Der Herbst 1126

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 10 Jul 2011, 17:10

Ich hole tief Luft und sehe trübe in die Runde. Ich komme mir selbst vor wie ein Gespenst. Wie viele kommen hier wieder lebend raus? Ich spucke aus, bevor ich meinen Befehl brülle: „Wir brechen das Lager ab! Alles wird in die Haupthalle des Dorfes verlegt. SOFORT!“ Erneut muss ich husten, bevor ich selbst zu meinem Zelt gehe und beginne, alles abzubauen.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mo 11 Jul 2011, 10:43

Der Tross bewegt sich unglaublich langsam in Richtung Dorf. Noch vor einer Stunde, sollte alles niedergebrannt werden, nun ist es die letzte Hoffnung des Zuges.

Als die letzten Männer in's Gemeindehaus gebracht werden, ist es bereits wieder Abend. Die zwei todkranken Ashigaru haben es nicht geschafft.

Das Haus knarzt und knarrt unter den donnernden Regentropfen. An einigen Balken, rinnt bereits das Wasser herab. Das Dach scheint undicht geworden zu sein.

"Die Männer sind verstaut. Holt noch ein paar Decken! Irgendwo müssen welche zu finden sein."
Khans Gesicht ist steingrau geworden, während er seine Anweisungen herauspresst. Auch ihm geht es nicht gut.

"Was jetzt Njan? Die Männer sind verstaut, aber ich brauche Medikamente, wenn ich eine Chance haben soll. Vielleicht siehst du dich im Dorf um?"

Spoiler:
SL: Bitte eine Probe auf Wiederstand.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 11 Jul 2011, 14:42

Spoiler:
Widerstand schreibt man ohne ie ^^, mach ich auch dauernd falsch. Es kommt ja nicht von „wieder“ im Sinne von erneut sondern von „wider“, wie gegen. Du meinst wohl mal wieder Ausdauer, diesmal mit Void-Einsatz (+1W10 –> 3W10) Ich muss durchhalten!: 22

Ich nicke: „Ich werde suchen. Daisuke, komm mit, du musst mir helfen. Ich selbst weiß nicht genau, was wir brauchen.“ Ich werfe einen Blick auf den müden Haufen, den ich befehlige. Ein derart rapider Krankheitsverlauf ist nicht normal! An einer Lungenentzündung oder einer heftigen Erkältung, stirbt man nicht in dieser Geschwindigkeit. Es ist dieser Ort, der krank macht.
Draußen, mache ich mich auf die Suche nach dem Haus einer Kräuterfrau oder vielleicht, dem Quartier eines Mönches. Irgendwo müssen sie wohl das Nötigste haben! Ich werfe einen Blick auf meinen Diener, der sich neben mir duch den Regen drückt: „Wie geht es dir Daisuke?“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 13 Jul 2011, 12:45

"Bisher gut, danke dass ihr fragt mein Herr."
Aber sogar Daisuke sieht etwas blass aus. Die Angst steht ihm in's Gesicht geschrieben.

Zusammen treten sie hinaus in den strömenden Regen.
Das große Haus steht auf einem Hügel über den meisten anderen Gebäuden. Es besitzt wie scheinbar jedes Haus hier nur ein Stockwerk und einen Keller.
Ein kurzer Weg führt nach unten in die Dorfmitte. Ein kleiner Schrein steht dort von einem kleinen, kaum gepflegten Garten, sowie ein größerer überdachter Stand, an dem irgendwann einmal Waren angeboten wurden. Das Haus des Dorfschmieds, ein leer stehenden Haus und das Haus des Doshins drängen sich dicht an dich aneinander.
Auf den Feldern, weiter draußen gibt es ausserdem mehrere Bauerhäuser mit leeren Viehställen. Die Tiere liegen tot auf den Feldern um ihre Ställe.

Vier Bauernhäuser mit totem Vieh, Sechs Häuser von Reis- und Weizenbauern verteilen sich über das Areal.
Vor dem kleinen Wald gibt es ausserdem eine kleine Hütte mit Werkstatt, die dem Holzfäller gehört hat.

Ein kleiner Holzstand ist über den Bäumen am Bergrücken, etwa zwei bis drei Stunden Marsch entfernt zu sehen.

Das Dorf der Etá liegt am Waldrand, abseits der Holzfällerhütte.

Spoiler:
SL: Das ist was du bisher sofort siehst wenn du rausgehst. Eine Wahrnehmungsprobe darfst du für spätere Zwecke schon mal würfeln. Wo wendest du dich hin? Nenne ruhig eine Reihe Häuser, wir gehen sie dann je nach Bedarf schnell oder langsam durch.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mi 13 Jul 2011, 14:41

Spoiler:
Schrein + Garten (vielleicht wächst da was), Doshin, Schmied, Vieh-Bauern. Danach sehen wir weiter. Wahrnehmung: 21


Zuletzt von Elias am Mi 13 Jul 2011, 14:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am So 17 Jul 2011, 13:42

Njan geht zum Schrein.
Das aus Holz und wenig Stein gebaute Gebilde ist etwa zweimal so groß wie ein ausgewachsener Mann, bietet im Inneren gerade mal Platz für zwei Leute nebeneinander und ist vielleicht vier Schritt tief.

Ein kleiner Podest mit Weihrauchschale ist aufgestellt, an einer hölzernen Wand dahinter hängen viele Gebetszettel aufgehängt, kleinere Beigaben in Schüsseln und runde Kiesel liegen auf dem Altar verstreut.
Im Garten selbst wachsen tatsächlich ein paar Heilkräuter, doch es ist kaum eine Handvoll zu bekommen. Der Großteil wurde unachtsam geerntet, ohne viel zum Nachwachsen übrig zu lassen. Die wenigen Stängel und Blätter die Daisuke sammeln kann, sind die letzten verbliebenen Setzlinge und auch Daisuke ist gezwungen sie komplett ab zu ernten, wenn er mit ihnen überhaupt etwas erreichen will.

"Diese Kräuter können zumindest die Übelkeit bekämpfen und das Fieber, Herr."

Das Haus des Doshin's liegt ebenso trostlos und leer da, wie der Rest des Dorfes. Während Daisuke sich nach Heilmitteln umsieht, inspiziert Njan das Haus selber. Er muss mehrfach stark husten, seine Lunge fühlt sich seltsam an, doch für den Moment geht es noch.
Das Haus verfügt über sogar zwei Schlafräume, ein Zeichen dass es dem Dorfältesten wohl gut erging, bis die Krankheit sie dahin raffte.
In einem Zimmer findet Njan die persönlichen Dinge des Doshins und seiner Frau, ein wenig Schminke, Kleidung, eine geschnitzte Holzfigur, Spielsachen für traute Zweisamkeit und eine Pfeife.
Im anderen Zimmer findet Njan nur einen Futon. Auf dem Boden liegen zwei Puppen verteilt, ausserdem kleine Kimonos und Sandalen. Hir hat scheinbar ein kleines Mädchen gelebt. Die Kleider liegen alle auf einem Haufen, der Futon ist ungemacht.
Njan weiß, dass die Leichen der Leute bereits aus ihren Häusern getragen wurden um dann von den Etá verbrannt zu werden. Doch der Gestank des Todes hängt immer noch in der Luft.

"Herr, ich habe ein wenig Medizin gefunden. Nicht viel, aber zumindest etwas."
"Gut, lass uns weitergehen."

Sie verlassen das Haus und treten auf die matschige Straße. Der Schmied ist ihr nächstes Ziel, doch kaum sind sie vor der Tür angelant, schreit Daisuke erschrocken auf.
"Was? Was ist? Sprich, Junge!"
"Da! Da! Ich habe einen Geist gesehen, ich schwöre es!"

Hektisch blickt sich Njan um, doch er kann nichts erkennen. Daisuke zeigt auf eine Stelle unter dem auf Stelzen stehenden Schmiedehaus.
Er macht anstalten weg zu laufen. Sein Gesicht ist kreidebleich.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 17 Jul 2011, 14:05

„Beruhige dich Daiskue. Sicher nichts, mit dem man nicht fertig wird.“ Ich ziehe mein Katana und nähere mich vorsichtig dem Haus. „Wer ist dort. Zeigt euch wer immer ihr seid! Wir sind hier um diesen Flecken Land von allem Übel zu reinigen!“ Ich knie mich in gesunder Entfernung hin und spähe unter das Haus, bereit, jeden Moment aufzuspringen.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am So 17 Jul 2011, 18:13

Unter dem Haus ist nichts zu sehen ausser Schatten und Dreck. Der halbverweste Kadaver einer Katze liegt neben einem Stützbalken. Ansonsten ist nichts zu sehen. Ob es nur Einbildungen sind? Anzeichen für die Krankheit?
Unruhig sieht sich Njan zu Daisuke um. Ob er auch schon totkrank ist?

Noch einmal mustert er den Dreck und will gerade aufstehen, da stutzt er. Dort hängt irgenetwas am Nagel. Er kriecht ein wenig näher, der Gestank des Katzenkadavers steigt ihm in die Nase und zwingt ihm zum würgen. Für einen Moment werden die Kopfschmerzen wieder schlimmer, doch dann hat er es endlich in der Hand. Ein paar abgerissene, weiße Wollfäden aus Schaafswolle.

Spoiler:
SL: Du darfst auch gerne einen Wurf auf Wahrnehmung Jagd machen, wenn du kannst.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 17 Jul 2011, 20:48

Spoiler:
Wahrnehmung + Jagd 3W10 v. 4W10: 27

Ich richte mich auf und halte die Wollfäden nachdenklich in der Hand. „Seit wann haben Gespenster einen Pelz? Suchen wir weiter, wir müssen sehen, was wir kriegen können. Solange es stets vor uns flieht schadet es uns nicht.“ Ich versuche motivierter zu klingen als ich bin…Ich bin mir bei der ganzen Sache ganz und gar nicht sicher. Ich schicke mich an, das Haus des Schmieds zu betreten…

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am So 17 Jul 2011, 23:01

Geister hinterlassen ausserdem keine Spuren. Fußabdrücke sind im weichen Schlamm unter dem Haus zu sehen. Sehr klein, menschlich. Auch ein paar Handabdrücke sind zu sehen. Die Hand muss einem Kind gehören, wenn man nach der Größe geht...vielleicht auch einer kleinen Frau.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 17 Jul 2011, 23:08

Ich schüttle den Kopf und beuge mich noch einmal nach unten: „He. Wer immer du auch bist, komm da raus. Wir tun dir nichts! Ich und meine Männer sind gute Leute, wir wollen, dass das Böse von diesem Ort verschwindet! Vielleicht können wir dir helfen.“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 19 Jul 2011, 11:41

Die einzige Antwort ist der immerwährende Wind und der peitschende Regen.

Treifend nass, betreten sie schließlich das Gebäude.
Nach vorne hin, gibt es einen überdachten offenen Teil, an dem Schmiedewaren lehnen. Einige sind bereits verrostet, da der Regen durch das einfache Schilfdach getropt ist.
Amboss und Hammer liegen in einer schmutzigen Pfüze trostlos herum.

Im Inneren gibt es kaum mehr als ein Schlaaf- und ein Wohnzimmer mit Küche.
Letzte Fischreste verwesen auf einem Schneidetisch, das Messer im Holz steckend. Eine kalte Schaale Tee steht auf einem kleinen Holztisch in der Mitte des Raumes.
Der kleine Schrein in der Küche enthält kleine Metallarbeiten, Ketten und Ringe.
Doch sonst lässt sich nicht's finden. Ein wenig Werkzeug, eine Schale mit einigen Bronzemünzen und ein paar Blätter Reispapier, auf denen geschrieben wurde.
Auch hier sind die Futons unaufgeräumt, ein Tablett liegt mit einem zerbrochenen Teekännchen am Boden neben ihnen.

Spoiler:
SL: Weiter? Planänderungen? Gedanken?

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 19 Jul 2011, 12:33

Spoiler:
Noch das leer stehende Haus, dann zurück ins Haupthaus, einen Moment aufwärmen und ein bisschen trocken werden. Dann gehts weiter zu den Bauern, wobei die Vieh-Bauern als erste folgen.

Ich schüttle den Kopf. „Sie sind alle zusammen in sehr kurzer Zeit dahin gerafft worden! Sonst hätte sich doch irgendjemand um all das gekümmert. Ein furchtbarer Ort!“ Ich gehe nach draußen. „Komm, wir durchsuchen noch dieses Haus, dann werden wir uns erst einmal aufwärmen und zusehen, dass wir irgendetwas zu essen bekommen. Später sehen wir uns die Bauernhäuser an.“ Ich weiß nicht wie viele Männer von dieser Mission zurückkehren werden und ich weiß auch nicht, ob ich unter diesen Männern sein werde. Kiku ist fort und viele der Leute liegen nahezu im sterben, abgesehen von denen, die bereits Tod sind. Soll ich es bereuen dieses Weib nicht mitgenommen zu haben? Wohl kaum…vielleicht erspart mir der Aufenthalt in diesem Dorf ja die Hochzeit. Voller düsterer Gedanken mache ich mich daran das leerstehende Haus zu durchsuchen, das still und verlassen daliegt.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 20 Jul 2011, 11:12

Im letzten Haus ist kaum mehr zu finden als zehn Futons und ein paar Sitzkissen.

Der Haushalt scheint mehr oder minder geplündert worden zu sein.

Enttäuscht ziehen sich die beiden Suchenden zu den Anderen ins große Haus zurück. Doch der Anblick dort ist noch schlimmer.

Die Soldaten liegen alle mit zum Teil grünen oder weißen Gesichtern im Futon, leere Schüßeln neben ihnen.

Khan hetzt von einem zum nächsten, wobei es ein Wunder ist dass er so, wie er aussieht nicht selbst schon flach liegt.

Auf den Gesichtern einiger Etá haben sich rote Pusteln gebildet. Daisuke beginnt sofort damit, die Kräuter zu verarbeiten und Khan zur Hand zu gehen.

Einleichter Schwindel lässt Njan frustriert gegen die Wand lehnen. Erst einmal, muss er trocknen, bevor er daran denken kann, irgendetwas anderes zu machen...

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mi 20 Jul 2011, 12:26

Ich versuche mich aufzuwärmen, was mir nur mehr schlecht als recht gelingt. Sie zeigen die Zeichen der Seuche. Es ist weniger eine Frage von Tagen, als von Stunden, bis wir nichts mehr für sie tun können. „Ein jeder, der diese Pusteln zeigt, ist sofort in das leerstehende Haus unten am Platz zu bringen!“ Ich gehe zu Khan und nehme ihn beiseite in eine Ecke: „Die Leute hatten recht. Da draußen treibt sich etwas herum. Etwa so groß wie ein Kind, hinterlässt Fußspuren und Fetzen von Wolle. Es zeigt sich nicht. Ich weiß nicht mehr was zu tun ist. Ich kann nur die Bauernhäuser durchsuchen, in der Hoffnung irgendetwas zu finden. Kümmere dich vor allem um die Leute, bei denen sich diese Male noch nicht zeigen. Ich zweifle an den Überlebenschancen derjenigen die sie bereits haben. Khan, ich…“ Ich beende meinen Satz nicht und wende mich grimmig kopfschüttelnd ab. „Daisuke, du hilfst meinem Bruder! Ich werde alleine weitersuchen!“ Beim verlassen des Hauses, erinnere ich mich an die beschriebenen Blätter im haus des Schmieds - lässt sich dort irgendein Hinweis finden? Wo kann ich noch suchen? Da wäre noch die Hüte des Holzfällers, diser leere Verkaufsstand - mehr als unwahrschinlich, dort etwas zu finden. Ich schaudere...Sicherlich bleibt mir das Dorf der Eta auch nicht erspart, ich mag mir die Zustände dort gar nicht vorstellen.


Spoiler:
Nochmal Schmied, dann der Verkaufsstand, dann der Holzfäller, dann die Bauern, dann die Eta. Akemi lasse ich immer in sicherer Entfernung zum toten Vieh laufen. Wenn es ganz dunkel ist, gehts zurück.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am So 24 Jul 2011, 18:53

Im Haus des Schmiedes sucht Njan noch einmal nach den Blättern und wird schlielich fündig. Ein Schmied der schreibt? Sehr seltsam.

Die Blätter scheinen Tagebucheinträge zu sein. Njan überfliegt die Einträge und stellt fest, dass der Schmied ein Ronin gewesen zu sein scheint. Wahrscheinlich ein ehemaliger Einhornsamurai.
Der großteil der Blätter enthält nichts von Belang. Tag ein Tag aus nur Schmiedearbeiten, Altweibertratsch und ein paar wenige Probleme mit Berglöwen.
In der Miene wird kaum gefördert und ein Magistrat besucht regelmäßig das Dorf.
Die letzten Einträge jedoch, enthalten die gewünschten Hinweise:


Der Monat des Hahns.
Halbmond.

Die Ernten der Bauer waren dieses mal schlecht, also haben wir wieder mit Nahrungsmittelknappheit zu kämpfen. Ich habe für den Holfäller Haru ein paar neue Axtblätter gefertigt, im Austausch für Holz zur Reperatur des Daches.
Harus Frau hat wieder einmal Yui aus ihrem Haus geworfen und weigert sich sie weiter zu unterrichten.
Hayato meint das Mädchen hätte seltsame Träume in letzter Zeit. Er sprach gestern erneut gebete für den Winter und lies Yui miteinfließen. Vielleicht wird das, das arme Mädchen von den Träumen befreien.

Der Monat des Hahns
Dreiviertelmond.

Bentos Pflug ist schon wieder gebrochen. Ich habe ihn repariert und seine Schulden beim Doshin gut geschrieben. Takumi und seine Frau sind indes verzweifelt. Das arme Kind wird immer häufiger von schlimmen Träumen geplagt und spricht ständig vom kommenden Tod für das Dorf. So etwas habe ich noch nie erlebt. Hayato ist der Meinung, dass sie vielleicht besessen sei und wir einen richtigen Shugenja zu uns bitten sollten. Aber wer kommt schon hier her? Deshalb habe ich ich für das Dorf entschieden, doch nun bereue ich es.
Manchmal schreit Yui nachts so laut, dass das ganze Dorf wach wird. Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte.

Der Monat des Hahns.
Vollmond.

Ein Fremder ist heute Nacht durch das Dorf geritten. Wir wissen dass nur deshalb mit Sicherheit weil Yui noch nie so laut in einer Nacht geschrien hat.
"Der Tod ist da, der Tod ist da!" hat sie gerufen. Sakura hat solche Angst bekommen, dass sie sich die ganze Nacht die Augen ausgeweint hat.
Ich ging also vor die Tür und da sehe ich gerade noch so, wie eine kleine Gestalt auf einem Karren der von einem sehr dürren, krank aussehenden Pferd gezogen wird durch unser Dorf reitet.
Er ist nicht stehen geblieben, ist einfach weiter in die Nacht gefahren. Ohne Licht.
Das Gesicht dass ich kaum unter dem weiten Reishut sehen konnte war so gräßlich grau-bleich. Er sah aus wie tot! Im Dunkel war es unmöglich zu erkennen, aber im Schein des Mondes, glaube ich das Mon des Skorpions auf seinem weiten Kimono gesehen zu haben. Was wenn es ein Yogo war? Einer der verfluchten?
Aber nein, der Skorpion wurde aus dem Kaisserreich geworfen, seine Mitglieder getötet oder in das Exil geschickt.
Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen. Man sagte mir, Yui sei heute Nacht ohnmächtig geworden vor lauter Tränen. Ein segen für uns alle.

Der Monat des Hahns.
Abnehmender Dreiviertelmond.

Der Doshin und seine Frau sind krank. Auch ein paar Bauern. Es geht eine Erkältungswelle durch das Dorf. Der reisende Händler Kaito kam hier durch und ich habe einige Metallwaren gegen Medizin und Gewürze getauscht.
Yui selbst scheint auch krank zu sein, schon seit dem Vollmond.
Ich fühle mich selbst nicht gut. Ich glaube ich arbeite heute nicht.

Der Monat des Hahns.
Abnehmender Halbmond.

Heute ist der Bauer Shouta gestorben. Zwei Tage zuvor war Beso unter den Toten. Die Krankheit hat sie dahin gerafft. Die Kranken wurden zu Anfang blass und klagten über Übelkeit und Schwindel.
Nach ein paar Tagen erbrachen sie sich und konnten nicht mehr auf dem Bett aufstehen. Zuletzt, zeichneten sich rote Stellen auf die Haut, die wie geplatzte Adern aussahen und sich letztendlich entzündeten. Wer davon betroffen ist, stirbt.
Die Spuren des Karrens auf dem der Fremde kam sind immer noch im Schlamm zu sehen. Er fuhr nach Norden in die Berge. Ich werde heute meine Sachen packen und Sakura mit mir nehmen. Wir gehen fort. Bevor auch wir noch krank werden.

Später.

Es ist Abend und wir sind nicht fort gegangen. Sakura ist nicht fähig zu reisen. Ich fürchte auch sie ist krank. Ich selbst fühle mich nicht all zu wohl. Ob ich das selbe habe wie die anderen?
Ich glaube Yui ist tot. Ihre Eltern lassen sich nicht mehr blicken und wenn jemand mit ihnen reden möchte, dann ist nur seine Frau zu sehen, die uns unwirsch fort schickt. Niemand hat das Mädchen mehr seit dem Vollmond gesehen oder gehört. Und die Eltern scheinen beide ebenfalls erkrankt zu sein. Welch Fluch ist über uns gekommen.

[Dieser Eintrag ist mit sehr zittriger Hand geschrieben. Es fehlen Buchstaben und die Wörter sind zum Teil stark verschoben.]

Der Mo Hahn...
Sichelmnd.

Werd sterbe . Weiß es. Sakura...begraben, Haruto tot.
Hab Yui gesh. Immer wieder Yu.
D Kami steh mir b i .
Ich...


Die Nachricht endet abprupt. Draußen heult der Wind. Njan hat kaum bemerkt, dass es nun fast stockfinster draußen ist. Dabei kann kaum eine Stunde vergangen sein.
Er kann sich gar nicht erinnern, eine Kerze angezündet zu haben.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 25 Jul 2011, 09:43

Seltsam, beängstigend. Ein totengleicher Reiter. Ein verfluchtes Mädchen. Bin ich noch im hier und jetzt oder sind wir auf unserer Reise durch einen Schleier geritten, der uns mitten in ein Schauermärchen geführt hat. Ich raffe die Notizen zusammen und verlasse das Haus des Schmieds. Dieser weiße Schatten, es muss das Mädchen sein. Vielleicht hat sie eine ähnliche Begabung wie Daisuke, auch er hat ein starkes Durchhaltevermögen, auch er spürt vieles, was mir verborgen bleibt. Sie war vielleicht zu jung um ihre Ängste, ihre Kräfte kontrollieren zu können. Dieser Ort ist verflucht. Der Makel der Schattenlande hat sich den Bewohnern dieses Ortes offenbart. Können wir diesen Reiter aufspüren? Ist er der Ursprung all diesen Übels? Ist er überhaupt Realität? Ich kann nichts weiter tun, als meinen Männern beim Sterben zuzusehen oder allein in ein Gebiet aufzubrechen, das ich nicht kenne um irgendwo nach einem Phantom zu suchen, von dem ich nicht weiß ob es existiert oder ob ich es besiegen kann.
Ich mache mich auf den Weg zurück zum Haupthaus. Morgen werde ich weitersehen. Zuerst einmal werde ich meinem Bruder die Notizen zeigen. Warum habe ich Daisuke eigentlich nie gefragt, wie der Fluch über sein Dorf kam? Es ist höchste Zeit!

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mo 25 Jul 2011, 10:50

Müde tritt er aus dem Haus des Schmiedes heraus.
Das Licht der Kerze ist erloschen und unbehaglichkeit breitet sich aus.
Noch immer heult der Wind, prasselt der Regen, kriecht die Kälte in die Glieder.

In Gedanken versunken, will er sich dem Haupthaus zuwenden, als er plötzlich aus den Augenwinkeln einen weißen Schatten sieht.

Er dreht den Kopf, doch das kleine Mädchen rennt los noch ehe er es richtig gesehen hat. Sie ist flink wie der Wind und irgendwie...schwer mit den Sinnen zu fassen.
Sie rennt in Richtung Wald...

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Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 25 Jul 2011, 15:11

Spoiler:
Eventuelle Proben daheim

Ich mache Akemi los und schwinge mich auf seinen Sattel. „Vorwärts Junge!“ Ich presche dem Mädchen hinterher. Noch mal entkommst du mir nicht! „Yui! Bleib stehen Yui!“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 26 Jul 2011, 10:25

Das Wasser des Himmels peitscht dem Reiter ins Gesicht und zwingt ihn die Augen zu zu kneifen.
Auch Akemi hat es schwer in dem unwegsamen Gelände und bei dem schlechten Wetter zu reiten.

Der weiße Schatten flieht zwischen engen Häuserfronten davon, so dass Njan mehrmals gezwungen ist, um ein Haus herum zu reiten. Dann verliert er Sie aus dem Blickfeld nur um kurz darauf die weiße Gestalt wieder in's hohe Gras rennen zu sehen. Zwischen den hohen Halmen ist ihre blasse Form kaum aus zu machen.
Er verliert sie mehrfach aus dem Blick und findet Sie dann wieder mit einem weiten Vorsprung. Ihr Weg führt in Richtung Wald. Zwischen Etá-Dorf und Holzfällerhaus zischt sie in das Unterholz und verschwindet entgültig.

Schlitternd kommt Akemi zum stehen. In dieses dichte Unterholz kann er nicht gut hinterher, ausserdem scheint der Boden sehr nachgiebig zu sein. Seltsam. Vom Dorf aus sah der Wald nicht so dicht aus.
Njan kann vage den weißen Schatten in den Tiefen des Waldes ausmachen. Trotz des starken Windes, hat er das Gefühl dass von irgendwoher leises Flüstern zu hören ist. Fast hört es sich an, als ob Kiku ihm zuwispere...

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 26 Jul 2011, 10:47

Verflucht! Ich habe es gewusst. Ich habe gewusst, dass ich in diesen Wald muss! Ich springe von Akemis Rücken und binde ihn an einem Baum fest. Dann eile ich dem Mädchen, diesem weißen Gespenst, hinterher. Mühsam muss ich mir einen Weg durch das dichte Unterholz bahnen. Was ist das für ein verfluchtes Geflüster? Und warum gehe ich allein hier hinein? Es widerspricht jeder Vernunft…

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 26 Jul 2011, 12:59

Es ist als ob der junge Samurai einen geschützten Raum betreten hat. Der Wind wird schwächer, der Regen erreicht kaum noch den Boden durch das dichte Blattwerk. Hohe Bambushalme wachsen aus sumpfigen Boden und machen es schwer voran zu kommen.

Njan kämpft sich tapfer weiter, seine Füße versinken immer tiefer in den sumpfigen Boden. Wasser dringt auch nun in seine Stiefel ein und kühlt seinen Körper noch weiter ab. Endlich erreicht er eine kleine Insel, mitten in diesem sumpfigen Gelände. Wieder ist Sie aus seinem Blickfeld verschwunden, doch der Samurai geht unbeirrt voran. Von irgendwoher scheint trübes Licht zu kommen, gar scheint es das manche Stellen im sumpf selbst grünlich schimmern.

Der weiße Schatten taucht erneut auf, doch diesmal an einer unmöglichen Stelle.
Yui's Abbild ist im Wasser zu sehen, so als würde Sie an Njan statt in das Wasser vor seine Füße schauen.
Das Flüstern wird lauter, die Bäume scheinen ihn an zu starren, die Bambushalme zittern.

"Folge mir!"

Das Abbild im Wasser bewegt den Mund nicht, doch streckt sie die Hand nach ihm aus. Einen unerklärlichen Impuls folgend, streckt er ihr die Hand entgegen, so als ob er sie aus dem Wasser ziehen könnte.
Ehe seine Fingerspitzen das Spiegelglatte Wasser berühren, taucht die kleine Hand des Mädchens selbst aus der Oberfläche unterhalb hervor und umfasst sein Handgelenk.

Njan ist zu überrascht um Widerstand zu leisten und so zieht diese nasse, kalte Hand ihn zu sich herab ins Wasser. Er fällt kopfüber durch das Wasser, in tiefe Schwärze...

[Fortsetzung folgt.]

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 27 Jul 2011, 11:31

Der Schock des Eintauchens in absolute, eiskalte Schwärze lässt Njans Herz einmal aussetzen.
Schmutziges, schlammiges Wasser dringt in Mund und Nase, badet seine Rüstung und Kleidung in feuchte Erde.
Doch im nächsten Moment stößt er wieder durch die Oberfläche durch, hinaus aus dem Wasser, obwohl er eine halbe Drehung nach unten gemacht hat.
Dennoch steht er nicht Kopf, ist die Welt richtig herum, gerade so, als sei die Schwerkraft von einem auf das andere mal verkehrt worden.

Njan öffnet blinzelnd die Augen und starrt auf die weiße Hand der Person, die ihn ins Wasser (hinein? hinaus?) gezogen hat.
Und völlig überrascht erkennt er Utako Kiku wieder.

"Was...was?" stammelt er verwirrt, während er sich hektisch umsieht.

Der Ort ist der selbe, doch irgendetwas ist dennoch anders.
Grünlicher, fast leuchtender Nebel kriecht über den Boden. Alles hat irgendwie eine fahle, kraftlose Farbe. Der Wind weht hier nicht. Auch der Regen prasselt nicht mehr auf das Blätterdach.
Neben Kiku steht ein kleines, schwarzhaariges Mädchen in einem weißen, lädierten Kimono.

Kiku zieht den verwirrten Samurai nun entgültig aus dem Wasser und Schlamm und Wasserpflanzen gleiten von seinem Gesicht, von den Schultern, vom Kopf.
Seltsamerweise, ist Njan nicht mehr kalt. Er tritt aus dem Wasser heraus und stellt erstaunt fest, dass die Nässe sich schnell aus seiner Kleidung verflüchtigt und in den Sumpf zurück fießt.

"Wo bin Ich?"

"Du bist in Meido, Njan. Im Reich der Toten."

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mi 27 Jul 2011, 13:21

Ich starre Kiku an, dann das Mädchen. Was soll das? Es gibt nur eine Erklärung: Man hat mich niedergeschlagen und mir irgendeine Droge verabreicht. Was ist das für ein ketzerisches Spiel, das hier mit mir gespielt wird. „Lächerlich, das ist einfach lächerlich!“ Doch selbst zwei starke Ohrfeigen, die ich mir selbst verpasse bringen nicht viel mehr, als ein kurzes Flackern vor den Augen. Ärgerlich wende ich meinen Blick wieder den beiden Gestalten zu, von denen mir eine vorgaukelt Kiku zu sein. Ich lege die Hand an den Schwertgriff und ziehe mein Katana ein Stück aus der Scheide. Wenn sie mich angreifen, ich werde bereit sein…Abstrus in einem Traum kann ich doch nicht sterben oder? „Was, bei allem was Heilig ist, wird hier gespielt? Ich kann mich nicht erinnern in letzter Zeit gestorben zu sein!“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 27 Jul 2011, 16:42

"Bist du auch nicht." antwortet Kiku und lässt Njans Hand los. Sie setzt einen entnervten Blick auf und wendet sich halb ab.
"Yui hat dich hier her gebracht."
Sie deutet dabei auf das kleine Mädchen das jetzt leicht lächelt. Aber das ist unter ihrer Haarmähne schlecht aus zu machen, da sie ihr ins Gesicht hängt.

"Wie?"

"Ich bin mir nicht sicher. Yui ist eine Art Medium. Sie kann mit den Geistern verstorbener sprechen."

Entgeistert starrt er das kleine Mädchen an.

"Ist Sie...?"
"Iye. Sie ist nicht tot. Sie lebt."
"Was tun wir hier?"
"Uns retten. Und vielleicht noch ein paar unserer Männer. In der Geisterwelt kann uns die Krankheit nicht befallen."

Das Mädchen dreht sich abprupt um und hopst fast fröhlich in den Wald hinein, in Richtung Siedlung.
"Oh nein, das macht Sie ständig." beginnt Kiku und will ihr hinterher laufen, doch plötzlich ist sie schon wieder verschwunden.
"Verdammt!"

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