

_________________
Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
avatar
Elias
Justikar
Justikar

Anzahl der Beiträge : 2416
Anmeldedatum : 25.09.09
Alter : 27
Ort : Passau

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 20 Apr 2011, 23:01

"Morgen zur Abendstunde, wenn die Sonne die Berge küsst. Ich hoffe, ihr seid bereit! Beim ersten Blut steht der Sieger fest, und das werde bestimmt ich sein. Mögen die Lügen des Moto euch wohl dienen. Ein Narbe wird euch an eure Fehlbarkeit erinnern. Ihr mögt ein Donnerreiter sein, aber für politische Schachzüge, fehlt euch eindeutig der Schneid. Ein gefundenes Fressen bei Hof. Es gibt andere Schlachtfelder, als nur die Steppe. Daran, solltet ihr euch erinnern!"
Er beugt knapp das Haupt und erhebt sich um aus dem Raum zu treten.
"Shinjo Aori-san! Wir müssen das nicht tun. Entschuldigt euch nur und leistet Sühne! Dann soll euch vergeben werden. Mir trachtet nicht nach blutvergießen!"

Spoiler:
SL: Probe: Wahrnehmung + Erkundung. Nenne mir nur dein Ergebnis!

Der andere Shinjo bleibt einen Moment stehen, fast als ob er es sich wirklich überlegen würde. Sein Gesicht dreht sich leicht nach hinten, so das gerade mal ein Auge die beiden Samurai erfassen und er leise über den Rücken sprechen kann.
"Dafür ist mein Vater nicht gestorben. Und wenn es sein muss, folge ich seinem Beispiel."
Dann verlässt er den Raum entgültig, mit sicheren Schritten. Die Schiebetüren ziehen sich hinter ihm zu und der Herausgeforderte und sein Chmapion sind allein.
Moto Sashi murmelt verärgert etwas leises, das Njan kaum verstehen kann. Es hört sich fast an wie: "Also doch."
"Wie bitte?"
"Was? Ach, nichts. Ich sagte wie schade, dass er keinen friedlichen Weg sucht. Ihr seht nun, wie er ist und wie wenig er sich an die Regeln der Höflichkeit hält. Mir bereitet es unbehagen, Shinjo Njan-san, aber ich fürchte er ist zu allem bereit! Es könnte sein dass er euch tötet, nur damit Ich dadurch Seeppuku begehen muss. Seid ihr sicher, dass ihr es immer noch tun wollt? Ich würde verstehen, wenn ihr ablehnt."

Shinjo Njan schüttelt den Kopf. "Ich werde zu meinem Wort stehen."
"Domo arrigato, Samurai! Ihr seid wahrlich ehrenhaft. Wenn ihr wollt, könntet ihr noch zum örtlichen Utaku-Dojo gehen. Dort befinden sich einige Samurai, die das Ijajutsu gelernt haben. Vielleicht werden Sie euch ein paar Ratschläge geben. Für solch kleine Duelle, wollen sie sich leider nicht zur Verfügung stellen."
Nun verbeugt auch der Moto sich und verlässt den Raum. Njan bleibt alleine mit seinen Gedanken. Morgen schon, wird er sein erstes Duell ausfechten. Aber warum fühlt er sich dabei so unwohl? Vielleicht wegen seiner Unerfahrenheit?

_________________
"Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel -
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag' mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Ich HABE keinen Gottkomplex, ich BIN Gott!!! Twisted Evil
avatar
Duncan
Vorsintflutlicher
Vorsintflutlicher

Anzahl der Beiträge : 3314
Anmeldedatum : 25.09.09
Ort : Die Stadt der Oper.

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 1 von 11 1, 2, 3 ... 9, 10, 11  Weiter

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten