"Breaking Bad" - Serienempfehlung

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"Breaking Bad" - Serienempfehlung

Beitrag von Elias am So 02 Dez 2012, 21:08


Ich möchte euch an dieser Stelle eine Serie sehr empfehlen:

„Breaking Bad“, was im Slang der Südstaaten ungefähr so viel heißt wie „Vom Weg abkommen“ oder „Auf die schiefe Bahn geraten“ – Eine Serie, die seit 2008 im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt, Produziert wird von Vance Gilligan (einem Produzenten von Akte X).
Es erschienen bisher 5 Staffeln von denen alle zwischen 7 und 13 Folgen haben. Die Folgen haben jeweils eine Länge von ca. 45 min. (bis auf den etwas längeren Piloten) und sind problemlos, z.B. auf Kinox.to zu finden (auch komplett auf Deutsch).
Der eigentlich hervorstechende Charakter ist in dieser Serie der Hauptdarsteller Bryan Cranston, den wir alle als Familienvater „Hal“ aus „Malcolm Mittendrin“ kennen. Cranston spielt in dieser Serie ausgezeichnet und wurde für sein Spiel in „Breaking Bad“ bereits mit 3 Emmys ausgezeichnet (die Serie insgesamt mit 7). Daneben stehen weitere Fernsehpreise und ausgezeichnete Kritiken und Publikumsbewertungen.

Doch nun habe ich euch lange genug mit generell Fakten aufgehalten:


Worum geht es?

Walter White ist ein zurückhaltender und recht schüchterner Mann. Der hochintelligente Kopf arbeitet als Chemieleher auf einer Highschool in Albuquerque (New Mexico). Sein Job ist beschissen: Er verdient nicht genügend um seinen körperlich behinderten Sohn und seine Frau zu ernähren, die dazu auch noch schwanger ist – Sein Sohn zeigt dies nicht allzu offen, aber er hält ihn für einen Versager. Außerdem nehmen seine Schüler den etwas versponnen Lehrer nicht ernst, der verzweifelt versucht, ihnen etwas von seiner Begeisterung für die Chemie näher zu bringen – Er ist für sie ein Versager. Nebenher jobbt er in einer Kfz-Werkstatt, um sein Budget aufzubessern – Er hält sich selbst für einen Versager. Doch all das ist nicht genug: Er beginnt zu husten und erleidet Ohnmachtsanfälle. Die Diagnose des Arztes: Walter hat Lungenkrebs, nahezu irreparabel mit geringen Chancen auf Therapierbarkeit. Walter ist nicht gut versichert. Walter wird klar: Wenn er jetzt nichts ändert, lässt er seine Frau mit zwei Kindern und einem Haufen Schulden zurück.
Durch Zufall, gerät er – über seinen Schwager (ein Cop im Drogenkommando) – an einen ehemaligen Schüler Jesse Pinkman (Aaron Paul). Jesse ist ein abgestürzter Junkie und kleiner Drogenkoch, der seine Kohle damit verdient schlechtestes Meth(amphetamin) zu kochen. Walter sieht, dass dieser Drecksack, der nicht einmal einen Schulabschluss hat, allem Anschein nach keine Probleme hat, durch das Leben zu kommen – Ja sogar immer genügend Kohle hat. Er sieht, dass der ganze Rest an Kriminellen und kleinen Dealern, mehr Kohle hat, als er, der er sein ganzes Leben lang gearbeitet hat.
In diesem Moment legt sich bei ihm ein Schalter um: Scheiße! Was hat er zu verlieren? Und so beginnt der zurückhaltende Walter White Meth zu kochen, das beste Meth, das der ganz verdammte Markt in New Mexico je gesehen hat. Walter rutscht immer tiefer in die total abgestürzte Drogenszene, ja wird ein Teil von ihr und wird dazu immer mehr vom Krebs fertig gemacht: Eine Persönlichkeitsentwicklung, wie sie radikaler kaum sein könnte!


Warum Breaking Bad ansehen?


„Breaking Bad“ ist keine Komödie, es handelt sich um eine harte Dramaserie, die nur teilweise von einem beißenden schwarzen Humor geprägt ist. Cranston spielt seine Rolle so überzeugend, dass man bald das Bild des schusseligen „Hal“ vergisst (was mir, z.B. in Kinofilmen mit ihm immer schwer gefallen ist). Die Charaktere und die Story sind von Beginn an überzeugend und absolut mitreißend – Eine Serie mit absolutem Suchtpotential, bei der man sich manchmal dabei erwischt, dass man seinen Nebentätigkeit – wie bei einem guten Film – liegen lässt und einfach nur weiterschauen will. Denn seien wir mal ehrlich: Eigentlich sind Serien ja meist nur Lückenfüller und Hintergrundentertainment – Breaking Bad entwickelt teilweise filmische Qualität (ist dafür auch sauteuer in der Produktion…).

Ich kann euch „Breaking Bad“ wirklich nur sehr empfehlen und wünsche euch viel Spaß bei schauen!

Ein kleiner Eindruck:


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Raffen wir von jeder Blume
Eine Blüte uns zum Ruhme
Und zwei Blätter noch zum Kranz!
Tanzen wir gleich Troubadouren
Zwischen Heiligen und Huren,
Zwischen Gott und Welt den Tanz!
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Re: "Breaking Bad" - Serienempfehlung

Beitrag von Duncan am Mo 03 Dez 2012, 12:40

Schon die Hälfte gesehen. Zur Mitte hin der Staffeln allerdings verliert es etwas an Reiz weswegen ich es nicht fertig geguckt habe bisher. Die Verwandlung allerdings vom verzweifelten Vater zum...naja seht selbst, ist schon ziemlich cool gemacht. Die Serie ist definitiv gut!

Ich empfehle natürlich wie immer englische Sprachausgabe.

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