Der Herbst 1126

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Do 05 Mai 2011, 22:40

Spoiler:

Die Sonne ist nun fast komplett hinter den Bergen verschwunden und die weiten Schatten die diese werfen, tauchen die Reisenden in blaues Zwielicht. Ein paar Vögel kreisen durch die Luft, fliegen dann in einen weiter vorn liegenden Wald.
"Lampen! Zündet die Lampen an!"
Ein Samurai reitet laut rufend von der Spitze zum Ende des Zuges, eine große Fackel schwingend. Die anderen Samurai holen ihre Papierlaternen vom Sattel, die Ashigarun bekommen sie aus den Wägen am Ende des Zuges, ein Samurai verteilt sie. Als die Dunkelheit entgültig alles verschlingt, leuchten hunderte kleine Papierlaternen eine lange Schlange. Die Wolken tragen einen feuchten Wind mit sich, als bereits die ersten Tropfen vom Himmel fallen. Der Donner grollt nicht weit von ihnen entfernt. Missmutig, ziehen die Flüchtlinge Mäntel und Kimono enger um sich, drängen sich dichter zusammen um vor der Kälte der Nacht Schutz zu finden. Ein paar Kinder husten.
Pfiffe ertöhnen von weiter vorne, als ein Wagenrad bricht. Die Ashigaru und der Großteil des Zuges helfen mit um schnell ein provisorisches Ersatzrad zu schaffen. Khan selbst reitet zum Ort des Geschehens um sich ein Bild von der Lage zu machen und Befehle zu erteilen. Aber Njan ist zu sehr in Gedanken vertieft.
Als er wieder aufblickt, sieht er Khan langsam am Rande einer weißen Reihe reiten, die Hand neckisch zu den geschminkten Damen reichend. Njan weiß dass sein Bruder ein Schürzenjäger ist und beißt unbehaglich auf seine Lippen, als er sieht, wie er sogar vom Pferd steigt um noch näher an die Damen zu kommen, die sich wie eine Traube um ihn schließen. Von so weit hinten und in dieser Dunkelheit, kann er kaum die Eine, von der Anderen unterscheiden, geschweige denn, Aikiko ausmachen.



Es wird nebliger und da die Straße eine Biegung macht, verliert Njan die Geishas und seinen Bruder aus den Augen. Der Regen wird etwas heftiger, lästiger und frischer Wind lässt das Gras wütend flüstern. Einer seiner Männer reitet zu ihm heran. "Nikutai-sama, wir haben ein Problem mit einigen alten Greisen. Sie sind zu langsam und halten den Zug auf. Doch auf den Ashigaru-Wägen ist kein Platz."
"Hai, ich sehe mir das an."
Pflichtbewusst, wendet er sich ab um an das Ende des Zuges zu reiten, doch nicht ohne immer wieder zurück zu schauen und als die Straße wieder eine leichte Biegung macht werden die weißen Gestalten erneut sichtbar. Sein Bruder sitzt wieder auf dem Pferd. Njan seufzt zufrieden.

Er hat erst den halben Weg hinter sich, da hört er einen setsamen Vogellaut, aus dem Wald zur Linken des Zugs. Er ist etwas laut für diese späte Stunde und ungewöhnlich. Er bleibt einen Moment stehen, die Augen schweifen über den bedrohlich aussehenden Waldrand.
Es ist wieder still, abgesehen vom Rumpeln der Karren und Schlagen der Hufe. Eine alte Frau hustet laut, als sie an ihm vorbei geht.
Njans Blick bleibt weiter auf den Wald gerichtet. Seine Nackenhaare stellen sich beim Anblick des schwarzen Schlundes zwischen den Stämmen auf.
"Nikutai-sama, was...?"
Njan bringt den Jungen mit einer Handbewegung zum schweigen. Der Wald knackt bedrohlich.
"Nikutai-sama?"
Der Regen wird noch einen Tick stärker.
Und unter den hinunterfallenden Regen, meint Njan ein Geräusch zu hören. Ein seltsammes Surren. Er lauscht genauer, doch das Surren ist weg. Irgendwo weiter vorne in der Reihe, hustet wieder jemand.
Wieder dieses Surren. Von weit vorne erklingt ein lauter Ruf. Es hört sich nach einem Befehl an. Njan weiß nicht ob es Khan war. Dann ertönt wieder ein Schrei. Lauter, erschrockener.
"Nikutai-sama? Was ist da los?"
Ein Samurai reitet wild preschend auf das hintere Ende zu. "Angriff! Wir werden angegriffen! Zur Spitze! Schnell!"

Plötzlich ertöhnt Kampfschrei, aus unzähligen Kehlen. Pfeile surren aus dem Wald heran, schlagen in den Boden ein, treffen Ashigarun und Flüchtlinge gleichermaßen.
"Wir werden Angegriffen! Zur Spit...arg!"
Der Bote fällt in den Hals getroffen vom Sattel. Njan, schaltet sofort.
"Sammeln! Sammeln, linke Flanke sichern! Folgt mir!"
Er reitet verfolgt von seinen Männern in Richtung Mitte, dort, wo der Zug angegriffen wird. Eine Horde Gestalten, augenscheinlich Samurai stürmen mit erhobenen Katanas auf die Verteidiger zu. Khan, reitet mit seinen Männern entgegen.

Spoiler:

Ein fürchterlicher laut erklingt, als die Kavallerie und die Angreifer aufeinander prallen und das Gemetzel beginnt. Kreischende Laute, wütendes Kampfbrüllen, gurgelnde Würgelaute ertöhnen, während der Nikutai versucht, mit seinen Leuten den Ort des Geschehens zu erreichen.
Ein kurzer Blick nach hinten und er sieht wie plötzlich weitere Gestalten aus dem Wald stürmen, am Ende des Zuges jedoch und die Ashigaru angreifend. Njan ist in der Zwickmühle. Weiter Pfeile surren heran und treffen einen Samurai kurz hinter ihm. Er fällt tot vom Pferd.

Njan hält sein Pferd an, die anderen tuen es ihnen gleich.
"Herr, wir müssen den anderen helfen! Alleine schaffen sie es nicht!"
"Nikutai-sama, die Ashigaru am Ende werden überrannt! Die Angreifer haben die Flüchtlinge erreicht!"

Ein weiterer Pfeilhagel geht hinunter und trifft die Ashigaru unmittelbar vor den Geishas. Schockiert sieht Njan, wie eine der weißen Gestalten von einem Pfeil getroffen weinend zusammenbricht. Unmöglich zu sagen, ob es Aikiku war.

"Nikutai-sama, wir brauchen eine Netscheidung, jetzt!"

Spoiler:
SL: Was tust du? Hilfst du deinem Bruder? Hilfst du dem Zugende? Reitest du zu den Geishas, die weiterhin in der Schußlinie stehen? Deine Entscheidung.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Fr 06 Mai 2011, 09:07

Spoiler:
Ich brauche noch n paar Infos um die Situation einschätzen zu können:

Hilft dem Zugende irgendjemand anders? Eigentlich ist das ja mein Bereich, also dürften die Leute da komplett ungeschützt sein.

Sind die Geishas im Moment direkt bedroht, d.h. werden sie von Nahkämpfern angegriffen oder stehen sie ‚lediglich’ im Pfeilhagel. Mehr tun, als Pfeile abfangen, können wir dann auch nicht.

Ist es bei den Samurai ein feiner Zug, Flüchtlinge abzuschlachten? Ich meine das ist doch niederstes Level, fern jeder Ehre und jeder Moral. Da begeh ich doch lieber Seppuku als das zu tun. Darf man komplett wehrlose Hinin und Heimin einfach so spaßeshalber abstechen? Da sind doch auch Mönche, Frauen und Kinder dabei.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Fr 06 Mai 2011, 09:21

Spoiler:
SL: Zu deinen Fragen:
Die Infos sind bewusst knapp gehalten um eine möglichst hektische Situation wieder zu spiegeln. Egal welche Entscheidung du triffst, du wirst Konsequenzen tragen müssen. Das ist leider Krieg.

Hier ist, was ich dir sagen kann: Der komplette Zug wird neben den Samurai, auch von Yari-Ashigaru geschützt (Nicht-Samurai-Soldaten-Speerträger) eine brüchige Doppelreihe hat sich gebildet, um die Flüchtlinge von Angriffen ab zu schrimen, aber 50 Mann können leider nicht so viel abdecken. Dafür sind die Samurai als Springer da.
Der vordere Teil wird etwa knapp vor Mitte angegriffen. Im dunkeln lässt sich die Zahl der Männer unmöglich ausmachen, aber auf Anhieb sieht's nach mehr aus.

Der hintere Teil (du befindest dich fast genau in der Mitte) wird von weitern weit wenigeren Angegriffen, die aber dennoch eine Gefahr für die Ashigaru darstellen.

Zuletzt gilt der Pfeilhagel auf die Geishas und Flüchtlinge zum Großteil eigentlich den Ashigaru. Es ist keine riesige Wand aus Pfeilen, sondern vereinzelte Projektile die immer wieder nachgeschossen werden. Es werden sich wohl eine Handvoll Bogenschützen im Wald verstecken. Diese müsstest du Angreifen um den Pfeilangriff zu stoppen, oder aber den Ashigaru den Befehl zum Angriff geben und damit ihre Schützlinge allein lassen. (Vergiss nicht, ein Kampf im finsteren Wald zu Pferde ist extrem kompliziert und wenig effektiv!)

Natürlich ist es kein feiner Zug, aber im Krieg ist alles erlaubt, zumindest inoffiziel. Ausserdem gibt es solche und solche Samurai. Das abschlachten von wehrlosen Heimin und Hinin ist übrigens erlaubt, wenn auch verpönt, ohne trifftigen Grund. Im Angriff unterscheidet man nicht zwischen Frauen und Kinder...oder einfach zu selten. So ist das leider.
Ich erlaube dir übrigens einen Wahrnemung/Heraldik, oder einen Intuition/Erkundung Wurf um die Samurai zu identifizieren. Der SG allerdings liegt recht hoch, wegen den Umständen.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Fr 06 Mai 2011, 12:13

Spoiler:
Wahrnehmung 16; Bitte Tipps wenn ich mich ganz blöd anstelle ich bin kein großer Taktiker. Ich spiel immer Mordor oder Isengard^^

Mit einer knappen Handbewegung weise ich meine Männer an mir zu folgen: „Wir übernehmen den Schutz der Damen. 15 Ashigaru werden abkommandiert um die Bogenschützen unschädlich zu machen.“
Ich reite auf die Geishas zu und kommandiere 15 kräftig aussehende Ashigaru ab. „Ich will, dass ihr den Wald stürmt und die Bogenschützen beschäftigt und wenn möglich ausschaltet. Vorwärts macht dem Einhorn Ehre!“ Ich wende mich wieder an meine Männer. „Wir schließen die Lücke. Seht zu, dass sie nicht von der Seite angegriffen werden. Schlagt zurück, was ihr könnt.“ Zwei Ashigaru wähle ich noch aus: „Ihr beide. Seht zu, die Flüchtlinge zu beruhigen, sie sollen hinter allem sich bietenden Schutz suchen!“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Fr 06 Mai 2011, 15:30

Die Ashigaru stürmen brüllend vorwärts in Richtung Wald, aus der die Pfeile unentwegt kommen. Mehrerer lose Männer, ohne Führung und ohne Sichtkontakt. Drei von ihnen sterben, noch ehe sie überhaupt den Rand des Waldes erreichen. Dann tauchen sie ins Gebüsch und der Wald verschlingt sie. Nur ihre lauten Schreie und die zwei Lampen die sie mitnehmen konnten und an ihren Flaggen hängen beweisen dass sie noch da sind.
Der Pfeilhagel wird schwächer.
"Nikutai-sama? Sollen wir ihnen nicht helfen? Ohne Führung sind sie nutzlos!"
Die Horde weiter vorne inzwischen kämpft verbissen und Njan sieht wie sein Bruder den Yari nach einem Samurai wirft. Dieser fällt durchbohrt zu Boden und Khan hebt die Hände um einen Zauber zu sprechen. Innerhalb von Sekunden, verdichtet sich die Luft um ihn und schleudert, als er die Arme in Richtung Feind streckt, mehrere feindliche Samurai von den Beinen. Zwei Reiter der Shinjo werden von ihren Pferden gerissen und mit einem Katana getötet. Die Angreifer lassen nicht nach.
"Nikutai-sama! Die Verteidigung der hinteren Reihe bricht! Sollen wir ihnen helfen?"
Hinten werden die Ashigaru von einer Handvoll Krieger überrant. Panisch fliehen sie zusammen mit weiteren Flüchtlingen vor der Schlacht.

Spoiler:
SL-Tipp für Anfänger auf dem Schlachtfeld:
Da, wo du jetzt stehts bist du nutzlos. Du hast jetzt knapp 20 Samurai auf Pferden die neben dir stehen und gucken. Du solltest sie auf jeden Fall führen, egal wohin.
Ashigaru haben eine grotige Moral, weshalb sie schon nach wenigen Verlusten die Flucht ergreifen. Ein Anführer der ihnen Befehle zubrüllt, sorgt dafür dass die Moral hält. Du hast den Beschuss auf die Geishas zum erliegen gebracht (so weit wie möglich) nun solltest du definitiv in die Schlacht eingreifen!
Du hast immer noch drei Möglichkeiten:
1. Deinem Bruder helfen.
2. Den Ashigaru im Wald zur Hilfe eilen (Ja, Waldkampf ist unvorteilhaft aber immer noch möglich)
3. Deine eigentliche Aufgabe erfüllen und das Ende des Zuges schützen.

Deine Entscheidung.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Sa 07 Mai 2011, 13:42

Spoiler:
Für die Moral des Frontlinienfußvolks können wir ganz einfach sorgen: Wer fahnenflüchtig wird, hat nicht mehr lange was davon. ^^ So läuft das im Krieg. Was für nen Wurf willst du? Oder machen wir das mit diesen Schlacht-Regeln?

„Zum Ende des Zuges!“ Ich presche meinen Leuten voran und richte die Lanze auf den nächst besten feindlichen Krieger.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Sa 07 Mai 2011, 23:28

Spoiler:

Die Männer wenden ihre Pferde, welche sich über den harschen Richtungswechsel mockieren. Njan hebt den Yari über den Kopf und ruft seinen Befehl, dann preschen die Samurai mit Kampfgeschrei los.
Das Ende der Schlange ist ein ganzes Stück entfernt und die Menschen haben sich panisch zerstreut. Ashigaru fliehen verängstigt von ihren Positionen, lassen die Speere fallen und rennen um ihr Leben.

Die dunkeln Samurai-Gestalten schlachten auf ihrem Weg jeden ab, der nicht einer der Ihren ist. Gnadenlos enthaupten sie eine alte Frau und töten einen zu langsamen Bauern, der sich schützend vor seine Familie wirft.
"Für den Daimyo! Atakku!"
Im Chor schreien die Samurai ihre Wut hinaus, die Yari zu tödlichen Lanzen nach vorne gestreckt. Die Feinde sind so sehr im Blutrausch, dass kaum einer von ihnen bemerkt, als die wütenden Verteidiger anstürmen. Njan rammt seinen Yari in den Rücken eines Angreifers, der gerade einen Mönch erstechen wollte, der bettelnd vor ihm auf dem Boden kniete. Der Mörder sackt tot zusammen, sein Schwert landet blutbefleckt im nassen Gras. Die anderen reiten die Feinde gnadenlos nieder. Weiter vorne jedoch, scheint man sie bemerkt zu haben.
Nachdem die Gruppe das zerrüttete Ende erreicht hat und nach Links, weg vom Wald abgebogen ist um die Jäger zu gejagten zu machen, stürmen sie nun auf eine vorbereitete Gruppe vor. In ihrer Mitte steht ein man mit einem Mempo [Kriegsmaske] der mehrere Männer um sich gescharrt hat. Fast schon spöttisch, hebt er einen fallengelassenen Yari der Ashigaru auf und weist seine Männer an es ihm gleich zu tun.
Die Samurai stürmen unter Donnerhall und starkem Regen heran, lassen sich von den Angreifern nicht einschüchtern.
Ihr Siegesschrei klingt wie das Grollen des Himmels selbst und ihre Klingen blitzen blutig im Wiederschein eines Himmelsfeuers. Die Verbrecher senken ebenfalls die Speere und brüllen wütend zurück. Der Boden bebt unter den Reitern während sie immer näher heran kommen. Nur noch ein paar Sekunden und Ying und Yang treffen verheerend aufeinander. Njan blinzelt den Regen aus seinen Augen, macht sich bereit zu töten, wie er es gelernt hat und fixiert den Samurai mit Mempo. Sein Blut soll Njans Klinge färben. Das Wasser perlt an ihr herab, wäscht Sie noch einmal rein, bevor Sie erneut Blut trinken soll.

Spoiler:
SL: Nun musst du mir erst einen Spoiler-Eintrag schicken, DANN besprechen wir und DANN darfst du beschreiben was passiert!

Wenn du einen Wert von 3 oder höher in Reitkunst hast, sag mir das bitte mal. Dann bekommst du nämlich folgende Boni:
Rang 3: Du kannst die Frontalangriffsstellung verwenden.
Rang 5: Pferd besteigen ist nun einfach Aktion statt komplexe, absteigen eine freie, statt einfache.

Mache bitte einen Reiten-Wurf. SG 15. Für jede zusätzlichen 5 über den zu erreichenden SG, bekommst du eine freie Steigerung auf deinen Angriff. (Also bei einem Wurf von 27, hast du effektiv 2 freie Steigerungen gewonnen). Du kannst natürlich entscheiden selbst noch zu steigern!
Jede geschaffte Freie Steigerung wird dir einen zusätzlichen Würfel für den Schaden geben.

Du darfst ausserdem einen Wurf auf: Einschüchtern/Intuition SG 15 machen um die Gegner zu verängstigen. Du kannst auch gerne stattdessen Reitkunst/Willenskraft SG 20 verwenden. Das senkt ihre Verteidigung um 5 pro 5 erzielte Erfolge über dem zu erreichenden Wert. (Also bei 22 z.B., beträgt der Malus -5 für Einschüchtern/Intuition und -0 für Reitkunst/Willenskraft).

Dann folgt der Angriff. Der Gegner befindet sich in voller Verteidigung. Ein misslungener Angriff kann zum Sturz vom Pferd führen! Der SG des Mannes liegt bei 25. Liegt dein Erfolg darunter, prescht du an ihm vorbei, liegt er unterhalb von 20, wird dich sein Speer vom Pferd holen und du musst einen Wurf auf Verteidigung/Reflexe SG 15 machen um gekonnt abrollen zu können, sonst ziehst du dir Schaden zu (1W10) und verlierst deine nächste Aktion.

Vergiss nicht deine Schulfertigeit, mit der du zu deinem Angriffswurf deinen Wert in Reiten dazu zählen kannst! Also Geschick + Yarjutzu + Reitkunst Würfeln und Geschick behalten!

Vergiss bitte auch nicht, dass du gerne Seelenpunkte einsetzen darfst. (Eine Liste, was du damit machen kannst, findest du auf Seite 78 im Regelwerk, ich empfehle sie zu beachten!)

Solltest du bedenken haben kontaktiere mich am besten in Skype.
Viel Glück Samurai!

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 08 Mai 2011, 15:51

Spoiler:
Meine Reitkunst liegt bei 3.

Gesch. + Reitkunst: 24 (SG – 3 = 12) d.h. 2 Freie Steigerungen

WK + Reitkunst: 19 (SG – 3 = 17) d.h. Malus = 5

Gesch. + Speere: 20 + 3 (Reitk.) + 8 (totaler Angriff) = 31 (SG – 5 = 20) --> Schaden: 16


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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am So 08 Mai 2011, 20:39

Spoiler:
SL: Wunderbar! Euer wütender Ansturm und Kampfschrei, lässt die Feinde erblassen. Nervös machen sie ein paar Schritte rückwärts, verunsichert ob sie standhalten können. Dann kracht ihr auf sie drauf, reitet sie gnadenlos nieder. Dein Speer dringt wunderbar mittig in die Brust durch den Panzer des Samurais ein und tötet ihn auf der Stelle. Er greift sich noch schockiert an die Brust, versucht den Speer heraus zu ziehen, kippt auf die Knie und stirbt. Dein Yari ist jetzt erst mal weg, aber ihr habt die Gegner in einem einzigen Angriff niedergestreckt. Du kannst jetzt noch schnell die wenigen verbliebenen, die die Flüchtlinge verfolgen abschlachten und dich dann einem neuen Ziel zuwenden: Bruder oder Wald mit verbliebenen Bogenschützen.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 09 Mai 2011, 11:45

Ich nehme den Bogen vom Rücken und lege auf einen der Angreifer an, der gerade einer Flüchtlingsfrau mit erhobenem Katana hinterher stürmt. Sirrend durchschneidet der Rüstungsbrecher die Luft und durchschlägt krachend den Helm. Zwei Schritte läuft er noch weiter, dann kippt er vornüber. Zwei weitere Pfeile finden ihr Ziel, bis meine Männer den letzten der Feiglinge erschlagen haben.
Ich versuche mich über das Schlachtengwirr hinweg zu orientieren – unmöglich. Das Durcheinander aus Angreifern und Flüchtlingen lässt kaum einen Überblick zu. Ärgerlich beiße ich die Zähne zusammen. „Wir unterstützen den Gunso!“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mo 09 Mai 2011, 19:21

Der Pfeilregen ist mehr oder minder zum erliegen gekommen, da die Angreifer augenscheinlich fliehen. Njan führt seine Männer zur Spitze des Zuges wo die letzten Scharmützel laufen, doch es sieht eindeutig danach aus, als ob sich die Angreifer den Rückzug antreten.
Die Samurai wollen die Verfolgung aufnehmen, aber Khan ruft sie zu sich zurück.
"Sammeln! Sammelt euch!"
Als Njan neben ihm auftaucht begrüßt er ihn mit einem grimmigen Kopfnicken. Ein Pfeil steckt in seiner Schulter, doch er ist abgebrochen worden.
"Bruder, du...."
"Lass gut sein Nikutai! Mir geht es gut! Sammelt euch endlich! Hier her!"
Er hebt seine unverletzte Hand und lässt das Schwert wild kreisen. Endlich erscheinen die verbliebenen Samurai.
"Wie viele haben wir noch?"
"Gunso-sama, wir haben 17 Männer verloren. Fünf sind schwer verwundet und können nicht mehr kämpfen, zwei weitere sind leicht verletzt."
"Njan-san. Habt ihr die Banditen hinten geschlagen?"
"Hai Gunso-sama! Sie sind verjagt."
"Verluste?"
"Drei vom Pfeil getroffen. Ob sie leben oder nicht konnte ich noch nicht bestimmen."
"Sammle deine Männer und kümmert euch um die verwundeten. Sendet einige Samurai die die Flüchtlinge wieder einsammeln! Ihr nehmt die Verfolgung der Angreifer auf! Los!"

Alle Samurai führen die Befehle ihres Gunsos aus. Njan reitet los um die Männer zu sammeln, während ein paar andere Flüchtlinge und Ashigaru zurück holen. Der Boden ist gespickt mit Leichen von Angreifern und Opfern gleichermaßen. Njan weiß nicht einmal, wo er anfangen soll.

Spoiler:
SL: Ja, wo fängst du an?

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 10 Mai 2011, 08:43

Spoiler:
*Ich bin mir nicht sicher, ob man Verletzte Feinde versorgen darf. Ich kenne das nur aus anderen RPGs. Korrigiere mich ggf. Was für eine Art Begräbnis ist ehrenvoll? Verbrennen, begraben? Was macht man mit Feinden, die im Kampf gestorben sind?*

„Seht zu, dass ihr Überlebende und Verletzte findet! Samurai und Flüchtlinge, auch unter unseren Feinden!“ Ich selbst beginne vorsichtig die Leichen abzureiten, immer auf der Suche nach Bewegung, nach Überlebenden. Ich kann mich trotz all des Grauens nicht zurückhalten und halte immer wieder nach einem ganz besonderen Gesicht Ausschau - Hoffentlich finde ich es nicht auf dem Boden!!! Doch ich kann Aikiku nicht entdecken, selbst als mein Blick an vereinzelten weißen Gestalten hängen bleibt.
Dennoch erleichtert stelle ich fest, dass Yu-Pan, blutverschmiert, doch wohlauf immer noch fest neben meinem Bruder im Sattel sitzt. Langsam erlischt das Feuer in ihren Augen und macht Trauer und Schmerz Platz, die sich mit jeder Leiche die sie erblickt ausweiten.

Vielleicht ist unter den Flüchtlingen ein Totengräber oder ähnliches. Wir müssen die Leichen verbrennen, die Samurai von den anderen trennen, bevor Seuchen entstehen können. Sonst wird der Geruch von Verwesung bald über das Land wehen. Scheiterhaufen müssen errichtet werden. Als ich mir den Landstrich unter dem Schein hunderter Leichenfeuer vorstelle, muss ich schaudern. Diese Schlachten sind immer nur so lange ruhmreich, bis man ihre Folgen sehen kann.
Ich reite zurück zu Khan um ihm diesen Vorschlag zu unterbreiten. Auf dem Weg dorthin, sehe ich mir einen der Angreifer etwas genauer an: Mit wem haben wir es eigentlich zu tun?

Spoiler:
*Wahrnehmung 3W10: 16*


Zuletzt von Elias am Di 10 Mai 2011, 11:42 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 10 Mai 2011, 09:46

Spoiler:
SL:
1. benutzt bitte wieder Spoiler! Razz

2. GANZ WICHTIG! Niemand der Samurai oder Halb-Menschen-Kaste, würde jemals eine Leiche anfassen, da diese nach rokuganischer Ansicht unrein ist! Auch Blut und Schweiß sind Dinge, die ein Samurai nicht freiwillig anfasst! Es würde seine Seele beflecken. für solche aufgaben sind Eta, Nicht-Menschen verantwortlich die aufgrund ihres Standes als Totengräber, Präparatoren etc. arbeiten können. Also kannst du auch deine Ashigaru nicht anweisen so was zu tun...ausser du bist ein elender Sardist!
Blut ist leider Bestandteil eines Kampfes und so werden Samurai die im Kampf mit dem Blut des Feindes getränkt werden besonders behandelt. Solange Sie sich danach waschen, bedeutet dies kein Verlust von Ehre, da sich Blut im Kampf einfach nicht verhindern lässt.

3. Es ist ehrenhaft einen verwundeten Feind trotzdem zu helfen. Wahre Samurai würde aber eher Selbstmord begehen, als dem Feind in die Hände zu fallen. Gut dass du's hier nicht mit echten Samurai zu tun hast! Wink

4. Seit der großen Schlacht gegen den Blutfürsten Iuchiban, ist es per Kaiserlichen Edikt verboten, Menschen vollständig zu begraben, da die Leichen von Blutflüsterern als unheilige Kämpfer missbraucht werden können. Daher ist die Verbrennung das gängigste Ritual, da dies keine potentiellen Zombies hinterlässt.

5. Deine Schwester sitzt fest im Sattel neben Khan (sry, hatte vergessen Sie zu erwähnen), sie ist Blutbeschmiert, aber sonst geht es ihr gut. Wildes Feuer lodert in ihren Augen, welches sich aber zu Trauer wandelt, als Sie all die Verwundeten sieht. Sie hilft denen, die noch nicht tot sind, vorsichtig sich nicht noch weiter zu beschmutzen.

6. Bisher kannst du Aikiku nicht finden. Der ganze Zug ist durcheinander geraten und hat sich einfach aufgelöst. Du siehst vereinzelt weiße Gestalten stehen, kannst aber unmöglich sagen ob sie Kiku sind, oder nicht!

7. Wieder was gelernt! Cool Gern geschehen. Editiere deinen Eintrag bitte.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 10 Mai 2011, 11:55

Spoiler:
*Wahrnehmung 3W10: 14*


Zuletzt von Elias am Di 10 Mai 2011, 11:56 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 10 Mai 2011, 12:09

Im Dunklen, lässt sich kaum etwas an den Angreifern ausmachen. Ein Lampe hilf Njan, etwas näher an die Toten zu kommen.
Bewusst vermeidet er die berührung der toten Körper. Einer liegt auf den Rücken, reicht also für seine Zwecke. Ein Samurai reitet heran.
"Nikutai-sama, wir haben die Eta-Nachzügler hergebracht. Sie beginnen mit dem aufladen der Leichen!"
"Gut." antwortet er, während er das Emblem auf der Brust studiert. Es ist kein Zeichen eines großen Clans. Vielleicht ein minderer Clan? Vielleicht eine Ronin-Gruppe? Er kann es nicht sagen.

Die Eta sammeln angreifer und Opfer gleichermaßen ein, legen sie auf Karren und bedecken sie mit schmutzigen Decken. Die Verletzten werden behandelt, schlimme Wunden lassen sie gequält stöhnen. Endlich ist die Gruppe wieder in Formation. Erschöpfung macht sich bei allen breit, die Motivation liegt am Boden.
Khan verteilt seine Männer wieder auf den Zug und lässt trotz Protesten weitermarschieren. Der Regen, hat sich etwas beruhigt...

Spoiler:
SL: Noch irgendwelche Wünsche, sonst spulen wir zur Ankunft vor. ^^ Ahja und mach doch bitte einen Wiederstandswurf, um eine Erkältungzu unterbinden.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 10 Mai 2011, 12:14

Spoiler:
*Ausdauer 2W10: 14*


Zuletzt von Elias am Di 10 Mai 2011, 12:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 10 Mai 2011, 19:46

Spoiler:

In der Ferne knurrt der Himmel leise, das Wasser vermischt sich mit dem Blut und tränkt den Boden.
Die Kolone zieht weiter in die Dunkelheit, der Wind weht das Gejammer fort und trägt es mit nassen Wolken fort von hier, zurück in die Lande der Löwen.

Njan reitet wachsam und erschöpft seine Reihen ab. Der Zug ist nun bedeutend kleiner und Karren ziehen leblose Körper, statt frische Ware oder Hab und Gut. Khan reitet zu ihm heran, gefolgt von Yu-Pan die wachsam den Rand des Waldes betrachtet, den sie hinter sich lassen.
"Khan-san. Wie geht es dir? Schmerz der Pfeil sehr?"
Sein Bruder lächelt gequält und klopft ihm vorsichtig mit seiner unverletzten auf die Schulter.
"Es geht schon. Nichts, was ich nicht ertragen könnte. In ein paar Stunden sind wir da. Dann wird sich jemand darum kümmern."
Yu-Pan schmollt wieder: "Das hätte nicht passieren dürfen! Es ist alles meine Schuld!"
Khan schüttelt energisch den Kopf. "Du kannst nichts dafür, dass ich meinen Schutzzauber gegen Pfeile nicht gewirkt habe! Das ist einer der ersten die man lernt!"
Njan nickt: "Hai, so etwas passiert. Nun sag Bruder, weisst du was das für Samurai waren, die uns angegriffen haben?"
Sein Bruder nickt grimmig, zischt angewiedert seine Antwort: "Waldmörder."
Yu-Pan sieht ihn überrascht an. "Ich dachte die leben im Shinomen?"
"Hai, aber sie kommen überall da wo Krieg stattfindet um sich am Leid der Menschen zu laben. Diese elenden Ronin sind nichts Wert und verdienen nicht mehr als den Tod!"

Seine Taten von vor kurzem bestätigen seine Worte. Er enthauptete die überlebenden Angreifer persönlich mit seinem Schwert.
"Ihr Zeichen, ist das rote Auge."
Schweigend reiten die Drei weiter. Irgendwann entschließt sich Khan wieder zur Spitze ab zu ziehen.
Er passiert eine Gruppe zusammengedrängter Frauen, deren lange Kimonos nun nicht mehr weiß sind und deren Schminke verwischt im Gesicht hängt. Ihre Tränen haben die Tusche zu langen Streifen verteilt und machen ein groteskes Kunstwerk aus ihren Gesichtern, die halb lieblich, halb düster Freude versprechen.
Er reitet neben die Frauen und sucht ihre Reihen mit den Augen ab. Eine sondert sich von den anderen ab, legt ihre Hand unbemerkt auf den Knauf des Sattels.
Aikiku.
"Bentens sei gepriesen, du bist am Leben Aikiku!"
"Hai Njan-san. Aber ich kann nicht lange bleiben. Man darf uns so nicht sehen." flüstert sie ohne ihn direkt zu betrachten.
"Du warst so mutig uns zu retten! Ich danke dir. Ona-san hat es nicht geschafft. Ein Pfeil hat Sie getötet. Wir sind so traurig."
"Aikiku, ich..."
"Hör mir zu Njan-chan," er erschaudert als sie 'chan' sagt kurz freudig, " meine Herrin wird uns einen sicheren Platz in der Stadt besorgen und dann versuchen ein Teehaus zu eröffnen. Wenn du uns helfen kannst, wären wir dir sehr dankbar. Dort kannst du dann hederzeit zu mir kommen, wenn du möchtest."
Sie wendet sich ab, als die Hufe eines Pferdes zu hören sind, dass näher reitet. ohne ihn ein einziges mal angeblickt zu haben, fügt sie sich wieder elegant in die Menge.
Der Anblick ihres bloßen Handrückens hat den jungen Samurai bereits in den Wahnsinn getrieben. Sein Herz schlägt ihm bis zum Halse, als er sein Pferd verlangsamt um zurück zu fallen, damit er Sie beobachten kann.

Als die Sonne langsam den Horizont hinter ihnen erhellt, sehen sie die Lichter der Stadt endlich vor sich. Die Tore öffnen sich knarrend und gewähren den geschundenen Menschen Einlass.
Die Samurai begleiten die Flüchtenden bis zur Stadtmitte, auf den großen Markzplatz, wo andere Samurai und Diener des Schloßes warten um sie in große Zelte unter zu bringen. Mit traurigen Gesichtern nehmen sie den Verlust der Menschenleben auf, die auf den Wagen gestapelt sind.

Khan zieht seine Männer nach getaner Arbeit ab und reitet ins Schloß mit ihnen. Die Ärzte kümmern sich um die Verwundeten und Bedürftigen. Njan hustet röchelnd, als er gerade einen letzten Blick zurück werfen möchte. Schnupfen hat sich in seine Nase geschlichen und die Müdikeit zieht ihn immer tiefer herab.
Im Schloß angekommen, entlässt ihn sein Bruder aus dem Dienst und schickt ihn schlafen.
"Bade dich und dann schlafe dich aus. Du siehst schrecklich aus und so kann man sich nicht duellieren!"
Njan tut wie ihm gesagt und verschwindet in seine Gemächer.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 10 Mai 2011, 20:51

Die Rüstung ausziehen, in mein Zimmer stolpern, ein heißes Bad und dann auf dem Futon niedersinken: Über all das legt sich ein traumgleicher Schleier. In den wenigen unruhigen Stunden in denen ich mich auf meiner Schlafstatt hin- und her wälze verblasst selbst Aikikus wunderschönes Antlitz hinter einem Schleier aus Blut, Geschrei und blitzenden Klingen.

„Herr, es ist schon fast Mittag. Geht es euch gut?“ Unwillig schnaubend drehe ich mich auf die Seite und sehe Daisuke kniend im Eingang. Als ich mich erheben will, schwindelt mir erst einmal. Der Schlaf hat es nur noch schlimmer gemacht. „Nein, mir geht es überhaupt nicht gut. Und zudem muss ich mich auch noch duellieren…“ …wenn ich nicht herausfinde, was wirklich hinter dieser Sache steckt, setze ich meinen Satz in Gedanken fort.
„Bring irgendeinen Kräutertee, der mich wieder auf die Beine bringt, du kennst dich ja damit aus oder? Ich muss wieder auf die Beine kommen.“

Ich stehe auf, wasche mich und kleide mich an. Kurze Zeit später, kommt Daisuke mit einer Tasse voll dampfender, beißend riechender Flüssigkeit herein. In kleinen Schlucken trinke ich das kochend heiße Zeug und fühle mich danach zumindest ein bisschen besser.
Anschließend schicke ich Daisuke wieder zurück ins Kloster. Ich werde meinen Clansbruder finden müssen…Meine Suche beginnt, bei einem wichtig aussehenden Diener, der eine höhergestellte Position zu bekleiden scheint: „He, kannst du mir sagen, wo ich Shinjo Aori-san finden kann?“


Zuletzt von Elias am Mi 11 Mai 2011, 13:49 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 11 Mai 2011, 10:12

Ehrwürdig verbeugt sich der Diener.
"Mein Herr, Shinjo Aori-sama befindet sich auf einen Spaziergang im Garten. Wo genau weiß ich leider nicht zu sagen Herr. Aber ich muss euch darüber informieren, dass gleich der Mittagsreis eingenommen wird und eure Anwesenheit am Tisch des Karô erwartet wird. Eure ehrenwerten Geschwister befinden sich bereits im großen Speisesaal."

Der Garten zweigt zu seiner Rechten ab, ein großes Gelände dass von Baum- und Steinformationen besetzt ist. Zwei große Seen mit Lotosblumen und Brücken, sowie mehrere kleine Pagoden und Schreine zieren das große Kunstwerk.

Zu seiner Linken führt der lange Gang an verschiedenen Zimmern vorbei zum großen Saal, dessen Türen weit offen stehen und in dem Diener geschäftig auftragen auf einem großen, langen Tisch. Kissen sind um ihn herum verteilt und mehrere Adlige sitzen in edlen Kimonos gekleidet darum herum.
Sonnenstrahlen fallen von Fenstern links von ihnen herein und streifen ihre Köpfe um auf den Boden rechts vom Tisch zu fallen. Es riecht nach frischem Jasmin-Tee und Reis.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mi 11 Mai 2011, 14:28

Spoiler:
*Ich nehme an, dass der Karô selbst noch nicht da ist*

Unwillig nicke ich dem Diener zu und betrete den Speisesaal. Nach einer knappen Verbeugung vor der Runde gehe ich am Tisch entlang in Richtung meiner Geschwister. Aori wird auch hierher kommen…hoffe ich. Zumindest werde ich danach noch ein wenig Zeit haben ihn aufzuspüren. Seufzend lasse ich mich neben Khan nieder. Wenn ich so aussehe, wie ich mich fühle, bin ich wohl das reinste Gespenst. „Guten Morgen Khan-sama, Yu Pan-san. Gibt es seit heute Morgen irgendetwas Neues?“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Do 12 Mai 2011, 11:02

Yu-Pan's Augen sind vor Überraschung weit offen:
"Njan! Du siehst ja gräßlich aus!"
Khan neben ihr prustet leise in seine Tee-Schale hinein und kichert leise vor sich hin.
"Sehr einfühlsam von dir, Schwester."
"Nein, ich meine es so! Deine Augen sind ganz rot, dein Gesicht ganz blass! Du solltest dich wieder hinlegen!"
"Ich kann nicht, ich muss heute kämpfen."
Khan verschluckt sein Lachen um leise zu murmeln:
"In dem Zustand verlierst du garantiert."

Durch die Erkältung beflügelt steigt sofort brennende Wut in Njan hoch. Doch er unterdrückt sie und zischt nur:
"Danke auch für deine Anteilnahme, Bruder."
Dieser zeigt sich jedoch unbeeindruckt und kichert ihm ein "Gerne Bruder, gerne." zu und lächelt freundlich dem Karô zu, als dieses den Raum in Begleitung von zwei Yojimbo betritt.

Die Anwesenden drehen sich auf ihren Kissen alle in die selbe Richtung und verbeugen sich tief und ehrfurchtsvoll.
Der Karô senkt den Kopf und wandert dann an den Kopf des Tisches, traditionell der Sitz des Daimyos.
"Meine sehr verehrten Gäste, der Gesundheitszustand des Daimyos ist nach wie vor unverändert. Er kann leider nicht am Essen teilnehmen. Wir gedenken seiner während des Essens und beten für eine baldige Genesung."
Er pasuiert, bleibt immer noch stehen.
"Lasst uns nun gemeinsam den Erfolg der sicheren Überstellung der Flüchtlinge feiern. Ich danke Shinjo Khan-san für seinen hervorragenden Einsatz."
Er hebt das Tee-Schälchen über den Kopf und nickt Khan zu. Die anderen erheben ebenfalls das Schälchen und alle nehmen symbolisch einen Schluck.
"Ich danke ausserdem Yu-Pan-san, die sich als Yojimbo für Otaku Meji-san einsetzte und so sein Leben vor einem Mordanschlag retten konnte."
Wieder nehmen alle symbolisch einen Schluck.
"Und zuletzt, die erfreulichste aller Nachrichten! Schon bald wird es eine Hochzeit geben. Otaku Kiku-san wird bald vermählt. Ihr Familie ist sehr stolz auf Sie, für ihre hervorragenden Leistungen."
Wieder nehmen alle einen Schluck.

"Nun, lasst uns essen."
Die Anwesenden verbeugen sich wieder und beginnen ihre Schalen zu leeren. Njan's Appetit jedoch, will nicht so recht aufkreuzen.
Khan sitzt direkt neben dem Karô, zu seiner rechten. Leise besprechen die beiden miteinander und Njan hört einmal seinen Namen fallen. Die Augen des Karôs fallen auf den eben erwähnten, huschen aber sofort wieder zurück.

Inzwischen hat Njan nun auch Shinjo Aori-san bemerkt, der sich unbemerkt an den Tisch gesetzt hat, jedoch weit am Ende des Tisches.

Das Gespräch neben ihm wird wieder lauter, als scheinbar das Thema gewechselt wird. Offenbar sollen alle davon hören.
"Nun, Khan-san ich hörte das wir bald hohen Besuch bekommen werden?"
"Hai, ehrenwerter Karô. Mein ehrenwerter Vater, Karô Shinjo Ruas-sama wird vom Schlachtfeld zurück kehren."
Die Gespräche am Tisch verstummen schlagartig ob dieser Neuigkeit.
"Welch großer Anlass zuf Freude, ein solch hoher Besuch. Dann werde ich eine kleine Änderung am Zeitplan vornehmen."

Der Karô erhebt sich feierlich, sein lächeln auf den Gesicht eine Maske.
"Aufgrund der neuen Ereignisse möchte ich dass das Duell zwischen Shinjo Aori-san und Moto Sahsi-san, wird verschoben. Da Shinjo Njan-san, der ehrenwerte Sohn des Daimyos an dem Kampf beteiligt ist, soll sein Vater anwesend sein, wenn der Streit geschlichtet wird."

Einen raunen geht durch die Menge, dikussionen Falmmen auf ob dass den überhaupt möglich sein kann. Shinjo Aori isst unbeeidruckt seinen Reis weiter.
Khan beugt sich zu seinem jungeren Bruder:
"Gern geschehen, Kleiner Bruder."

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Do 12 Mai 2011, 11:39

Ich antworte leise: „Ich verneige mich in unnennbarer Ehrfurcht vor eurer Großzügigkeit Großer Bruder. Aber: Danke, wirklich!“ Ehrlich gesagt, bin ich sogar ziemlich erleichtert, wenigstens, habe ich jetzt noch eine Weile Zeit um die Sache aufzuschieben. Obwohl die Sache durch die Anwesenheit meines Vaters nicht gerade besser wird… Kiku wird vermählt? Das ist tatsächlich ein, eigenartiger Gedanke. Es wäre alles so viel einfacher, wenn man sich einmal in seinem Leben über seine eigenen Gedanken und Gefühle klarwerden könnte…
„Bruder, wisst Ihr wer das Glück hat, der zukünftige Ehemann von Otaku Kiku-san zu sein?“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Do 12 Mai 2011, 19:47

Leise antwortet Khan mit einem leichten, wissendem Lächeln:
"Ein sehr, sehr glücklicher Samurai."
Ein kurzes Zwinkern, dann wendet er sich wieder ab. Als Njan versucht Blickkontakt mit Kiku zu erstellen, weicht Sie ihm verlegen aus.

Der Rest des Mahls, wird von den kommenden Ereignissen beherrscht. Khan dreht sich nur noch einmal um, um seinen Bruder zu sagen, dass er morgen mit ihm trainieren werde, um ihm die nötigsten Tricks zu zeigen. Yu-Pan besteht darauf dabei zu sein. Ihr Vater werde in vier Tagen auf dem Schloß ankommen.

Nachdem endlich das Essen vorbei ist, verlässt Njan schnell den Raum. Obwohl noch viel Konversation gepfelgt wird, spürt er, wie sich Übelkeit ausbreitet. Gerade noch so sein Zimmer erreichend, übergibt er sich in eine Schüßel. Das war zu viel auf einmal.

Als er eine Stunde mit drückenden Kopfschmerzen erwacht, sieht er Daisuke über sich. Ein paar Räucherstäbchen brennen neben Njans Kopf, eine Schale warmer Sand, ein Tuch mit heißem Wasser und eine Kanne mit irgendetwas stark würzigem liegen Griffbereit für den Jungen.

"Ich werde mich um euch kümmern Herr, wenn ihr gestattet."

Spoiler:
SL: Also: Vier Tage! Wir machen das ein wenig im schnelldurchlauf, wenn möglich. Daisuke wird sich den Rest des Abend um dich kümmern. Zur Nacht hin wirst du dich auf jeden Fall besser fühlen. Wenn du unbedingt möchtest, kannst du hier noch eine Aufgabe erfüllen, auch wenn dein Diener davon abrät.
Morgen geht es dir gut genug um mit deinem Bruder in den Morgenstunden zu trainieren, der dich persönlich abholt. Ihr werdet mit Yu-Pan im Garten trainieren. Der Nachmittag ist frei zu deiner Verfügung. Du kannst auch Diener anweisen, Dinge für dich zu erledigen. Du kannst auch andere Samurai befragen. Kiku ist wegen den Hochtseitsvorbereitungen leider nicht zu sprechen. Falls noch Fragen: Skype me. ^^

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Do 12 Mai 2011, 23:04

Den Rest des Abends verbringe ich unter der fürsorglichen Aufsicht meines Dieners. Ich könnte natürlich aufstehen, könnte natürlich hinausgehen und irgendetwas Nützliches tun aber wenn ich ehrlich bin, habe ich Moment zu nichts anderem Lust, als mich auszuruhen. Mit jeder Stunde geht es mir besser. Daisuke ist wirklich Gold wert. „Daisuke, ich will, das du deine Ohren die nächsten Tage weit offen hältst. Ich will wissen, wer der Mann von Otaku Kiku-san sein wird!“

Schon wieder viel zu früh, werde ich von meinem Bruder geweckt. Grinsend blickt er in mein verschlafenes Gesicht und ich muss an hunderte vergangener Morgen zurückdenken, an denen ich beim Aufwachen eben dieses Bild vor Augen hatte. „Warum immer wieder Khan, warum immer wieder so früh?“ – „Wer zu lang schläft verpasst das Beste kleiner Bruder! Und jetzt vorwärts, sonst verliere ich noch meine Lust dich zu trainieren. Ich und Yu-Pan warten im Garten auf dich.“ Ich murmle irgendwas in Richtung „Welch ein Verlust, das wäre
“, während ich mich aufraffe. Wenigstens, fühle ich mich deutlich besser als gestern.
Das Training ist zwar anstrengend, aber erfrischend. Die Morgenluft und die Bewegung scheinen den letzten Funken der Erkältung aus meinem Körper zu treiben. Ich versuche, all das Gewirr von Gedanken aus meinem Kopf zu verdrängen und mich nur auf den Ablauf der Bewegungen zu konzentrieren, vollkommen im Schwertkampf aufzugehen.

Nachdem ich mich mittags kurz gewaschen und ein wenig gegessen habe, mache ich mich wieder auf die Suche. Aber zunächst nicht, nach meinem Kontrahenten. Wieder wende ich mich an einen Oberdiener: „Kannst du mir sagen, wo ich Otaku Kiku-san finden kann?“ – „Sie ist im Moment nicht zu sprechen. Sie befindet sich mitten in den Vorbereitungen für die Hochzeit.“ – „So? Kannst du mir sagen, wer ihr Ehemann sein wird?“

Spoiler:
*Wenn er mir nichts sagen kann, dann gehts weiter mit Shinjo Aori-san*

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Fr 13 Mai 2011, 11:16

Der Diener verbeugt sich ehrerbietig: „Verzeiht Herr, aber über die Hochzeit kann ich euch nichts sagen.“ – „Hm, kannst du mir dann sagen, wo ich Shinjo Aori-san finde?“ – „Er meditiert im Garten, Herr.“ – „Arrigato.“

Ich gehe hinaus in den Garten und finde Aori nach kurzem Suchen. Nicht weit von ihm entfernt, setze ich mich ebenfalls im Schneidersitz ins Gras und warte, bis er seine Meditation beendet hat. Als er sich aufrichtet, erhebe ich mich ebenfalls und verbeuge mich: „Shinjo Aori-san, habt ihr einen Moment Zeit, einige Worte mit mir zu wechseln? Ich habe über euren Streit mit Moto Sashi-san nachgedacht und mir scheint, es gibt Dinge, die mir verborgen blieben.“

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Re: Der Herbst 1126

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