Der Herbst 1126

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mo 30 Mai 2011, 23:26

Ich verbeuge mich tief vor meinem Vater und wende mich dann wortlos dem Ausgang zu. Ich halte den Kopf gesenkt und gehe mit schnellen Schritten in meine Kammer, niemand soll die Tränen sehen, die in meinen Augen emporsteigen. Gemeinsam? Vater und Sohn? Mein Vater wünscht sich nicht mich, mein Vater wünscht sich jemand anderen. Mein Vater, wünscht sich jemanden, der die Macht des Khans haben will. Ich bin nicht dieser jemand, will nicht dieser jemand sein. Ich bin nur ein Dummkopf der er irgendwie immer schafft aus den Sachen rauszukommen, weil er Kämpfer an seiner Seite, hat die besser sind als er. Yu-Pan oder vielleicht eines Tages der kleine Godan – Wie lang habe ich auch ihn nicht mehr gesehen- Ich will nicht in einem Krieg kämpfen, den ich nicht verstehe, während eine Gefahr am Horizont heraufzieht, die viel bedeutender ist als kleinliche Konflikte zwischen einzelnen Clans. Das Kaiserhaus scheint mir zersplittert und die Herrscher kranken. Ich will keine Verantwortung übernehmen…

Wenn wir uns nun nicht sammeln, werden wir überschwemmt werden. Dann wird es nicht, bei einem Dutzend Leichen und einem Oni, in einem kleinen Dorf bleiben. Wo kann ich mehr bewegen. Ich muss nachdenken…Ich muss Aikiko wiedersehen. Vielleicht werde ich hierbleiben? Wenn ich es schaffen könnte, als Daimyo, als Khan, die Clans zu vereinen. Gesammelt gegen das tatsächliche Übel zu kämpfen. Ich bin ein schwacher Geist, mehr nicht. Ich bin kaum mehr als ein Grashalm im Wind, der stets dorthin weht, wohin er getrieben wird. Doch was wird mehr Standhaftigkeit erfordern? Hier zu verharren und meinen Willen durchzusetzen, oder nun zu fliehen? Was denke ich wirklich und was mache ich mir vor?

Ich wasche mir das Gesicht und eile zum Karô. Im Thronsaal angekommen, verbeuge ich mich hastig aber tief vor ihm. „Verzeiht meine leichte Verspätung ehrenwerter Karô, doch ich war tief in Gedanken und habe darüber die Zeit vergessen.“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 31 Mai 2011, 10:19

Spoiler:
SL: Ok, erst mal Sorry! Fehler der Redaktion. So was passiert wenn man das ein oder andere Zeichen überliest! Verklag mich!
Habs jetzt ausgebessert Very Happy . Nun gut zum nächsten Ding: Ich fürchte wir beide müssen uns mal zusammensetzen und eine kleine Szene ausspielen. Aber das kommt dann schon. Ich weiß nicht ob deine 'schlechten', westlichen Einflüße dir da nicht eine 'falsche' Perspektive vermitteln Razz . Das klären wir dann schon noch.


Der Karô unterschreibt gerade irgendein Papier als der Junge ankommt.
"Ah, Njan-san. Setzt euch! Ich bin froh euch zu sehen."

Froh? Njan ist stutzig. Woher dieser Sinneswandel?

"Also, dass das Duell so tragisch ausgegangen ist, ist bedauerlich. Ihr aber, habt das nicht zu verantworten. Der Daimyo und Ich sind stolz auf euch. Ihr habt euren Namen alle Ehre gemacht."

Er nickt lächelnd zum Zeichen seines Wohlwollens.

"Doch nun genug dieser inneren Streitigkeiten! Es wird Zeit im Land für Ruhe zu sorgen. Dazu brauche ich ein paar fähige Samurai und ihr seid inzwischen Erfahren genug für so etwas. Wir haben Meldungen dass im Norden ein Dorf unter einer seltsamen Krankheit leiden soll. Ihr müsst feststellen ob es sich dabei um die selbe handelt, die im ganzen Land die Dörfer verseucht und nur wandelnde Leichen hinterlässt! Wenn dem so ist, müsst ihr es niederbrennen. Kein verseuchter darf verschont werden!
Ihr müsst selbstverständlich aufpassen, dass ihr nicht selbst erkrankt. Ich schicke euch eine Handvoll Eta mit, die ihr an eurer statt dann das Dorf überprüfen lassen könnt. Otaku Kiku-san wird euch begleiten."

Er hebt eine Augenbraue.
"Habt ihr noch irgendwelche Fragen?"

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Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?
Werd' ich sie dort einst umarmen, meine Leonore?" - "Nimmer", Krächzte da der Rabe. "Nimmer!"

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 31 Mai 2011, 10:52

Kiku erneut an meiner Seite? Ich weiß nicht, was ich davon halten soll…Ich weiß nicht ob mir nun wohl, bei dieser Sache ist. Ich überlege einen Moment: „Die Eta, die wir mit uns nehmen…“ Ich schlucke „Es könnte gut möglich sein, dass sie sich infizieren, wie auch immer das von statten geht. Ich nehme an, auch sie sollen sofort getötet werden, wenn auch nur der leiseste Verdacht besteht?“

Spoiler:
*Eine weitere Frage wird sein: Welches Dorf und wo?(der Name dürfte mir mit „Wege des Landes“ wahrscheinlich zumindest ein bisschen was sagen) Wann sollen wir reiten? (Am besten am nächsten Tag, dann habe ich noch Zeit ein bisschen was zu erledigen (Aikiko).*

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 31 Mai 2011, 11:35

"Das Dorf heißt Shō Bei-mura, kleines Reisdorf und liegt nord-östlich am Fuß der Drachengebirge. Die Eta sind natürlich entbehrlich. Solltet ihr auch nur den leisesten Verdacht haben, dass sie krank sein könnten, solltet ihr sie entsorgen! Es ist sehr wichtig, dass kein Kranker Fuß auf das Gras dieser Stadt setzt! Es gibt bisher noch keine Heilung und wir können keine Epedemie riskieren, nicht jetzt im Krieg!"

Njan nickt verstehend.
"Wann sollen wir reiten?"

"Ihr werdet mit ein paar Ashigaru zusammenreiten. Kiku-san ist bereits über alles informiert. Da ihr bereits zum Nikutai ernannt wurdet, werdet ihr diesen Posten auch weiter inne haben.
Besprecht euch mit Kiku-san und plant eure Abreise. Ihr solltet in den nächsten Drei Tagen aufbrechen."

"Hai, Karô-sama!"

"Dann seid ihr entlassen. Viel Glück!"

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 31 Mai 2011, 19:43

Erneut verbeuge ich mich und verlasse den Saal. Diese Aufgabe werde ich erfüllen, sie ist von großer Wichtigkeit, ein lohnendes Ziel. Auch wenn ich seltsames Gefühl habe, wenn es um diese „Infizierten“ geht…Wenn es gar darum geht, selbst krank zu werden.

Ich frage einen Diener, nach Kiku und werde einmal wieder an den Garten verwiesen. Ich gehe eine Weile, bis ich sie auf einem flachen Stein an einem kleinen Wasserlauf sitzen sehe. Gedankenverloren sieht sie dem Bächlein zu, in dem sich schimmernde Karpfen tummeln. Immer wieder schwimmt einer der Karpfen durch ihr Spiegelbild und bringt die Oberfläche in Unruhe. Ich betrachte sie einen Moment und mir wird fast ein wenig mulmig…Sie ist viel zu gut für diesen aufgetakelten Kranich. Was wollen sie dort? Eine Hofdame aus ihr machen? Sie ist ein Kind der Steppe, wie ich…

Sie dreht sich um, als sie mein Spiegelbild bemerkt. „Shinjo Njan-san?“ – „Otaku Kiku-san. Ich sprach soeben mit dem Karô über die Mission, die wir beide bestreiten werden. Könnt ihr einen Moment für ein Gespräch erübrigen? Wollen wir einige Schritte gemeinsam gehen?“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 31 Mai 2011, 20:05

"Natürlich." antwortet Sie monoton, ohne ihn genau an zu sehen. Sie wandern eine Weile über den Hof an Blumen vorbei.
"Nun, was wolltet ihr reden Njan-san?"
"Ich wollte wissen, wann die richtige Zeit für den Aufbruch wäre? Ich schlage übermorgen vor und wir nehmen uns die Zeit morgen zu packen."
Sie nickt mit einem glasigen Blick, scheint nicht so recht hier zu sein.
"Ihr seid der Nikutai, ihr müsst es wissen."
"Mich interessiert aber auch eure Meinung."
"Ich denke euer Vorschlag ist gut."
Sie macht keinerlei Anstalten das Gespräch in irgendeiner Form weiter zu bringen...

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 31 Mai 2011, 22:10

Ich blicke sie von der Seite an: „Wir wissen nichts über die Stadien dieser Krankheit, wir wissen nicht, wie sie übertragen wird…Euch ist klar, dass wir uns selbst anstecken könnten? Ich bin mir ehrlichgesagt unsicher, wie wir handeln sollen, was die Eta betrifft. Wenn sie Attacken dieser Wesen überstehn sollten…wer weiß, vielleicht sind sie dann bereits infiziert. Versteht ihr? Die eigentliche Schwierigkeit, wird nicht darin bestehen die Infizierten zu beseitigen, sondern darin, zu entscheiden wer infiziert ist und wer nicht, wen wir töten müssen und wer nicht…Ich spekuliere Daisuke, den Jungen aus dem Dorf, mit uns zu nehmen. Er hat sich in einer derartigen Situation bereits als sehr nützlich erwiesen…“ Sie nickt nur: „Das ist sicherlich kein schlechter Einfall.“ Ich schüttle leicht resigniert den Kopf: „Nun gut, ich werde mir den Auftrag bis zum morgigen Tage noch durch den Kopf gehen lassen? Habt ihr noch etwas anzumerken?“


Spoiler:
*Wenn das Gespräch zu Ende ist, werde ich erneut ins Geisha Haus gehen und dort nach Aikiko fragen.*


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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 01 Jun 2011, 11:40

Sie nickt kurz und sieht ihn dann kurz an:
"Hai, wir brauchen einen Shugenja. Vielleicht wollt ihr ja euren Bruder fragen?"

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Mi 01 Jun 2011, 19:05

Ich bleibe einen Moment stehen, bevor ich weitergehe: „Jaaa…Ihr habt vermutlich recht. Mein Bruder wäre uns sicherlich…eine große Hilfe.“ Ich klinge ungefähr so begeistert, als hätte sie mir gerade geraten nackt und auf einer Ziege in die Schlacht zu reiten. „Ich werde mit ihm sprechen.“ Ich bleibe endgültig stehen: „Wenn ihr noch irgendetwas anderes bereden wollt…wir werden uns morgen wiedersehen. Sayonara Kiku-san.“ Ich verbeuge mich leicht und sehe ihr kurz in die Augen, dann wende ich mich ab und gehe davon.

Fast zwei Tage habe ich sie nicht mehr gesehen, zwei Tage, die mir wie Ozeane aus Zeit erscheinen…

Spoiler:
*Wie in meinem letzten Spoiler: Geishahaus -> Aikiko!*

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Fr 03 Jun 2011, 01:09

Der Herbst bringt den Wind der Veränderung mit sich. Das Leben, legt sich schlafen. Die Blätter fallen weiter von den Bäumen, vor seine Füße als er am Geishahaus ankommt.

Die Gesellschafterin lässt ihn ein, führt ihn freundlich lächelnd zu Aikiko, nachdem Sie das Geld angenommen hat. Doch wieder gibt Sie ihm zu wenig Zeit. Wieder heißt es, dass der Gunso vorbei kommen soll.

Zerknirscht tritt er in ihren Raum und vergisst sogleich wieder seine Wut als er ihr schüchternes Lächeln sieht. Sie hat ein Saiteninstrument in der Hand und bevor er etwas sagen kann, zieht Sie schon an dem ersten Stahlseil. Ein kleiner Rythmus entsteht, als ihre Finger die Musik spielen und Sie mit leiser Stimme ein altes Gedicht zitiert.

'Sonne weicht dem Sturmgewitter,
Kälte zieht heran,
Regen prasst auf's Dach hernieder,
das es kaum halten kann.

Doch alles das bekümmert mich nicht,
mein Liebster kommt zu mir,
mein Liebster kommt zum Abend hin,
mein liebster Kavallier.

...'

Das Lied hat fünf Strophen. Als die letzte Note verklingt, legt Aikiko das Instrument auf ein Kissen neben sich ab und sieht anständig zu Boden.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Fr 03 Jun 2011, 17:24

Ich knie mich ihr gegenüber hin und kann den Blick nicht von ihr abwenden, während sie spielt. Als der letzte Ton verklungen ist und sie das Instrument beiseitegelegt hat, verharre ich noch einen Moment und betrachte sie. Schließlich strecke ich meine Hand aus und streiche ihr sanft, als könnte ich sie zerbrechen, eine Strähne aus dem Gesicht. Sie hebt langsam und blickt mich vorsichtig lächelnd an. Das Lächeln mit dem ich ihr entgegenblicke, kann die Melancholie und die Unsicherheit in meinem Ausdruck nicht überdecken. „Aikiko-chan…“ – „Njan-chan, was ist los? Was hast du?“ – „Ich…“ Ich zögere einen Moment, wende meinen Blick ab: „Ich, mein Vater…“ Sie sieht mich ernst an und nimmt meine Hände in ihre: „Njan, beruhige dich, was ist passiert?" Ich hole tief Luft: „Mein Vater hat mich verlobt, an eine Phönix Shugenja. Ich werde im Winter heiraten.“ Ich blicke zu Boden und wage es nicht, meinen Blick zu heben.


Zuletzt von Elias am Di 07 Jun 2011, 09:22 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mo 06 Jun 2011, 11:11

Ein leiser Säufzer entweicht ihrer Kehle. Für einige Momente, herrscht Stille, abgesehen von der Musik verschiedener Instrumente aus dem Saal und dem Lachen betrunkener Samurai.
Dann greift Sie sanft nach seiner Hand.
"Ach Njan-chan, wir wussten dass dieser Tag eines Tages kommen musste."
Er blickt auf und sieht Sie schwach lächeln.
"Du bist ein wichtiges Mitglied deiner Familie und musst deinem Clan Ehre machen. Ich hoffe nur, dass du mich nicht vergisst, wenn du mit deiner hübschen Ehefrau den Bund eingehst."
Beim letzten Satz blickt sie mit erröteten Wangen zu Boden.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 07 Jun 2011, 09:37

Ich streichle ihre Hände und schüttle leicht, bitter lächelnd den Kopf: „Ich werde keine ‚hübsche Frau’ ehelichen, eine eitle Phönix Shugenja ist sie, und selbst wenn sie eine Schönheit wäre, würde sie neben dir verblassen, so wie alle nur noch grau sind, wenn sie neben dir stehen.“ Die letzten Worte habe auch ich mit gesenktem Kopf ausgesprochen, ich merke, wie meine Wangen heiß werden. „Ich werde dich niemals vergessen können, Aikiko-chan. Ich habe davon geträumt, mit dir zu fliehen, alles hinter mir zu lassen…Ich liebe dich.“
Ich hebe meinen Kopf und versuche ihren Blick einzufangen. Was kann ich nur tun? Wie kann ich all das hier lösen?

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 07 Jun 2011, 10:04

Ihre Augen strahlen wie zwei Sonnen. Eine einzelne Träne des Glücks rinnt ihre rote Wange hinab und vergeht an ihrem strahlenden Lächeln.

"Oh Njan! Wie glücklich du mich doch mit diesen Worten gemacht hast! Ich...liebe dich auch!"

Sie kann sich nun nicht mehr zurück halten und zieht ihn an sich um ihn fest zu umarmen. Einige Zeit sitzen sie so da, Herz an Herz, bevor Sie ihn endlich auslässt um stattdessen sein Gesicht mit Küssen zu überdecken.
Aus trockenen Schmatzern, werden feuchte Küsse, welches das Verlangen in beider Lenden entfacht. Ihre Gesichter brennen rot vor Hingabe und Leidenschaft, als sie auf den Futon sinken, wild die Zungen im Kampfe verwickelt. Njans Kimono rutscht etwas hinunter und entblößt seine leicht behaarte Brust. Ihre Beine schlingen sich um die seinen wie eine Schlange wobei auch ihr Kimono verrutscht und unschicklich die glatten, wundervollen Beine der Geisha enthüllt.

Ihre mit langen Fingernägeln besetzen Hände kraulen durch sein Haar, wandern über seine Brust zur Hüfte um sich dort fest zu krallen. Im Rausch der Romanze, verliert Sie etwas die Kontrolle, zieht seinen Kopf nach hinten und beginnt seinen entblößten Hals zu küssen.
Njan spürt einen sehr starken druck gegen sein Bein, der nicht von Ihr herrührt, aber von ihr verursacht worden ist.

Diese Gefühle, diese Gier die tief in seinem inneren aufsteigt beginnen jeden anderen Gedanken zu überlagern. Das Haus ist nicht mehr wichtig! Seine Ehre ist nicht mehr wichtig! Nichts ist mehr wichtig ausser Aikiko und dass, was sie beide gerne tun möchten. Der nächste leidenschaftliche Kuss, bei dem Sie förmlich sein Gesicht auffrisst, lässt ihn entgültig alle Sorgen vergessen.

Sie werden fortgehen. Sie werden zusammen sein. Sie werden glücklich sein. Alles wird gut.

Eilige Schritte auf dem Gang fahren wie ein Donner zwischen die Beiden. Das Herz macht einen panischen Sprung, als Sie von ihm rollt, in windeseile den Kimono zurecht rückt. Njan ist noch ganz benommen, als Sie bereits seinen Kimono richtet und ihn aufsetzt.

Was übrig ist von hitziger Romanze, vergeht so langsam wie Kopfschmerzen und zieht sich zurück. Njan hätte nie gedacht, dass der plötzliche Abbruch von Romantik, schlimmer sein könnte als jede Kriegsverletzung. Während der Rest seines rasenden Körpers tobend versucht sich zu beruhigen, klopft es nur einen Augenblick am Holz ihrer Tür, bevor die Mutter Oberin sie beiseite schiebt.

"Verzeiht Nikutai, aber eure Zeit ist um. Der Gunso kommt in kürze."

Aikikos Blick ist unergründlich.

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 07 Jun 2011, 11:10

Ich nicke der Oberin zu: „Gebt mir noch fünf Minuten.“ Zähneknirschend entfernt sie sich, lässt aber die Tür halb geöffnet. Ich beuge mich zu Aikiko nieder: „Dieser Gunso, ist es mein Bruder? Shinjo Khan?“ Sie blickt verschämt zu Boden, als sie antwortet: „Ja, das ist er. Er wird nicht müde es zu betonen wer er ist.“ – „Hör zu, wenn er dir zu nahe treten sollte, sage ihm, ich würde ihn darum bitten, dich in Ruhe zu lassen. Ich werde mit ihm reden, sobald ich ihn wieder treffe.“ Ich beuge mich eilig neben ihr nieder, drücke ihr einen sanften Kuss auf das Haar und verlasse mit schnellen Schritten das Geishahaus gen Burg.

Spoiler:
*So ich weiß jetzt nicht, was ich heute noch mache. Wahrscheinlich nur noch zu Abend essen und schlafen gehen. Ich werde Daisuke auch in unsere Mission einweihen (Dorf)*

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Di 07 Jun 2011, 12:36

Njan verlässt enttäuscht das Haus, trifft aber seinen Bruder nicht auf dem Weg an. Als er an seinem Zimmer ankommt, erwartet ihn die nächste Überraschung.
Zwei Zofen stehen links und rechts neben einer wartenden Yuki.

"Seid gegrüßt, baldiger Gatte. Ich dachte ihr wäret vielleicht an einem kleinen Gespräch interessiert. Sicher seid ihr genau so neugierig wie ich es bin."

Spoiler:
SL: Ah ja und bevor du auch nur dran denkst: Sie wird sich nicht so einfach abwimmeln lassen, ausser du bist WIRKLICH UNHÖFLICH! Sonst wird Sie dich (mit ihren Anstandsdamen) hineinbegleiten um mit dir zu reden...

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Di 07 Jun 2011, 16:31

Ich lege die Stirn in Falten und hebe in einer Geste, die sowohl resigniert als auch einladend gedeutet werden kann die Hände. „Oh, ich brenne geradezu vor Neugier, meine Verlobte. Bitte tretet ein.“ Ich blicke mich um, Daisuke ist wohl noch im Tempel, hat das Zimmer aber bis ins kleinste Detail aufgeräumt hinterlassen. „Nehmt doch Platz. Habt ihr Hunger? Ich werde nach einem Abendessen schicken.“
Ich rufe einen Diener heran und weise ihn an uns ein Abendessen zu bringen, er soll wenn möglich auch süßen Reiskuchen organisieren. Schließlich kehre ich zurück und knie mich Yuki und ihren Begleiterinnen gegenüber hin. „Nun. Was liegt euch auf der Seele, Yuki-san.“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Mi 08 Jun 2011, 12:40

Sie hat inzwischen einen Fächer aufgespannt und verbirgt damit einen Teil ihres Gesicht, doch er ist sich sicher dass Sie dahinter grinst.

Sie klimpert mit den Augen als Sie sagt:
"Ihr habt tatsächlich zugehört und euch meine Lieblingsspeise gemerkt. Ich bin entzückt! Nicht viele Männer besitzen so ein ausgeprägtes Gedächtnis, dass sie sich so etwas unwichtiges wie das Lieblingsgebäck ihrer Angebeteten merken."

Sie macht eine Pause, um das Kompliment wirken zu lassen. Als Njan bemerkt, dass Sie eine Antwort erwartet stammelt er ein kurzes: "Äh, wie - ah - freundlich von euch, dass zu sagen, ich - äh - fühle mich geehrt."

Schon sieht er ein unzufriedenes Aufblitzen in ihren Augen doch sie fährt weiter Lächelnd fort. "Nun, eigentlich ist es nicht üblich das Mann und Frau sich vor der Hochzeit sehen, aber ich bin da etwas anders und ihr Shinjo seid es ja ganz bestimmt auch. Ich möchte ein wenig mehr über euch wissen, erzählt mir doch etwas. Ich sterbe geradezu vor Neugier."

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Do 09 Jun 2011, 09:55

Fast kommt mir ein ‚Dieser Verlust würde mich umbringen’ über die Lippen, doch wie stets beiße ich mir auf die Zunge und lächle sie leicht gequält an. Soll ich hier die Geschichte meines Lebens erzählen? Was will dieses Weib von mir? :

„Ich soll euch irgendetwas erzählen? Ich bin mir nicht sicher, worauf ihr neugierig seid... Ihr scheint mir weltgewandter, mehr am Hofe und auf Gesellschaften zu hause, als ich es je war. Nun denn…Wo fange ich an? Ich bin so aufgewachsen, wie es wohl die meisten Shinjo tun: Ich habe mehr Zeit meines Lebens in der Steppe verbracht, als im Inneren von Gebäuden und wahrscheinlich genauso viel auf dem Rücken eines Pferdes gesessen, wie ich auf dem Erdboden gestanden bin. Ich war lange Zeit geschickter mit dem Bogen, als mit dem Katana. In meiner Familie lernen wir das Reiten fast noch, bevor wir laufen können. Ein Außenstehender kann sich wohl kaum einen Begriff davon machen wie herrlich es ist an einem windigen Sommertag durch das hohe weite Gras meiner Heimat zu reiten. Es ist ein Gefühl unendlicher Freiheit, ein Gefühl der Losgelöstheit von allem. Für einen Moment, versteht mich nicht falsch, für einen Moment scheint es euch, als wäret ihr von jeder Pflicht befreit…“

Ich fange mich ein wenig und fahre in nüchternem Ton fort:
„Ich war gerade fünf, als ich auf meine erste Eskorte mitgeritten bin. Wir haben die Hirten im Winter über die Berge, nach Süden begleitet. Später, ich denke ich zählte damals 16 Jahre, habe ich zum ersten Mal unsere Länder verlassen. Wir ritten in die Länder des Löwen, eine Eskorte nach Kyuden Ikoma…“ An dieser Stelle muss ich kurz pausieren, als die Erinnerung an diesen Tag in mir emporsteigt. Dann sehe ich sie mit fragendem Blick an: „Seid ihr sicher, dass euch dies alles interessiert? Ich muss euch doch furchtbar langweilen...“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Do 09 Jun 2011, 12:04

"Ganz und gar nicht! Ich finde eure Geschichten...interessant. Ausserdem möchte ich euch näher kennenlernen, herausfinden was hinter dieser rauen, aber gut gebauten Schale steckt."

Sie klimpert wieder verführerisch mit den Augen und verstäckt ihr weißes Lächeln hinter dem Fächer.

"Ich habe gehört dass ihr die Stadt unlängst verlassen werdet...ist das richtig?"

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Do 09 Jun 2011, 15:03

Ich muss mich beherrschen nicht zu lachen, ein Grinsen kann ich mir aber nicht verkneifen: ‚Raue, gut gebaute Schale?’ Was kann man da noch antworten?

„Hai! Ich werde übermorgen als Nikutai, mit Otaku Kiku-san, unter umständen meinem Bruder und einigen Ashigaru nach Shō Bei-mura reiten. Dort sind die Bewohner wohl ebenso befallen, wie in dem Dorf, in dem wir den Oni töteten. Wir werden das Dorf von den Befallenen reinigen. Ich hoffe, dass alles reibungslos abläuft. Sehe aber im Moment nicht, was dem im Wege stehen sollte. Sagt, was denkt ihr über diese ganze Sache, ich meine die Krankheit?“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Fr 10 Jun 2011, 12:49

"Nun," beginnt Sie und fächert sich dabei wieder Luft zu. Ihre Augen drehen sich überlegend nach oben und ihre Stimme wird wieder sachlicher und weniger romantisch.
"Ich denke diese Krankheit ist nicht natürlichen Ursprungs. Und ich denke sie ist sehr gefährlich. Einige unserer größten Meister haben sich zurück gezogen um über dieses Problem zu dikutieren und eine Lösung zu finden."

Sie macht eine dramtaische Pause bei der Sie ernst zur Seite starrt, so als ob Sie selbst mit dem Problem zu tun hätte. Doch ganz plötzlich hellt sich ihr Gesicht wieder auf als Sie Njan wieder ansieht.

"Wisst ihr, mein Clan ist der Vorreiter in diesen Untersuchungen. Und ich selbst besitze über einiges an Erfahrung. Vielleicht wollt ihr ja eine erfahrene Shugenja dabeihaben, die sich mit den Schattenlanden und Krankheiten auskennt."

Sie zwinkert ihm verführerisch zu.

"Es wäre sicherlich ein angenehmerer Ritt für euch, wenn ich dabei bin. Und ihr findet wohl kaum eine fähigere Shugenja hier zu gegen."

Mag Sie auch nicht die schönste Frau am Hofe sein, mit Stimme und Augen weiß Sie sehr wohl zu verführen.
Ein unfreiwilliger Druck baut sich an seinem Schenkel auf, doch er versucht es so gut wie möglich zu ignorieren.

"Was sagt Ihr? Eine kleine gemeinsame Reise um einander kennen zu lernen? Es soll euer Schaden nicht sein."

Dieses verschmitze Lächeln könnte alles mögliche bedeuten...

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am Fr 10 Jun 2011, 16:01

Ich versuche sie nicht zu sehr entgeistert anzustarren. Was bei allen Göttern, hat mir mein Vater da vorgesetzt? Mit einem Oni könnte ich ein angenehmeres Gespräch führen. Sie auf die Mission mitnehmen? Ich weiß nicht ob mir mein Bruder nicht tatsächlich noch lieber ist. Andererseits…Vielleich könnte sie uns tatsächlich eine Hilfe sein. Zunehmend drängt sich die Erkenntnis in meinen Geist, dass von mir verlangt wird, das Rest meines Lebens mit ihr zu verbringen. Ich versuche möglichst gelassen und sachlich zu klingen: „Ähm…Ich werde darüber nachdenken Yuki-san. Morgen Vormittag lasse ich euch genaueres wissen. In der Tat halte ich meinen geschätzten Bruder ebenfalls für fähig.“
Am besten ich nutze die Zeit, die ich noch nicht mit ihr verbringen MUSS. Später wird genug Gelegenheit bleiben sich ‚kennenzulernen‘ und mit meinem Bruder ist zwar, wie sie wohl auch, ein Quälgeist, der mir ständig wiedersprechen wird, aber ihn kann ich wenigstens einschätzen. Ich versuche das Thema von diesem Punkt abzubringen: „Dann will ich es euch einmal gleichtun: Erzählt mir doch von Euch.“

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Duncan am Fr 10 Jun 2011, 23:11

Sie kichert belustigt hinter ihrem Fächer.
"Och, ich bin nur eine unbescheidene Tochter des große Meister des Feuers und Smaragdmagistraten des Kaisers Isawa Tsukue. Mein Bruder Isawa Hochiu wurde sehr früh Mitglied der Feuersturmlegion und ich wiederrum wurde in den Künsten meiner Familie eingewiesen. Ich bin keine Samurai-ko, die mit dem Schwert kämpf. Aber ein Wort genügt um selbst die stärksten Gegner in die Flucht zu schlagen. Ihr wäret also gut beraten, mich mit zu nehmen."

Die letzten Worte hat Sie fast bedrohlich gesprochen, aber ein kurzes Grinsen verrät das Sie es wohl nicht so ernst meint...oder doch?

"Meine Kindheit verbrachte ich überwiegend im Tempel und in der Bibliothek. Ich weiß, langweilig im Vergleich zu eurem aufregenden Leben, aber genau wie mein Vater, verfolge ich die Absicht das Reich von seinen Krankheiten zu erlösen...und sie nach Möglichkeit auszubrennen."

Ein seltsames Blitzen ist in ihren Augen zu sehen und für einen Moment, bekommt es Njan mit der Angst zu tun. Doch Sie ist sogleich wieder freundlich und sanft und meint:
"Ausserdem habe ich noch einige andere...Fertigkeiten die ich beherrsche, aber erlaubt mir euch damit ein wenig zu überraschen, wenn wir uns...näher kennengelernt haben."

Ihr feuriges Temprament ist so offensichtlich, dass die Hitze im Raum die Njan verspürt wohl von ihr kommen muss. Und das macht ihn nur noch nervöser. Ihre Stimmung schießt wie Flammen auf und ab und dann ist da noch etwas...

"Ich bin die Tochter eines Elementaren Meisters und wenn mein Bruder nicht wäre, würde ich der nächste Meister werden. Und bitte glaubt mir, dass meine Fähigkeiten bereits so gut sind. Ausserdem," meint Sie und beugt sich etwas vor, "kann ich eine sehr, sehr angenehme Begleitung sein. Ganz zu Schweigen von den zusätzlichen Wachen, die ich mitbringe."

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Re: Der Herbst 1126

Beitrag von Elias am So 12 Jun 2011, 12:52

Zunehmend steht mein Entschluss fest: Diese Frau wird nicht unter meinem Befehl reiten. Jemand wie sie würde die ganze Sache eher gefährden. Zum einen, weil sie meine Befehlsgewalt ignorieren, zum anderen, weil sie mich zu sehr ablenken würde. Ich bin bereit alle Vorteile die ihre Beteiligung bringen könnte in den Wind zu schlagen, wenn sie mir nur noch einige Zeit vom Hals bleibt. Außerdem: Eine Samrai-ko ohne Schwert? Wenn ich ehrlich bin, ziehe ich dann doch meinen Bruder vor. Jemanden, der mit etwas bewaffnet ist, das ich begreifen und nachvollziehen kann und nicht lediglich mit abstrakten Versprechungen. „Wie ich bereits sagte Yuki-san. Ich werde alles abwägen.“
Für mich ist die Konversation beendet, still esse ich weiter, obwohl ich eigentlich keinen Hunger mehr habe. Ich warte nur darauf, dass ich sie endlich verabschieden kann.

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