Alltag bei IBM

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Alltag bei IBM

Beitrag von Markus am Mi 10 Nov 2010, 13:03

Heyho zusammen!

Ich hatte es schon ewig vor, bin aber nicht dazugekommen. Jetzt hab ich endlich mal die Zeit gefunden einfach mal meine ersten Eindrücke, die ich jetzt in ca 1 Monat bei IBM gewonnen hab. Viel Spaß beim lesen. Über Feedback würde ich mich freun...


BA-Studium bei IBM:

Eigentlich wäre der offizieller Arbeitsbeginn der 1.10.2010 gewesen, doch dieser Freitag wurde seinem Namen gerecht: wir hatten frei. So kanns weitergehen dachten wir uns...
Doch am Montag den 4.10. hieß es dann doch antreten zum ersten Arbeitstag. Fein rausgeputzt im Anzug setzten wir uns pünktlich um 7:40Uhr in die S 1 nach Herrenberg.
Die S-Bahn ist immerhin eine dreiviertel Stunde unterwegs (Herrenberg = Endstation). Zunehmend leerte sich der Zug bis nur noch Anzugträger in der Endstation Herrenberg ausstiegen (alles BA-Anfänger wie ich, wie sich raustellte). Von dort ging es dann noch 5min mit dem Bus zur IBM-Lokation.
Dort angekommen kuschelte man sich verängstigt in die Eingangshalle – gespannt, was nun als nächstes auf uns zukommt.
Um 9Uhr wurden wir dann abgeholt und in das Auditorium gebracht. Dort saßen dann 100 angehende BA-Studenten der verschiedensten Studienrichtungen (DienstLeistungsManagement DLM), International Business Information Management (IBIM), WirtschaftsInformatik(WI) …).
Dort hörten wir uns dann erst einmal Vorträge über IBM an. Wer IBM ist, was IBM macht usw.
Das zog sich übrigens auch die kommende Woche fort; allgemein bekannt als „Bluewash“ (abgeleitet von Brainwash. IBM wird auf „the Big Blue“ genannt).

Nach diesem Vortrag wurden wir erstmals nach unseren Studienrichtungen getrennt. Unsere Arefs (Ausbildungsreferenten) stellten sich vor und erzählten uns was alles auf uns zukommt in nächster Zeit. Doch eigentlich warteten wir alle auf das Eine: Die Ausgabe unserer Laptops.
Irgendwann war es dann so weit. Mit 30 Studenten tigerten wir zum BüMaLa (BÜroMAterialLAger). Dort wurden uns dann unsere Babys in die Hand gedrückt.
Doch statt sich ihm endlich widmen zu können bekamen wir erst einmal erzählt, was wir mit dem TB (= ThinkPad = der Laptop, den wir bekamen) alles NICHT dürfen.
Dieser Vortrag zog sich über zwei Stunden hin. Dann war es soweit. Alle versammelten sich wieder im Auditorium und wir durften unser TP das erste mal einschalten.
Während die DLMer noch dabei waren das Festplattenpasswort einzurichten, kannten wir AI-ler schon das BIOS auswendig. Dieses Szenario setzt sich bis heute fort.
Z.B. sollten wir an einem Tag den AT&T-Client einrichten (Das ist ein Programm, mit dem wir auch von zu Hause aus auf das Intranet zugreifen können). Da wir das aber alle schon nach dem Prinzip „Learning by Doing“ hinter uns hatten, hatten wir an dem Tag mehr oder weniger frei, während die DLMer dafür extra an einem Samstag anrücken mussten...

Nach der ersten Woche ging es für alle Studiengänge an die Hochschule – bis auf AI (ja, wir sind was besonderes :-P ). Wir hatten ersteinmal eine Woche TFC (=Training Foundation Competencies. Oder einfach gesagt: so eine Art Schuhlandheim. Ihr merkt schon, dass hier Abkürzungen sehr beliebt sind...). Diese Woche verlebten wir auf der Burg Bad Liebenzell.

http://www.burg-liebenzell.de/

Am Tag machten wir verschiedenste Gruppenübungen, am Abend traf man sich in der Burgschenke. War auf jeden Fall eine tolle Woche.


Doch dann war Schluss mit Lustig: Unser erster Praxiseinsatz (PE) stand bevor. Man konnte sich aus einer Liste einen PE aussuchen und musste sich dann nur noch untereinander einig werden, wer wohin geht. Mich hat es in die Technical Sales Abteilung von System z verschlagen.

System z sind Hochleistungsrechner von IBM, die vor allem von Banken oder Versicherungen genutzt werden (für diejenigen, die davon was verstehen: Ein System z hat beispielsweise in etwa 3 TB Arbeitsspeicher. Ein guter PC hat 4-8GB. Nur um euch mal die Größenordnung zu verdeutlichen!!!).
Wenn man z.B. Geld an einem Automaten abhebt wird das über System z und IMS (IMS= im Prinzip die Software, die auf System z läuft) geregelt (so ziemlich alle renomierten Banken, die ich hier nicht nennen darf sind Kunden von IBM).
Es geht also darum mehrere Tausend bis Millionen Anfragen pro Sekunde zu regeln und dabei eine hohe Zuverlässigkeit zu garantieren. (das „z“ von „System z“ steht für „Zero Downtime“). Es wäre sehr schlecht, wenn zwischen einer Transaktion ein Fehler auftritt. Es wird z.B. das Geld vom einen Konto abgebucht, aber beim anderen kommt es nicht an...
Zumindest ich finde das Thema hoch interessant und bin total glücklich, wo ich gelandet bin. Sollte jemand Fragen zu dem Thema haben, kann er sich gerne bei mir melden ;-)
Mein Aufgabenbereich in meinem PE ist eher langweilig. Ich darf einen 500-Seiten-Fachbuch lesen und dazu Multible-Choise-Fragen erstellen. Das Thema ist zwar wie gesagt Spannend, aber ein Buch (nochdazu auf English) macht das ganze dann doch etwas trocken.
Aber immerhin sprang dafür gestern ein 4 Gänge Menü bei einem sehr guten Restaurant (mit Michelin-Stern und diversen anderen Auszeichnungen) auf Firmenkosten dabei raus.

Mein PE wird am 27. November zu Ende sein. Dann geht es erstmals an die Hochschule. Bin mal gespannt wie interessant/anstrengend/anspruchsvoll das wird.


Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine neue Arbeitswelt verschaffen. Soweit ich das jetzt schon beurteilen kann, kann ich so ein Duales Studium jedem empfehlen.
Falls jemand dazu (oder zu einem anderen Thema) Fragen hat, beantworte ich sie gerne.

In diesem Sinne: Over&Out...
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Re: Alltag bei IBM

Beitrag von Elias am Mi 10 Nov 2010, 18:18

In einem Restaurant mit Michelin Stern??? WTF??? Da kannste doch für ein Essen rund 150 Euro rechnen und kommst damit gut weg. (Konstruktiver Beitrag folgt evtl. noch)

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Re: Alltag bei IBM

Beitrag von Duncan am Mi 10 Nov 2010, 18:37

Hey, na das passt ja voll zu dir! Hoffe es bleibt auch weiterhin genau dein Ding und du arbeitest dich schnell die Karriereleiter hoch! Zutrauen würd ichs dir.
Das ihr Informatiker alle nen Schuß habt, ist ja Weltbekannt, aber dass ich dafür auch noch entlohnt werded...tztztz! Razz
Freu mich auf jeden Fall riesig für dich. Viel Glück und Spaß noch im Studium...ich würd auch gerne endlich anfangen. Neutral *grumml*

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Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Re: Alltag bei IBM

Beitrag von Markus am Mi 10 Nov 2010, 19:56

Ja mit Stern ;-)

http://www.landhausfeckl.de/homepage/auszeichnungen.html


- 1 Michelin-Stern seit 1987
- 17 Punkte im Gault Millau
- 3 F im Feinschmecker
- 1 Stern im VARTA-Führer
- 4 Kochlöffel im Schlemmeratlas
- 4 Kochmützen im Restaurant & Hotelguide
- Platz 59, Kulinarische Ausles
- 4 Sterne des deutschen Hotel- & Gaststättenverbandes

Naja. Wir schätzen ca 70€/Menü. Aber das für 80 Leute ;-)
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Re: Alltag bei IBM

Beitrag von Elias am Mi 10 Nov 2010, 19:59

Ok, seh grad Menümäßig rel. günstig. À la carte wird halt teuer.

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Re: Alltag bei IBM

Beitrag von Markus am Mi 10 Nov 2010, 20:34

außerdem ist IBM Vertragspartner von dem Hotel (haben auch Gästezimmer dabei).
Dadurch wirds nochmal günstiger und nachdem des 80 Leute waren wirds wohl auch noch Mengenrabatt geben...
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Re: Alltag bei IBM

Beitrag von Patrick am Mi 10 Nov 2010, 21:52

Außerdem kann IBM das als Geschäftsessen absetzen

Und das ist mein einziger Beitrag, da ich mich grade vor neid auffresse
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